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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Warum Sie Hornhaut nicht weghobeln sollten

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 24.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Hornhaut an den FĂŒĂŸen: Vor dem Bimsstein ist ein Fußbad in Salzwasser empfehlenswert.
Hornhaut an den FĂŒĂŸen: Vor dem Bimsstein ist ein Fußbad in Salzwasser empfehlenswert. (Quelle: getty-images-bilder)
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Hornhaut

Das Wichtigste im Überblick


  • Druckstellen entstehen oft durch AbsĂ€tze
  • Barfußlaufen entspannt den Fuß
  • Vor der Pflege kommt das Fußbad
  • Fußmasken und Cremes machen zarte Haut
  • Hornhaut besser nicht mit Hobel entfernen

Hornhaut ist eine wichtige Schutzschicht der Haut. Werden die VerhĂ€rtungen allerdings nicht mit Pflege im Zaum gehalten, drohen schmerzhafte Schwielen oder HĂŒhneraugen.

Richtiges Schuhwerk beugt Hornhaut vor

Bilden sich die trockenen Stellen immer wieder, lohnt sich ein Blick auf das eigene Schuhwerk. Denn Verhornungen entstehen auch bei zu engen Schuhen. Dahinter steckt ein Schutzmechanismus der Haut: Sie schĂŒtzt sich bei starker Reibung vor drohenden Verletzungen.

Die Schuhe sollten daher bequem sein und vorne genug Platz bieten, sodass die Zehen beim Abrollen nicht an das Material stoßen. Auch die Passform der Ferse spielt bei der Wahl des richtigen Schuhs eine wichtige Rolle. Gerade an dieser Stelle bildet sich oft Hornhaut. Wer einen Schuh anprobiert, sollte besonders auf das TragegefĂŒhl achten.

Druckstellen entstehen oft durch AbsÀtze

Neben der Ferse bildet sich Hornhaut oft auch am vorderen Bereich der Fußsohle. Besonders Frauen kennen dieses PhĂ€nomen. Schuld sind in der Regel Schuhe mit AbsĂ€tzen. Abhilfe können Polster schaffen, die in den Schuh gelegt werden. Sie gleichen die Belastung aus und können Hornhaut vorbeugen. Wird der Fuß allerdings zu stark strapaziert, stoßen die kleinen Helfer aus Drogerien und Apotheken schnell an ihre Grenzen.

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Auch Fehlbelastungen und Übergewicht können die Ursache sein. BekĂ€mpft man ĂŒberflĂŒssige Kilos, tut das nicht nur der Gesundheit gut, sondern entlastet auch die FĂŒĂŸe. Wer immer wieder unter starker Hornhautbildung leidet, sollte seine Fußstellung und Körperhaltung von einem OrthopĂ€den untersuchen lassen. Es kann sein, dass hier der Ursprung der Druckstellen liegt. Speziell angefertigte Einlagen können hĂ€ufig Linderung verschaffen, da sie die FĂŒĂŸe an den entscheidenden Stellen entlasten.

Barfußlaufen entspannt den Fuß

Sind die FĂŒĂŸe lange Zeit in den Schuhen eingesperrt, ist es oft nicht nur eng. Die FĂŒĂŸe schwitzen auch und die Haut quillt auf – besonders bei Schuhen und Socken aus Synthetik-Materialien. Da die aufgeweichte Haut keinen ausreichenden Schutz vor Reibung bietet, bildet der Fuß vermehrt Hornhaut, um die schĂŒtzende Barriere aufrecht zu erhalten.

Daher sollte man so oft wie möglich seine FĂŒĂŸe von den Schuhen befreien und sie "atmen" lassen. Zudem trainiert Barfußlaufen die Gelenke und stimuliert die Reflexzonen am Fuß. Auch Massagen entspannen gestresste FĂŒĂŸe – besonders, wenn sie mit einem reichhaltigen Pflegeöl durchgefĂŒhrt werden.

Vor der Pflege kommt das Fußbad

Wer sich etwas mehr Zeit fĂŒr seine FĂŒĂŸe nehmen möchte, sollte ein Fußbad nehmen – am besten mit Salz und Ölen. Das Salz versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, das Öl mit wichtigen Fetten. Die WĂ€rme regt zudem nicht nur den Blutfluss an und entspannt, sie bereitet die FĂŒĂŸe auch optimal auf die anschließende Pflege vor. Denn das Wasser lĂ€sst die Haut etwas aufquellen und die Cremes können besser einziehen.

Fußmasken und Cremes machen zarte Haut

CremeTipp: Fußbad zum Selbermachen

- Eine Tasse Zitronensaft
- Zwei Esslöffel Olivenöl
- 1/4 Tasse Milch
- Zwei Esslöffel Honig
- Lauwarmes Wasser

Zutaten in einer SchĂŒssel vermischen und die FĂŒĂŸe fĂŒr 15 Minuten eintauchen.

Neben Masken schenken auch Fußcremes beanspruchten FĂŒĂŸen Feuchtigkeit. Inhaltsstoffe wie Urea, Aloe Vera und Dexpanthenol sorgen dabei fĂŒr zarte und geschmeidige Haut. Fußpflege mit SalicylsĂ€ure und FruchtsĂ€ure lösen sanft leicht verhornte Stellen.

Der erste Schritt bei der Fußpflege: Ein Fußbad weicht die Haut auf.
Der erste Schritt bei der Fußpflege: Ein Fußbad weicht die Haut auf. (Quelle: imago-images-bilder)

Hornhaut besser nicht mit Hobel entfernen

Zeigt der Fuß bereits starke Verhornungen, ist mit Cremes meist nicht mehr viel zu machen. Dann lohnt sich der Griff zum Bimsstein, um die ĂŒberschĂŒssige Haut vorsichtig abzutragen. Davor wird der Fuß ebenfalls in Salzwasser eingeweicht, damit sich die Verhornung leichter lösen lĂ€sst. Vorsicht geboten ist bei Hobel und Raspel: Experten raten aufgrund des hohen Verletzungsrisikos, die Finger davon zu lassen.

Und: Wer nur sehr wenig Hornhaut hat, braucht diese nicht zu entfernen. Schließlich stellt sie fĂŒr unsere FĂŒĂŸe auch ein Schutzschild dar, das vor Blasen und SchĂŒrfungen schĂŒtzt. Cremes und Salben sorgen dafĂŒr, dass sie geschmeidig bleibt und sich nicht verstĂ€rkt.

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Von Andrea Goesch
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