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Bio, Physik, Chemie: Das sollten Schüler wissen

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Naturwissenschaften  

So viel sollten Schüler von Biologie, Chemie und Physik verstehen

11.09.2015, 16:10 Uhr | Nicola Wilbrand-Donzelli, t-online.de

Bio, Physik, Chemie: Das sollten Schüler wissen. Naturwissenschaften erklären uns die Welt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Naturwissenschaften erklären uns die Welt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Naturwissenschaftliche Fächer wie Biologie aber vor allem Chemie und Physik sind bei Schülern nicht sonderlich populär. Aber die Inhalte bestehen nicht nur aus abstrakten Formeln, sondern erklären die Welt. Deshalb sind sie ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung.

"Wann kann ich das denn wieder abwählen?" Diese Frage hören Lehrer häufig, kaum haben die jungen Schüler in der Unterstufe Physik oder Chemie auf dem Stundenplan. Als zu abstrakt, zu kompliziert und unzugänglich gelten diese "Hass-Fächer". Diese Einschätzung scheint tatsächlich nicht nur ein über Generationen gepflegtes Vorurteil zu sein.

Zu viel theoretischer Unterricht ohne Bezüge zum alltäglichen Leben

Kritische Pädagogen beklagen seit langem, dass der Unterricht in den Naturwissenschaften häufig zu alltagsfern und theoretisch angelegt sei. Statt die Schüler bei Experimenten mit vertrauten Gegenständen und Substanzen - zum Beispiel ausgedienten Handys, Wunderkerzen, Lidschatten oder Shampoo - neugierig zu machen, dominerten in den Klassenräumen nach wie vor Strukturformeln und Gleichungen, die abgeschrieben und auswendig gelernt werden müssen.

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Zu selten werde der Lehrstoff dagegen spannend und griffig aufbereitet, so dass die Schüler selbst Lust bekämen, den alltäglichen Zusammenhängen auf die Spur zu kommen. Zwangsläufig drängte sich Schülern der Eindruck auf, Physik und Co. hätten nichts mit ihrem Leben zu tun.

Schattendasein an vielen Schulen

Abgesehen davon, dass die Naturwissenschaften bei den Schülern aufgrund ihrer mangelnden Anschaulichkeit nicht gerade favorisiert werden, führen sie außerdem an vielen weiterführenden Schulen in Bezug auf das Unterrichtsvolumen ein Schattendasein: Nur etwa zehn Prozent der gesamten Unterrichtszeit zwischen dem fünften und zehnten Schuljahr werden nämlich - das besagen verschiedene Studien - von den Fächer Biologie, Chemie und Physik abgedeckt. Auch in der gymnasialen Oberstufe bleiben sie, abgesehen von Biologie, eher randständig, werden nur von etwa sieben Prozent der Schüler als Leistungskurse gewählt.

Andere allgemeinbildende Fächer gelten als wichtiger

Diese Geringschätzung spiegelt sich aber nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Lehrern wieder. Das ergaben Umfragen: Als für die Allgemeinbildung relevante Fächer zählten die meisten zuerst Deutsch, Englisch, Geschichte und Mathematik auf. Dann folgte Biologie und als Schlusslichter Chemie und Physik. Selbst Pädagogen, die Naturwissenschaften unterrichten, gaben ähnliche Reihenfolgen an.

Viele Universitätsabsolventen in naturwissenschaftlichen Disziplinen

Umso überraschender ist es allerdings, dass sich trotz der untergeordneten Bedeutung von Naturwissenschaften an Schulen überdurchschnittlich viele Schulabgänger nach dem Abitur für ein entsprechendes Fachstudium entscheiden. Immerhin wurden - das zeigte 2008 infolge der Pisa-Studie eine Untersuchung von Bildungsforschern - 2008 ein Drittel aller Abschlüsse an Universitäten und Hochschulen in naturwissenschaftlichen Studiengängen inklusive Mathematik gemacht.

Die Berufsaussichten für Fachkräfte mit dieser Ausrichtung sind jedenfalls rosig, denn rund 160.000 Experten (Zahlen von Ende 2011) fehlen laut dem Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft in den sogenannten "MINT- Fächern", Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

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