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Fast jeder zweite Schüler leidet unter Stress

afp, dpa-tmn, hex/cfm

Aktualisiert am 12.01.2018Lesedauer: 3 Min.
Fast jeder zweite Schüler leidet unter Stress
Bei zahlreichen Jugendlichen führt der Stress zu gesundheitlichen Beschwerden. Am häufigsten klagen Schüler über Kopfschmerzen. (Quelle: Tomwang112/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Vollgestopfte Lehrpläne und zahlreiche Hobbies am Nachmittag setzten Kinder unter Druck. Fast jeder zweite Schüler in Deutschland leidet unter Stress.

In einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit gaben 43 Prozent der Kinder und Jugendlichen an, dass ihnen die Belastung in der Schule zu viel ist. Mädchen fühlen sich dabei häufiger gestresst als Jungen. Während jede zweite Schülerin (49 Prozent) sehr oft oder oft Stress hat, sind es bei den männlichen Mitschülern nur 37 Prozent.

Stress führt zu gesundheitlichen Beschwerden

Bei zahlreichen Jugendlichen führt das zu gesundheitlichen Beschwerden. Am häufigsten klagen Schüler demnach über Kopfschmerzen (55 Prozent) und Bauchschmerzen (51 Prozent) sowie Rückenschmerzen (43 Prozent). Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) hat Schlafstörungen, gut ein Drittel (32 Prozent) berichtet über Schwindel. Unter den stressgeplagten Schülern klagen mindestens doppelt so viele über Beschwerden als unter den nicht gestressten Schülern.

Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) befragte für die Studie knapp 7.000 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn in sechs Bundesländern.

Bedenkliche Leistungssteigerung mit Koffein

Daraus geht auch hervor, dass viele Kinder vor und während der Schule koffeinhaltige Energydrinks trinken. Schon unter Fünftklässlern hat bereits ein Viertel Erfahrungen mit Energydrinks. Bei den Achtklässlern sind es bereits zwei Drittel (69 Prozent) und bei den Zehntklässlern 84 Prozent, die koffeinhaltige Brausen trinken.

"Gerade für Kinder und Jugendliche sind diese Getränke bedenklich", warnte Studienleiter Reiner Hanewinkel vom IFT Nord. "Sie enthalten viel Koffein, sind extrem gesüßt und stecken voller synthetischer Zusatzstoffe."

Viele probieren auch Alkohol und Drogen

Auch mit Alkohol und Cannabis kommen Schüler teils früh in Berührung. Knapp 60 Prozent berichten über Erfahrungen mit Alkohol. Während es bei den Fünftklässlern 22 Prozent sind, steigt dieser Wert bis zur zehnten Klasse auf 89 Prozent an. Cannabis ist nicht ganz so weit verbreitet: Insgesamt 13 Prozent der Befragten haben Cannabis bereits ausprobiert – bei den Zehntklässlern sind es 29 Prozent.

Zusätzlich fällt die schlechte Ernährung auf

Auf der anderen Seite ernähren sich viele Schüler schlecht. Nur rund die Hälfte isst täglich Obst oder Gemüse. 41 Prozent greifen hingegen täglich zu süßen Snacks. Bei einem Viertel steht zudem mehrmals pro Woche oder noch öfter Fastfood auf dem Speiseplan.

Wer regelmäßig gemeinsam mit der Familie isst, ernährt sich der Studie zufolge gesünder: Die Schüler verzehren regelmäßiger Obst und Gemüse, greifen seltener zu Fastfood und sind auch seltener übergewichtig.

DAK-Chef Andreas Storm forderte ein Schulfach Gesundheit. "Die Schüler können komplexe Matheaufgaben lösen und fließend Englisch sprechen, wissen aber nicht, wie schädlich Zucker und langes Sitzen sind", erklärte Storm.

Schon Schüler sind vom Pendeln gestresst

Pendeln ist oft mit Stress verbunden. Dass das sogar schon Schüler negativ beeinträchtigt, zeigt eine aktuelle Studie der Frankfurt University of Applied Sciences. Sie befragt jährlich rund 10.000 Schüler in 14 Bundesländern. Im Schuljahr 2016/17 lag der Schwerpunkt auf dem Schulweg: Demnach brauchen Jugendliche im Schnitt 27 Minuten, um zur Schule zu kommen. Bei den meistem (30 Prozent) sind es zwischen zehn und 20 Minuten, rund 15 Prozent brauchen jedoch 45 Minuten und länger. 14 Prozent benötigen weniger als zehn Minuten.

Jugendliche, die einen langen Schulweg zurücklegen müssen, klagen häufiger über psychische Probleme, erklärt der Studienleiter Prof. Andreas Klocke. So haben knapp 30 Prozent der Schüler mit einem langen Schulweg Konzentrationsprobleme an mehr als einem Tag in der Woche. Bei Kindern mit kurzem Schulweg (weniger als zehn Minuten) sind es 23 Prozent.

Außerdem sind Jugendliche, die einen kürzeren Weg zurücklegen müssen, im Schnitt auch zufriedener mit ihrer Gesundheit. Während sie zu 83 Prozent ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut einschätzen, liegt der Wert für Jugendliche mit einem langen Schulweg bei 77 Prozent.

Quellen:
- dpa, afp
- eigene Recherche

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