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Konsum: Genuss braucht Pause meinen Konsumforscher

Genuss  

Genuss ist in Etappen größer

21.08.2012, 15:35 Uhr | stw

Konsum: Genuss braucht Pause meinen Konsumforscher . Ein zu schneller Konsum von Schokolade bringt nur wenig Freude. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der schneller Konsum von Süßigkeiten und Co. bringt weniger Genuss. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Glücksgefühl, nachdem man sich etwas gegönnt hat, ist groß. Sei es nach einem leckeren Essen, dem Biss in den Schokoriegel oder nach dem Kauf neuer Schuhe. Niemand hätte etwas dagegen, dieses Gefühl öfter und länger zu verspüren. Allerdings neigen Menschen von Natur aus dazu, neue Produkte pausenlos und ungebremst zu konsumieren. Psychologen aus Pittsburgh fanden nun heraus, dass sich das negativ auf die Dauer unseres Genusses auswirkt. Wir geben sechs Tipps, die den Genuss steigern.

Genuss braucht Pausen

Psychologen der Carnegie Mellon University in Pittsburgh fanden in einer Untersuchung heraus, dass die Freude über ein neues Produkt länger anhält, wenn man sich mehr Zeit lässt. Das bedeutet: Unser Genuss braucht Pausen. In ihrer im "Journal of Consumer Research" veröffentlichten Studie testeten sie die Genussfähigkeit von Probanden.

Ungezwungene Genießer haben das Nachsehen

Dazu forderten die Forscher ihre Testpersonen auf, Schokolade zu essen oder ein Videospiel zu spielen. Einige der Teilnehmer konnten komplett selbst entscheiden, wann sie loslegen und wie sie die Dinge nutzen oder verzehren. Andere Personen konsumierten nach vorbestimmten Intervallen. Das Ergebnis: Die Probanden, die zwischendurch Pausen eingelegt hatten, berichteten von einem längeren Genuss. Fremdbestimmte und Teilnehmer, die ungezwungen waren, hatten dagegen weniger von ihrem Genuss.

Begehrte Dinge konsumieren wir zu schnell

Studienleiter Jeff Galak hat für dieses Ergebnis eine einfach Erklärung. Gegenüber dem Mediendienst pressetext.at sagte er: "Menschen konsumieren die besonders begehrten Dinge oft automatisch zu schnell und ermüden in Folge früher an ihnen, als wenn sie diese in Maßen genutzt hätten". Das sei damit zu erklären, dass Pausen zwischen dem Konsum der Sättigung entgegenwirken. Das steigert wiederum die Freude am Produkt. "Paradoxerweise entscheidet man sich spontan jedoch so, dass es weniger Spaß macht", so der Forscher.

"Produkt-Burnout" nennt das die Wirtschaft

Ein anderes Beispiel für dieses Phänomen sind sehr impulsive Menschen, die ihre langfristige Diät für den kurzen Genuss eines leckeren Schokoriegels vernachlässigen. Denn Menschen neigen dazu, den Wert ihrer Optionen entweder zu über- oder zu unterschätzen. "Dass dies auch für den Konsum von Produkten gilt, ist neu", so Marco Hubert, Marketingforscher an der Zeppelin Universität, gegenüber pressetext. "Produkt-Burnout" wird das in der Wirtschaft genannt. Dem wird bereits entgegen gesteuert mit immer neu kreierten Konsumentenwünschen.

Optimaler Genuss durch ein Gesamtpaket

Laut Marco Hubert erreichen Konsumenten den optimalen Genuss durch eine Kombination aus einer Kernnutzung des Produktes wie Nährwert und Geschmack und dem erlebten Nutzen, bei dem Marke und Emotionen eine Rolle spielen. "Darüber hinaus kann ein bewusster Konsum - wie in der Studie beschrieben - das positive Erleben verlängern", so der Marketingforscher.

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