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Juckende und schuppende Kopfhaut: Wie schädlich sind Silikone?


Juckende Kopfhaut und Schuppen: Wie schädlich sind Silikone?


Aktualisiert am 28.08.2023Lesedauer: 3 Min.
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Juckende Kopfhaut und Schuppen sind ein unangenehmes Leiden.Vergrößern des Bildes
Juckende Kopfhaut und Schuppen sind ein unangenehmes Leiden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Juckende Kopfhaut, Schuppen, Rötungen: Es gibt viele Ursachen, für Probleme mit der Kopfhaut. Warum Schuppen entstehen und wie Silikone aufs Haar wirken.

Juckende Kopfhaut und Schuppen durch Silikone im Shampoo?

"Juckende Kopfhaut und vermehrte Schuppenbildung? Das kommt von den Silikonen im Shampoo!" Auf diese Aussage stößt man nicht nur in Internetforen immer wieder. Auch die Behauptung "Bei Anti-Schuppen-Shampoos verkleben die Silikone die Kopfhaut und deswegen sieht es so aus, als hätte man keine mehr." hört man hier und da. Doch was ist dran an diesen Gerüchten?

"Dass Silikone die Kopfhaut verkleben, halte ich für ein Gerücht", sagt Dr. Andreas M. Finner, Haarspezialist und Mitglied im Berufsverband Deutscher Dermatologen. "Silikone sind in Shampoos als ganz kleine Tröpfchen beigemischt. Bei der nächsten Haarwäsche waschen sich diese wieder heraus. Sie lagern sich nicht dauerhaft auf Haar und Kopfhaut an."

Weiter erklärt der Experte: "Juckende Kopfhaut und Schuppenbildung haben nichts mit den Silikonen zu tun. Die in Shampoos eingesetzten Silikone verhalten sich neutral gegenüber Kopfhaut und Haaren." Sie spielen somit keine Rolle bei der Schuppenbildung. Im Gegenteil: Der Haarexperte betont sogar den pflegenden Effekt von Silikonen. "Silikone schützen das Haar vor äußeren Einflüssen."

Schuppen sind genetisch festgelegt

Es ist genetisch festgelegt, unter welchen Schuppen man leidet. Trockene Schuppen sind klein und rieseln schnell auf den Pullover. Fettige Schuppen hingegen sind größer und fühlen sich fettig im Haar an. "Wer sich unsicher ist, welche Schuppen er hat, sollte einen Dermatologen um Rat fragen", empfiehlt Finner. "Denn nur, wenn man weiß, um welche Schuppen es sich handelt, kann man das richtige Pflegeprodukt finden."

Und: "Wer ein Schuppenproblem hat, hat es immer und muss konsequent Präparate nutzen, die die Schuppen bekämpfen", erklärt der Haarexperte.

Schuppen durch Hefepilz auf der Kopfhaut

Hätten Betroffene unter sehr starker Schuppenbildung, juckender Kopfhaut und Rötungen zu leiden, könne auch Hormonstörungen oder Kopfhauterkrankungen wie beispielsweise ein Ekzem, Schuppenflechte oder eine Allergie dahinterstecken, erklärt Finner. In vielen Fällen sei aber ein Hefepilz die Ursache für Schuppen und Juckreiz. "Der Hefepilz kommt auf unserer Kopfhaut ganz natürlich vor. Er ernährt sich von den Talg auf der Kopfhaut und es sind seine Abbauprodukte, die die unangenehmen Begleiterscheinungen auslösen. Fettige Kopfhaut und fettige Schuppen bedingen sich gegenseitig".

Trockene Schuppen durch gestörte Talgdrüsenfunktion

Unter trockenen Schuppen hingegen leiden häufig ältere Menschen. Der Grund ist eine Störung der Talgdrüsenfunktion oder eine sehr empfindliche Kopfhaut. Auch in den kalten Monaten reagiert die Kopfhaut vermehrt mit Schuppenbildung. "Das kommt durch die trockene Heizungsluft und den häufigen Temperaturwechsel", erklärt der Experte.

Anti-Schuppen-Shampoos nichts für trockene Schuppen?

Anti-Schuppen-Shampoos können aber beide Schuppen-Typen nutzen. Die Hersteller bieten mittlerweile für jeden Haartyp, egal ob fettig, trocken oder empfindlich, das passende Shampoo an. "Um den Hefepilz in Schach zu halten, ist der Wirkstoff Zink-Pyrithion besonders effektiv", erklärt Finner. "Dass sich die Kopfhaut an die Wirkstoffe gewöhnt und Anti-Schuppen-Shampoos deshalb nach einiger Zeit nicht mehr wirken, ist ein Mythos."

Tipps für die Haarpflege

Bei der Haarpflege sollten Betroffene mit trockenen Schuppen darauf achten, ein mildes Shampoo zu wählen. Wirkstoffe wie Panthenol und Urea beugen trockener Kopfhaut vor. Zudem sollten die Haare nicht zu oft gewaschen und mit kaltem Wasser nachgespült werden. Fönhitze reizt die Haut zusätzlich. Fettige Schuppen hingegen vertragen Shampoos mit einer stärkeren Reinigungswirkung und können bedenkenlos mehr als drei Mal in der Woche gewaschen werden.

Verwendete Quellen
  • Stiftung Warentest
  • Helmholtz-GemeinschaftCharité Univeritätsmedizin Berlin
  • Gesundheitsstadt Berlin GmbH
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