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Jeder dritte Sojadrink fällt durch

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 25.07.2018Lesedauer: 2 Min.
Sojadrink im Müsli: Die Stiftung Warentest hat in einigen Sojadrinks erhöhte Werte an Chlorat und Nickel gefunden.
Sojadrink im Müsli: Die Stiftung Warentest hat in einigen Sojadrinks erhöhte Werte an Chlorat und Nickel gefunden. (Quelle: Andrea Warnecke/Symbolbild/dpa)
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Schadstoffe und ein Keim kratzen am Image von Sojadrinks: Die Stiftung Warentest hat mehrere solcher Drinks in das Labor geschickt.

Die Stiftung Warentest hat 15 Sojadrinks untersucht und fünf davon mit "mangelhaft" bewertet. In dem pflanzlichen Milchersatz fanden die Tester unter anderem erhöhte Werte an Chlorat und Nickel in mehreren Produkten sowie in einem Drink einen Keim, berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift "test" (Ausgabe 8/2018).

Doch es gibt auch positive Beispiele: Immerhin sieben Produkte wurden mit "gut" bewertet, drei mit "befriedigend". Getestet wurden Drinks der Geschmacksrichtung Natur mit und ohne Kalziumzusatz.

Sojadrinks: Das sind die Testsieger bei Stiftung Warentest

Testsieger wurde der "Bio Soja Drink" von Berief für 1,29 Euro pro Liter. Er wird ohne Kalziumzusatz angeboten, so wie der ebenfalls mit "gut" beurteilte Drink "Provamel Soya" (1,99 Euro). Der Hersteller Alpro überzeugte die Tester auch mit guten kalziumangereicherten Produkten, darunter "Alpro Soya Light" (1,89 Euro). Den günstigsten "guten" Sojadrink bietet der Discounter Lidl (0,95 Euro) an.

In einem Getränk wurde der Keim Cellulosimicrobium cellulans gefunden. Er gilt als sehr stoffwechselaktiv und kann Nährstoffe zu neuen Verbindungen umbauen – Menschen mit sensiblem Darm kann das zu schaffen machen. Die gute Nachricht für Verbraucher: Der Hersteller nahm die Charge noch während der Testphase im April aus dem Verkauf.

Ein Glas Sojadrink liefert so viel Eiweiß wie Vollmilch

Wer keine Kuhmilch mag oder verträgt, ist den Testern zufolge mit Sojagetränken grundsätzlich gut beraten: Ein Glas liefert so viel Eiweiß wie Vollmilch. Getränke auf Basis von Getreide oder Nüssen schaffen das nicht. Aufpassen sollten allerdings Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion, einem Jodmangel oder östrogensensitivem Brustkrebs. Denn Soja enthält hormonell wirksame Pflanzenöstrogene, und bei Brustkrebs kann nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch das Tumorwachstum begünstigt wird.

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