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Uhren: Quarzuhren, die Hingucker am Handgelenk

Quarzuhren: Die Hingucker am Handgelenk

04.10.2013, 09:14 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Uhren: Quarzuhren, die Hingucker am Handgelenk. Quarzuhren können auch Luxus bieten: Boss Black  (Quelle: Hersteller)

Quarzuhren können auch Luxus bieten: Boss Black (Quelle: Hersteller)

Sie sehen gut aus, sie sind günstig und sie hätten fast den altgedienten Automatik-Uhren den Garaus gemacht: Quarzuhren bieten Luxus "light" für Uhren-Freunde, die auf Trends setzen und die Abwechslung lieben. Genau deswegen ist der Markt mittlerweile schier unüberschaubar – wanted.de hat sich schlau gemacht und zeigt gute Quarz-Modelle in der Foto-Show.

Quarzuhren sind die kleinen Brüder der großen Automatik-Uhren: Sie sind trendig statt teuer, ihr Design ist häufig viel moderner als das der eher konservativen Chronographen mit dem Schwingpendel darin. Außerdem sind Quarzuhren bequem: Ein Batterie-Wechsel ist nur alle paar Monate nötig. Uhrenbeweger wie bei der automatischen Verwandschaft können sich die Besitzer sparen.

Auffälliges für Trendsetter

Quarzuhren werden zwar selten bis nie zu Raritäten, die tausende von Euro kosten. Doch das sollen sie auch gar nicht – sie gefallen Uhrenfreunden, die nicht ständig Angst haben wollen, dass ihr teurer Zeitmesser im Sportstudio liegen bleibt. Quarzuhren sind außerdem ideal für Menschen, die zu jedem Outfit die passende Uhr tragen wollen – dank der günstigen Preise findet sich zu jeder Jeans die richtige Uhr.

Zudem machen viele Quarzuhren nicht nur Eindruck, sie bieten auch technisch Einiges.

Ganggenau und hart im Nehmen

Die Technik ist neben dem Preis der Hauptgrund für den Erfolg des Produktes. Quarz ist eines der am häufigsten vorkommenden Elemente auf der Erde. In seiner reinsten Form ist es ein Bergkristall – und das leitet elektrische Schwingungen bestens. Somit treibt bei einer Quarzuhr ein sogenanntes Schwingquarz das Uhrwerk an. Diese Werke sind hart im Nehmen: Anders als viele fragile automatische Uhren sind sie recht unempfindlich gegen Stöße und Erschütterungen. Mit ihrer Ganggenauigkeit stellen sie die meisten mechanischen Uhren in den Schatten. Trendig waren sie schon immer – und genau deswegen hätten sie in den 1970er Jahren fast die angestammte Schweizer Uhrenindustrie ruiniert.

Zudem waren die beleuchteten Uhren eine nette Spielerei, die prima zum technikgläubigen Zeitgeist passte. Als erste betraten die Asiaten Neuland: Im Jahr 1969 produzierte der japanische Hersteller Seiko mit der Astron die erste Quarz-Armbanduhr für den Massenmarkt.

Die große Quarzkrise

1970 stellte der US-Produzent Hamilton die erste elektronische digitale Armbanduhr mit roten Leuchtdioden vor. Der Nachteil war allerdings der große Energiebedarf – die Batterie war ziemlich schnell leer. 1972 zogen Longines und Seiko mit der ersten Armbanduhr mit Flüssigkristallanzeigen nach – diese Uhren zeigten die Zeit in schwarzen Ziffern auf hellgrauem Hintergrund an. Diese Uhren verbrauchten weit weniger Strom.

Selbst Omega und Rolex bauten Quarzuhren

Der Siegeszug der Quarzuhren war nicht mehr aufzuhalten. In dieser sogenannten Quarzkrise gingen immer mehr traditionelle Hersteller bankrott, alleine in der Schweizer Uhrenindustrie verloren zwei Drittel der Beschäftigten ihren Arbeitsplatz. Das Uhrmacher-Handwerk drohte auszusterben. Somit mussten auch die großen Namen nachziehen und das Herz der Uhr mit einer Batterie antreiben: 1974 baute die Schweizer Omega mit dem Marine-Chronometer Constellation Megaquarz eine Analog-Quarzarmbanduhr. 1976 brachte Omega die wasserdichte Serie Seamaster auf den Markt. Bis heute verkauft Omega die Seamaster 300 M Quarz – zu Preisen um die 1500 Euro. Selbst Rolex schwenkte kurzzeitig auf den Quarz-Trend ein – die Rolex Oysterquartz wird inzwischen aber genausowenig produziert wie ihr eher scharfkantig gehaltenes Gehäuse. Heute ist das Pendel zurückgeschwungen: Automatik-Uhren haben ein Comeback vorgelegt, während Quarzuhren ebenfalls weit verbreitet sind. Der Markt ist zweigeteilt: Die Freunde von Luxus und hochwertiger Qualität lieben es, das mechanische Uhrwerk durch den Glasboden zu betrachten.

Und sie sind auch wieder bereit, gutes Geld dafür auszugeben. Trendsetter und eher sportliche Kunden setzen auf Verlässlichkeit und Genauigkeit zu kleinem Preis. Die dritte Gruppe von Uhren, mechanische Zeitmesser mit Handaufzug, spielen eher eine Nebenrolle.

Häufig ist gar nicht mehr zu erkennen, welche Energie die Uhr antreibt. Dazu ein Tipp: Quarz-Chronographen sind durch die Anordnung der Totalisatoren zu identifizieren. Zwei liegen oben, einer unten, also in Form eines umgekehrten Dreiecks. Außerdem springt bei den meisten Werken die große Sekunde, während sie bei Automatik-Uhren stets gleitet.

Dass Quarzuhren durchaus ansehnlich sind, zeigt unsere äußerst subjektive Auswahl. Eine Anmerkung vorneweg: Drei Anbieter gehen ganz neue Wege im Design: Diesel, TW Steel und Welder bieten mit Abstand die größten und gewagtesten Entwürfe. Gemeinsam ist allen Modellen die Qualität zum günstigen Preis – selbst für das teuerste Modell sind keine 1000 Euro zu bezahlen, im Schnitt liegen die trendigen Quarzuhren bei 300 Euro. Damit bleibt noch genug Geld in der Haushaltskasse für den nächsten Urlaub übrig.

Sehen Sie gute Quarzuhren in unserer Foto-Show und nehmen Sie an unserer Facebook-Umfrage teil. Wir wollen wissen, was Ihr Lieblingsmodell ist.

Einkaufstipp: Quarzuhren im wanted.de-Shop nach Preisklasse:
bis 300 EUR | 300-500 EUR | ab 500 EUR

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