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Jugendschutz: Welcher Führerschein ab welchem Alter?

Das sagt das Gesetz  

Welcher Führerschein ab welchem Alter?

23.03.2018, 12:00 Uhr | t-online.de

Jugendschutz: Welcher Führerschein ab welchem Alter?. Selbst am Steuer: Ein halbes Jahr vor dem 17. Geburtstag können sich Teenager bei einer Fahrschule zur Fahrausbildung der Klasse B oder BE anmelden. (Quelle: Getty Images/AlexRaths)

Selbst am Steuer: Ein halbes Jahr vor dem 17. Geburtstag können sich Teenager bei einer Fahrschule zur Fahrausbildung der Klasse B oder BE anmelden. (Quelle: AlexRaths/Getty Images)

Im Prozess des Heranwachsens ist es für viele Jugendliche wichtig, mehr Unabhängigkeit zu erlangen. Dazu gehört auch, mobil zu sein und sich nicht immer von den Eltern fahren lassen zu müssen. Ab wann können Jugendliche welchen Führerschein machen? Wie es in der Fahrerlaubnisverordnung geregelt ist, lesen Sie hier.

Motorradklasse A1 ab 16 Jahren

Mit 16 Jahren können Jugendliche den Führerschein Klasse A1 machen. Damit können sie ein Leichtkraftrad fahren, das bis zu 125 ccm Hubraum und eine Leistung von bis zu 11 kW haben darf.

Mit dem Führerschein Klasse AM, der im Führerschein A1 integriert ist, sind Jugendliche berechtigt, ein Kleinkraftrad bis 50 ccm mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h zu fahren. Im Gegensatz zur Klasse AM beginnt mit Erwerb der Klasse A1 bereits die zweijährige Probezeit.

Den klassischen Mofa-Führerschein gibt es auch noch: Mit 15 Jahren dürfen Jugendliche einen Roller oder ein Mofa fahren, das auf maximal 25 km/h gedrosselt ist und auf dessen Sitzbank nur eine Person Platz hat.

Der Führerschein Klasse L berechtigt zur Führung von land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen. Ab 16 Jahren kann dieser erlangt werden.

Motorradklassen A2 und A ab 18 und 24 Jahren

Den Führerschein der Klasse A2 darf man ab 18 Jahren machen. Er erlaubt das Fahren von Krafträdern bis maximal 35 kW. Die Klassen A1 und AM sind hier eingeschlossen.

Für den Führerschein der Klasse A gilt ein Mindestalter von 24 Jahren für den Direkteinstieg. Wer zwei Jahre die Klasse A2 besitzt, darf den Führerschein der Klasse A auch schon früher machen – das heißt, frühestens mit 20 Jahren, wenn man die Klasse A2 mit 18 erworben hat. Um von Klasse A2 zur Klasse A aufzusteigen, ist nur eine praktische, keine theoretische Prüfung mehr nötig.

Die Klasse A gilt auch für dreirädrige Fahrzeuge mit einer Leistung von mehr als 15 kW – hier liegt das Mindestalter bei 21 Jahren.

Begleitetes Fahren ab 17 Jahren

Ab 17 Jahren können Jugendliche den Pkw-Führerschein machen (BF17). Das ist in der Fahrerlaubnisverordnung und im Straßenverkehrsgesetz so verankert. Bei jeder Fahrt muss aber eine mindestens 30-jährige Begleitperson, die seit mindestens fünf Jahren selbst einen Führerschein hat, mitfahren. Ab einem Promillewert von 0,5 darf nicht mehr begleitet werden.

Das heißt: Ein halbes Jahr vor dem 17. Geburtstag können sich Teenager bei einer Fahrschule zur Fahrausbildung der Klasse B oder BE anmelden und stellen einen Antrag beim zuständigen Amt. Die Eltern müssen ebenfalls zustimmen. Nach bestandener Prüfung und mit Erreichen des 17. Lebensjahrs erhalten Jugendliche keinen normalen Führerschein, sondern eine Prüfungsbescheinigung, auf der auch die Begleitperson namentlich eingetragen wird (es können auch mehrere genannt werden). Das Dokument wird nur in Deutschland anerkannt. Mit 18 Jahren wird die Bescheinigung gegen einen "normalen" Führerschein eingetauscht.

Pkw-Führerschein ab 18 Jahren

Volljährige mit dem Pkw-Führerschein Klasse B dürfen Kraftfahrzeuge (keine Motorräder) mit maximal 3,5 Tonnen Gesamtgewicht und maximal neun Sitzplätzen (inklusive Fahrer) fahren. Eingeschlossen sind im B-Führerschein auch die Klassen AM und L.

Für das Fahren eines Pkw mit Anhänger oder eines Fahrzeugs über 3,5 Tonnen Gesamtmasse benötigt man gesonderte Fahrerlaubnisse – je nach Gewicht der gesamten Fahrzeugkombination kann das die Klasse B96, BE oder C1 sein.

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