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Die Pille: Wichtige Hinweise zur Anwendung

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Verhütung  

Die Pille: Wichtige Hinweise zur Anwendung

10.08.2015, 10:22 Uhr | rk (CF)

Die Pille: Wichtige Hinweise zur Anwendung. Insbesondere bei der Minipille muss der Zeitpunkt der Einnahme genau eingehalten werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Insbesondere bei der Minipille muss der Zeitpunkt der Einnahme genau eingehalten werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Pille gehört zu den besonders verbreiteten und gleichzeitig sehr zuverlässigen Verhütungsmethoden. Rund um die Anwendung der Anti-Baby-Pille gibt es jedoch einiges zu beachten. Pillenarten, Wirksamkeit, Nebenwirkungen: Lesen Sie hier Antworten auf einige besonders drängende Fragen zur Einnahme.

Kombinations- oder Minipille: Infos zur Einnahme

Bei der Pille haben Sie grundsätzlich die Wahl zwischen einer Kombinationspille und einer Minipille. Die Kombinationspille wird am häufigsten verschrieben. Sie enthält zwei verschiedene Hormone: Östrogen und Gestagen. Die Minipille enthält nur Gestagen und hat eine geringere Hormonkonzentration. Sie beeinflusst die körpereigene Hormonproduktion daher weniger als Kombinationspillen, wie das Portal "gesundheit.de" berichtet.

Wegen der geringeren Dosierung, muss die Minipille aber jeden Tag exakt zur selben Uhrzeit eingenommen werden. Das Zeitfenster für die Einnahme der Minipille, hängt vom enthaltenen Gestagen ab. Beachten Sie die Anwendungshinweise im Beipackzettel.

Wenn Sie damit beginnen, die Pille einzunehmen, dann immer am ersten Tag Ihrer Menstruation. Dies gilt sowohl für die Kombinationspille als auch für die Minipille. Verwenden Sie ein Kombinationspräparat, können Sie jeweils nach 21 Pillen eine siebentätige Pillenpause einlegen. Die Minipille nehmen Sie den ganzen Monat über ohne Pause ein.

Mögliche Nebenwirkungen der Pille

Zu den Nebenwirkungen der Anti-Baby-Pille zählen Übelkeit, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen sowie sexuelle Lustlosigkeit. Auch Zwischenblutungen kommen vor. Die Minipille führt meist zu geringeren Nebenwirkungen als die Verwendung von Kombinationspräparaten.

Durch die Einnahme der Pille steigt die Gefahr einer Thrombose. Besonders gefährdet sind Frauen mit einer erblichen Vorbelastung und Raucherinnen. Auch starkes Übergewicht oder Bluthochdruck zählen zu den Risikofaktoren.

Die Verwendung der Pille kann sich auch positiv auswirken: Der Teint wird reiner und Menstruationsbeschwerden nehmen ab.

Beeinträchtigung der Wirksamkeit

Bestimmte Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall können die Wirkung der Pille herabsetzen. Lassen Sie sich hier im Zweifelsfall ärztlich beraten – eventuell sollten Sie kurzzeitig andere Verhütungsmethoden anwenden. Bestimmte Medikamente sind unter Umständen ebenfalls in der Lage, die Wirkung der Anti-Baby-Pille einzuschränken. Hierzu zählen verschiedene Antibiotika. Auch Medikamente gegen Epilepsie sowie Johanniskraut-Präparate können dazu führen, dass Sie nicht mehr zuverlässig vor einer Schwangerschaft geschützt sind. Informieren Sie sich deshalb vor der Einnahme anderer Medikamente bei Ihrem Arzt oder Apotheker und beachten Sie die Packungsbeilage.

Wie sicher ist die Pille als Verhütungsmittel?

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zählt die Anti-Baby-Pille zu den sichersten Verhütungsmitteln. Das Risiko, trotz der Pille schwanger zu werden, ist sehr gering. Kommt es dennoch zu einer Schwangerschaft, so liegt dies üblicherweise an einer fehlerhaften Einnahme.

Bewertung von Verhütungsmethoden: Der Pearl-Index

Um die Zuverlässigkeit verschiedener Verhütungsmittel anzugeben, verwenden Fachleute den sogenannten Pearl-Index. Hierbei handelt es sich um einen statistischen Wert. Er zählt für die Schwangerschaften, wenn 100 Frauen über den Zeitraum eines Jahres ein bestimmtes Verhütungsmittel verwenden. Je niedriger der Wert, desto weniger Schwangerschaften treten auf und desto sicherer ist das Verhütungsmittel.

