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Lust, Laster und Liebe: Kann eine Wandfarbe Ihr Liebesleben verbessern?


Kann eine Wandfarbe Ihr Liebesleben verbessern?

  • Jennifer Buchholz
Eine Kolumne von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 23.06.2021Lesedauer: 2 Min.
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Streichen: Wandfarben können das Wohlbefinden fördern.
Streichen: Wandfarben können das Wohlbefinden fördern. (Quelle: sinanis, Charday Penn/getty-images-bilder)
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Die Farbgestaltung im Schlafzimmer kann das Liebesleben positiv beeinflussen, zeigt eine Umfrage. Wo die Wände besonders gestrichen waren, gab es häufiger Sex. Überraschend ist, welche Farbe die Lust besonders steigert.

Dass die Wandfarbe durchaus einen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Psyche haben kann, ist längst bekannt. Für das Schlafzimmer werden immer wieder Blau – wirkt ruhig und harmonisch –, Gelb – wirkt warm und positiv – oder Grün – wirkt geborgen, entspannt und ausgeglichen – empfohlen. In Räumen mit diesen Wandfarben soll die Schlafdauer am längsten sein.

Diese Farbe soll für mehr Sex sorgen

Aber aufgehorcht: Nicht nur den Schlaf, sondern auch das Liebesleben lässt sich mit der richtigen Wandfarbe offenbar verbessern. Zumindest, wenn es nach den Teilnehmern einer Umfrage aus Großbritannien geht. Eine Hotelkette hatte ihre Kunden nach ihrer bevorzugten Farbgestaltung im Schlafzimmer gefragt. Dabei kam unter anderem heraus, dass Befragte, deren Schlafzimmer eine karamellfarbene Wand haben, bis zu dreimal die Woche Sex hatten – Befragte mit roten Schlafzimmerwänden sollen hingegen nur einmal die Woche in den Genuss von vergnüglichem Matratzensport gekommen sein.

Eigentlich gar nicht so unlogisch. Bei Karamell handelt es sich schließlich um ein braunstichiges Orange. Orange wiederum wirkt warm, glücklich und positiv, Braun vermittelt eine warme, gemütliche sowie natürliche Atmosphäre. Da möchte man sich doch gerne fallen lassen.

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Sollten wir jetzt unsere Schlafzimmer streichen?

Dass ich mit der Wandfarbe in meinem Schlafzimmer auch mein Liebesleben beeinflussen kann, bezweifle ich dennoch. Gut, dass ein komplett rotes Schlafzimmer den ein oder anderen verunsichert und eine neongrüne oder -gelbe Wand irritiert, kann ich verstehen. Doch um die Lust aufkochen zu lassen, braucht es sicherlich mehr als eine in Stimmung bringende Wandfarbe. Beispielsweise ein gutes Bett. Gut ist es sicherlich auch, wenn das Bügelbrett oder der Staubsauger nicht direkt im Sichtbereich stehen – außer die Hausarbeit ist ein echter Anturner.

Aber die Wandfarbe? Wenn ich scharf auf das Gegenüber auf meiner Matratze bin, achte ich eher weniger darauf, in welcher Farbe das Zimmer gestrichen ist. Das Gleiche gilt hoffentlich auch umgekehrt. "Ich komme einfach nicht in Stimmung – das Gelb verdirbt mir die Lust." Das kann ich mir nicht vorstellen. Und wie wahrscheinlich ist es, dass einer von beiden sagt: "Mach das Licht an! Ich will die Wandfarbe sehen, die macht mich heiß"?

Ich zumindest werde jetzt nicht in den Baumarkt rennen, um eine leidenschaftsfördernde Wandfarbe für mein Schlafzimmer anzuschaffen. Zumal dies bei meinem Streichtalent eher Schwindel- als Lustgefühle auslösen würde.

Da setze ich doch lieber auf die altbewährten Methoden: Unliebsames aus dem Blickfeld räumen oder mithilfe von Musik und einer bestimmten Beleuchtung für die richtige Stimmung sorgen. Das ist nicht nur günstiger, sondern auch wesentlich entspannter als eine Schlafzimmerrenovierung.

Jennifer Buchholz, Redakteurin bei t-online, schreibt in ihrer Kolumne "Lust, Laster und Liebe" über Liebe, Partnerschaft und Sex.

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Verwendete Quellen
  • Travelodge: Missing out on sleep? Your bedroom wall colours could be to blame…
  • Statista GmbH: Tabus im Schlafzimmer
  • Myhomebook
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