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Ist Kindern wirklich weniger kalt?

Von dpa
16.11.2019Lesedauer: 1 Min.
Ein Junge spielt im Schnee: Kinder scheinen weniger zu frieren, da sie sich generell mehr bewegen und die Muskelaktivität einen kleineren Körper schneller aufwärmt als einen großen.
Ein Junge spielt im Schnee: Kinder scheinen weniger zu frieren, da sie sich generell mehr bewegen und die Muskelaktivität einen kleineren Körper schneller aufwärmt als einen großen. (Quelle: Cavan Images/imago-images-bilder)
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Zieh deine Jacke an! Setz deine Mütze auf! Eltern kommen sich wie eine Schallplatte vor, wenn sie Kinder vorm Frieren oder einer Erkältung schützen wollen. Sie fragen sich: Frieren Kinder anders?

Während Erwachsenen ohne Jacke schnell ungemütlich wird, behaupten Kinder oft felsenfest: "Mir ist doch gar nicht kalt!" Haben Kinder etwa eine andere Körperwahrnehmung? Nein, Kinder frieren oder schwitzen auch, sie haben aber keine Zeit, es zu merken, weil sie mit Spielen oder Sport beschäftigt sind, erklärt Hirnforscher Martin Grunwald in der Zeitschrift "Eltern familiy" (Ausgabe 12/2019).

Aufmerksamkeit ist aufs Spiel gerichtet

"Die Aufmerksamkeit ist wie im Flow auf die äußere Welt, das kindliche Abenteuer gerichtet, da bleibt keine Raum für die Körpereigenwahrnehmung", beschreibt der Wahrnehmungspsychologe von der Uni Leipzig.


Dazu komme, dass sich Kinder generell mehr bewegen und die Muskelaktivität einen kleineren Körper schneller aufwärmt als einen großen. Kinder würden sich schon melden, wenn sie frieren, beruhigt Grunwald. Sein Ratschlag: Jacke und Mütze immer in petto haben. Wenn das aufregende Spiel vorbei ist, bekomme das Temperaturempfinden wieder Priorität.

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