Schwanger trotz Pille? Vergleich der einzelnen Präparate

Kombinationspräparate gelten als besonders sichere Anti-Baby-Pillen: Ihr Pearl-Index liegt zwischen 0,1 und 0,9. Zum Vergleich: Sie verhüten damit, ebenso sicher wie bei einer Sterilisation, die ebenfalls einen Index von 0,1 erreicht. Minipillen erreichen einen etwas höheren Wert. Er liegt bei Präparaten, die das Gestagen Desogestrel beinhalten, zwischen 0,14 bis 0,4. Bei Pillen mit dem Gestagen Levonorgestrel liegt er bei 0,5 bis 3.

Minipillen auf Basis von Desogestrel verhindern den Eisprung, was die Sicherheit erhöht. Bei der Minipille mit dem Wirkstoff Levonorgestrel wird der Eisprung nicht verhindert. So bleibt das Zeitfenster kleiner, in der Sie eine vergessene Pille nehmen können, ohne die Wirksamkeit herabzusetzen.

Wie viel kostet die Pille?

Bis zum 20. Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für die Pille. Zwischen dem 18. und 20. Lebensjahr wird lediglich die Rezeptgebühr von fünf Euro fällig. Ab dem 20. Lebensjahr müssen die Kosten selbst getragen werden. Die Pille kostet dann durchschnittlich zwischen fünf und 21 Euro pro Monat. Der Preis unterscheidet sich, je nachdem welches Präparat und welche Packungsgröße verordnet wurden. Pillen in der Sechs-Monatspackung sind dabei deutlich günstiger, wie das Portal "profamilia.de" berichtet.

Ist die Pille auch ohne Rezept erhältlich?

Bei der Pille handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament. Daher darf sie nur nach einer Untersuchung vom Gynäkologen rezeptiert werden. Er berät die Patientin, welche Pille am besten für sie geeignet ist.

Pille vergessen: Zeitfenster ist entscheidend

Grundsätzlich sollten Sie die Pille täglich und möglichst zur gleichen Uhrzeit einnehmen. Haben Sie einmal die Pille vergessen, hält jedes Präparat ein bestimmtes Zeitfenster vor, in der Sie die Einnahme nachholen können. Bei Kombinationspillen und Minipillen, die Desogestrel enthalten, sind dies zwölf Stunden. Bei Minipillen mit Levonorgestrel ist das Zeitfenster deutlich kleiner: Versäumen Sie die Einnahme um mehr als drei Stunden, ist der Verhütungsschutz eventuell nicht mehr gegeben.

Einmal das Zeitfenster überschritten: Was tun?

Überschreiten Sie das Zeitfenster, nehmen Sie zunächst die Pille, die Sie vergessen haben, ein. Für weitere Maßnahmen ist es entscheidend, in welcher Zyklus-Woche Sie die Einnahme vergessen haben. Ist dies in der ersten Woche der Fall, sollten Sie in den folgenden sieben Tagen zusätzlich mit einem Kondom verhüten. Bei einem Anwendungs-Fehler in der ersten Woche ist auch der kurz vorher stattgefundene Geschlechtsverkehr entscheidend. Spermien können bis zu fünf Tage im Körper der Frau überleben und auf einen Eisprung "warten".

Haben Sie in der zweiten Woche die Pille vergessen, verringert sich das Risiko einer Schwangerschaft. Eine zusätzliche Verhütungsmethode ist laut dem Portal "Frauenärzte im Netz" in der Regel dann nicht erforderlich. In der dritten Einnahmewoche sollten Sie dagegen zusätzlich verhüten, da es in der darauf folgenden sieben-tägigen Einnahmepause zum Eisprung kommen kann. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Pillenpause entweder auszulassen oder vorzuziehen. Beachten Sie hierzu die Packungsbeilage Ihres Präparats.

Pille mehrmals pro Zyklus vergessen

Die oben genannten Richtlinien gelten, wenn Sie die Pille pro Zyklus nur einmal vergessen haben. Versäumen Sie die Einnahme jedoch mehrmals, erhöht sich das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft. Verhüten Sie daher unbedingt zusätzlich mit Kondomen und suchen Sie Ihren Gynäkologen auf, um das weitere Vorgehen abzuklären.

