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Do's und Don'ts bei schwierigen Schwiegereltern

MEINUNGKolumne "Lust, Laster und Liebe"  

Dos und Don'ts bei schwierigen Schwiegereltern

Eine Kolumne von Jennifer Buchholz

14.08.2019, 08:05 Uhr
Do's und Don'ts bei schwierigen Schwiegereltern. Zwei Frauen schauen genervt in die Kamera: Schwiegermütter möchten die Partnerin ihres Kindes häufig mit ihrem Wissen unterstützen. Nicht jeder Frau gefällt das. (Quelle: Getty Images/Motortion)

Zwei Frauen schauen genervt in die Kamera: Schwiegermütter möchten die Partnerin ihres Kindes häufig mit ihrem Wissen unterstützen. Nicht jeder Frau gefällt das. (Quelle: Motortion/Getty Images)

Sie wissen meistens alles besser, sei es die Zubereitung des Sonntagsbratens, der Buchsbaumschnitt oder wohin man besser in den Urlaub fährt: Die Schwiegereltern. Das nervt oft. Doch kann man die Beziehung zu viert verbessern?

"Jenny, wir müssen reden!" Solche Sätze verheißen meistens nichts Gutes. Auch nicht, wenn sie von meiner besten Freundin kommen. "Meine Schwiegereltern verbringen mit uns den Sommerurlaub", erzählte mir meine Freundin Anne total verzweifelt. "Ich weiß jetzt schon genau, wie das ablaufen wird: Die werden die ganze Zeit an uns kleben und total anstrengend sein", klagte Anne. Ich kenne das Problem auch.

Doch wie kommt es, dass die Schwiegereltern so manche Beziehung schwer belasten – oder ist das nur ein Klischee? Laut einer britischen Umfrage sehen 60 Prozent der Befragten ihre Schwiegereltern als Störfaktor für ihre Beziehung an. Denn sie wissen anscheinend alles besser, geben ungefragt Ratschläge und mischen sich überall ein – so die Befragten. Wie konnte die Beziehung des eigenen Kindes bisher funktionieren? Und Privatsphäre? Die ist spätestens dann hinfällig, wenn es in der Partnerschaft wirklich ernst wird.

Deine Eltern oder ich

Mit einigen Männern und Frauen geht man nämlich oftmals keine Paarbeziehung ein, sondern eine Viererbeziehung: Er, ich und seine Eltern. Das sind zwei zu viel. Was kann man tun?

Damit der Urlaub nicht völlig eskaliert, müssen Anna und ich erst mal einen Krisenplan aufstellen. Ziel: Urlaub mit den Schwiegereltern ohne Streit überleben.

Dos

Don'ts

  • Das ständige, schwere Seufzen der Schwiegermutter ignorieren oder humorvoll kommentieren: "Ich sollte auch häufiger bewusst atmen."
  • Bei zu wenig Privatsphäre die Grenzen freundlich, aber deutlich klar machen. 
  • Beim Partner eigene, intime Momente zu zweit einfordern.
  • Die Schwiegereltern nicht vollkommen ausschließen und sie beispielsweise mit der Auswahl des Restaurants am Abend beauftragen und ihnen so das Gefühl geben, dass man an ihrer Meinung interessiert ist.

 

  • "Ich oder deine Eltern" – der Satz hat weder im Urlaub, noch abseits davon etwas in einer Beziehung zu suchen.
  • Fiese Bemerkungen über die ständigen Äußerungen der Schwiegermutter machen oder das Benehmen des Schwiegervaters ununterbrochen kommentieren.
  • Nicht mit Gegenständen oder Beleidigungen während eines Streits um sich werfen!
  • Auch wenn die Schwiegereltern noch so nerven: Sie gehören mit zur Familie und werden während des Urlaubs nicht einfach im Outback ausgesetzt oder am Flughafen vergessen.

 

Außerdem gibt es folgenden Kniff: Anne, ihr Freund und seine Eltern planen nur die erste Woche einen Urlaub zu viert. Die restlichen Tage sind Pärchenzeit.

Kompromisse sind oft besser

Schwiegereltern wollen oftmals einfach gebraucht werden und ein Teil der neuen Familie sein. Damit die Partnerschaft des Kindes nicht zum neuen Hobby der Eltern wird, sollte man den Vater und die Mutter um Unterstützung bitten: beispielsweise die Kinder betreuen lassen, wenn man mal Zeit zu zweit möchte oder den Sonntagshackbraten zubereiten lassen, weil er von Schwiegermama doch besser schmeckt. 



Wir wollen doch selbst, dass sich unser Partner gut mit unseren Eltern versteht und er nicht jedes Mal die Augen verdreht oder die Flucht ergreift, bevor sie zu Besuch kommen. Darum ist es einfach besser, das Kriegsbeil zu begraben und die Eltern des Partners etwas zu integrieren. Anstatt einer Belastung sollte man sie als Entlastung sehen. Wichtig dabei ist, die Grenzen klar festzulegen. Das könnte beiden helfen und ist allemal besser als "Sag deiner Mutter, dass ...".



Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online.de, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster, Liebe“ über Liebe, Partnerschaft und Sex.

Verwendete Quellen:
  • Umfrage Gründe für die Scheidung – Slater and Gordon

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