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Gutschein wegen Corona-Absage erhalten: Auszahlung ab 2022 denkbar

Wegen Corona-Absage  

Alte Gutscheine: Erstattung ist bald möglich

20.10.2021, 09:57 Uhr | dpa

Gutschein wegen Corona-Absage erhalten: Auszahlung ab 2022 denkbar. Corona-Pandemie: Damals wurden viele Veranstaltungen abgesagt. (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)

Corona-Pandemie: Damals wurden viele Veranstaltungen abgesagt. (Quelle: Roland Weihrauch/dpa)

Als Veranstaltungen in der Corona-Pandemie abgesagt wurden, bekamen viele Leute einen Gutschein – wenn sie die Tickets vorab gekauft hatten. Doch bald ist eine Auszahlung möglich.

Viele Veranstaltungen mussten wegen dem Ausbruch der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr abgesagt werden. Durch eine gesetzliche Neuregelung erhielten damals viele Verbraucher nur einen Gutschein – statt einer Erstattung des Ticketpreises.

Wer seinen Gutschein bis zum 31. Dezember 2021 noch nicht eingelöst hat, kann eine Auszahlung der Gutschrift ab dem 1. Januar 2022 verlangen. Darauf macht die Verbraucherzentrale NRW aufmerksam.

Das gilt für Tickets, die jemand vor dem 8. März 2020 gekauft hat. Der Termin der Veranstaltung sei dabei unerheblich. Es geht um Tickets für

  • Festivals
  • Konzerte
  • Lesungen
  • Theatervorstellungen
  • Filmvorführungen
  • Sportwettkämpfe
  • Eintrittskarten und Dauerkarten für Museen, Freizeitparks, Schwimmbäder oder Stadien.

Alternativen zur Auszahlung

Die Auszahlung ist aber kein Muss: Alternativ können Betroffene beim jeweiligen Veranstalter den Gutschein einlösen oder für dessen Angebote weiter nutzen – etwa um sich eine Karte für eine andere Veranstaltung zu kaufen.

Ergibt sich eine Differenz zwischen den Kosten, sollten Verbraucher darauf achten, dass der Veranstalter den Betrag anpasst und gegebenenfalls einen neuen Gutschein für die Differenz ausstellt.

Ansprüche verjähren nach drei Jahren

Grundsätzlich gilt bei abgesagten Veranstaltungen: Ansprüche auf eine Rückzahlung verjähren innerhalb von drei Jahren. Wurde eine Veranstaltung also 2020 abgesagt, können Betroffene noch bis zum 31. Dezember 2023 Ansprüche geltend machen. Konnte ein Event 2021 nicht stattfinden, gilt die Frist sogar bis zum 31. Dezember 2024.

Übrigens: Die gesetzliche Neuregelung gilt nicht, wenn Karten nach dem 8. März 2020 gekauft wurden. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen dann weder einen Gutschein, noch einen Ersatztermin akzeptieren – nach Auffassung der Verbraucherzentrale NRW können sie sich in diesem Fall den Ticketpreis erstatten lassen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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