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"Öko-Test": Tierwohl? Diese Bio-Milch-Produkte werden bemängelt

Wie steht es um das Tierwohl?  

Bio-Milch: "Öko-Test" bemängelt diese bekannten Produkte

28.01.2021, 09:14 Uhr | cch, t-online

"Öko-Test": Tierwohl? Diese Bio-Milch-Produkte werden bemängelt. Vollmilch: Die Tester haben in ihrer Untersuchung auch überprüft, wie Milchkühe gehalten werden. (Quelle: Getty Images/Andrei Kravtsov)

Vollmilch: Die Tester haben in ihrer Untersuchung auch überprüft, wie Milchkühe gehalten werden. (Quelle: Andrei Kravtsov/Getty Images)

Bei Bio-Milch stimmt meistens die Qualität und die Kühe haben größere Chancen auf ein gutes Leben. Aber nicht jede Vollmilch, die mit "bio" gekennzeichnet ist, ist einwandfrei.

Bio-Milch ist fast immer eine gute Wahl. Dieses Fazit zieht die Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe 02/2021) nach einer Überprüfung von 20 Produkten. Die Qualität sei hoch und die Anforderungen an Tierhaltung und ökologisches Wirtschaften lägen deutlich über dem Standard. Allerdings fanden die Tester in zwei geprüften Produkten auch Schadstoffe. Zwei weitere konnten beim Thema Tierwohl und Transparenz nicht punkten.

"Öko-Test" überprüft Bio-Milch: Die Testsieger und -verlierer

Testsieger wurden die "Frische Vollmilch" von Alnatura und die "Frische Weide-Vollmilch" von Dennree. Sie konnten in allen Testbereichen mit "sehr gut" überzeugen. Elf weitere Vollmilchprodukte können die Tester mit "gut" empfehlen. Fünf Produkte landeten mit "befriedigend" im Mittelfeld und zwei erhielten die Note "ausreichend".

Bei letzteren handelt es sich um "Schrozberger Milchbauern Demeter Frische Vollmilch" von der Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken und "Frische Milch, Bio" von der Molkerei Weihenstephan. Bei der Milch der Molkereigenossenschaft kritisierten die Tester einige Aspekte des Tierwohls. So würden die Kühe teilweise angebunden gehalten werden. Zudem belegten die Hersteller nicht, dass es ausreichend Fress- und Liegeplätze, Abkalbeboxen und Krankenabteile sowie einen regelmäßigen Weidegang gibt. Und auch die Rückverfolgbarkeit der Milch zu den Höfen sei nur teilweise belegt.

Das Unternehmen Weihenstephan antwortete als einziges Unternehmen im Test nicht auf die Anfrage von "Öko-Test". Die Tester bewerteten diese Intransparenz im Prüfpunkt Tierwohl mit "ungenügend", sodass das Gesamtergebnis nicht besser als "ausreichend" ausfiel.

Bio-Milch: Bakterien in zwei Produkten

Der Großteil der geprüften Milch zeigte keine Auffälligkeiten bei der Schadstoffanalyse. Allerdings enthielten die "Frische Heumilch, Bio" von Gläserne Molkerei (Gesamturteil "gut") und "Frische Bio Milch" von Upländer Bauernmolkerei ("gut") laut Laborbefund auffällige Mengen des Keims Bacillus cereus. Einige Stämme dieses Bakteriums können Magen-Darm-Probleme auslösen, andere den Verderb der Milch beschleunigen.

Geprüft wurde 20-mal Bio-Vollmilch aus Supermärkten, Bio-Läden und vom Discounter. Die Tester überprüften Inhaltsstoffe und Sensorik der Milch. Zudem wollten sie wissen, wie die Kühe leben, die die Milch geliefert haben. Dazu schickten sie den Molkereien und Milchbauern umfangreiche Fragebögen, in denen sie nach den Bedingungen der Tierhaltung fragten. Auf den Verzicht auf Anbindehaltung und einen verpflichtenden Weidegang legten die Tester besonders großen Wert. Für das Gesamturteil zählten Inhaltsstoffanalyse und Tierwohl jeweils zu 50 Prozent.

Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der Februar-Ausgabe von "Öko-Test".

Verwendete Quellen:

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