Die "Pille danach"

Haben Sie die Einnahme der Pille mehrmals vergessen? Ist das Kondom gerissen? Dann gibt es die sogenannte "Pille danach". Diese Notfallverhütung kann bei rechtzeitiger Einnahme eine Schwangerschaft verhindern. Innerhalb von fünf Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr können Sie diese besondere Form der Pille einnehmen. Sie verzögert den Eisprung, sodass das fruchtbare Zeitfenster geschlossen wird. Wird das Präparat zu spät eingenommen und ist die Eizelle bereits befruchtet, zeigt die Methode keine Wirkung mehr. Die Pille danach führt zu keinem Schwangerschaftsabbruch. Daher gilt: Je früher die "Pille danach" eingenommen wird, desto sicherer kann eine Schwangerschaft verhindert werden!

Achtung: Bei Übergewicht ist die Wirksamkeit der "Pille danach" herabgesetzt. Das Arzneimittel Ulipristalacetat (UPA) beispielsweise verhütet nicht mehr ab einem Körpergewicht von 95 kg. In diesen Fällen kann der Frauenarzt eine "Spirale danach" einsetzen.

Wie Sie mit der Pille die Menstruation verschieben

Verwenden Sie eine Kombinationspille, können sie Ihre Menstruation verschieben. Verzichten Sie dazu auf die siebentägige Pillenpause, die nach jedem Blister vorgesehen ist. Beginnen Sie stattdessen direkt mit dem nächsten Blister. Die Periode setzt dann ein, wenn Sie das nächste Mal eine reguläre Pillenpause zwischen den Blistern einlegen.

Eine Pilleneinnahme ohne Pause wird als Langzeitzyklus bezeichnet. Es gibt keine allgemeingültige Regel, wie lang Sie die Pille ohne Pause einnehmen dürfen. Zur Sicherheit sollten Sie jedoch grundsätzlich mit Ihrem Gynäkologen Rücksprache halten, um Ihre Menstruation auf diese Weise zu verschieben. Konsultieren Sie Ihren Frauenarzt auch, wenn Sie eine Form der Minipille einnehmen, da hier eine Pillenpause nicht vorgesehen ist.

Die Pille im Urlaub: Tipps zur korrekten Einnahme

Auf längeren Reisen gerät leicht der Tag-Nacht-Rhytmus durcheinander. Für die korrekte Pilleneinname gilt jedoch nach wie vor die Faustregel, dass Sie die Pille alle 24 Stunden einnehmen sollten. Bei einer geringen Zeitverschiebung am Urlaubsort brauchen Sie dieses Intervall nicht anzupassen. Handelt es sich jedoch um größere Zeitunterschiede, sollten Sie sich bei der Einnahme an der Ortszeit orientieren.

Die Pille bei Zeitverschiebung: Die Einnahme anpassen

Verwenden Sie eine Kombinationspille, empfiehlt es sich, die Einnahme an die Ortszeit anzupassen, wenn die Zeit an Ihrem Urlaubsort um mindestens zehn Stunden abweicht. Beträgt der Zeitunterschied jedoch mehr als zwölf Stunden, sollten Sie zwölf Stunden nach der letzten Pille eine zusätzliche Pille einnehmen. Die nächste Pille nehmen Sie dann wieder zwölf Stunden später. Dies gilt auch für die Minipille, die als Wirkstoff Desogestrel enthält. Verwenden Sie jedoch eine Form der Minipille mit Levonorgestrel, sollten Sie schon ab einem Zeitunterschied von drei Stunden eine zusätzliche Pille nach zwölf Stunden einnehmen.

Pille absetzen: Gibt es Nebenwirkungen?

Wenn Sie die Pille absetzen, stellt Ihr Körper den natürlichen Zyklus wieder her. Bis dahin können etwa sechs Wochen vergehen. In dieser Zeit leiden viele Frauen unter typischen Nebenwirkungen, beispielsweise Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen. Zudem können Problemen bei der ersten Periode nach dem Absetzen der Pille auftreten: Diese kann verspätet eintreffen, ganz ausbleiben oder Schmerzen bereiten.

Rund sechs Wochen nach Absetzen der Pille ist üblicherweise der natürliche Zyklus wiederhergestellt. Probleme, die vor der Verwendung der Anti-Baby-Pille existierten, treten nun möglicherweise erneut auf. Es kann zu Menstruationsbeschwerden sowie einer unregelmäßigen Regelblutung kommen.

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