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Gelatine für die Haare - so gelingt die Haarpflege

Beauty mit Haushaltsmitteln  

Gelatine für die Haare - so gelingt die Haarpflege

21.05.2015, 10:26 Uhr | rg (hp)

Gelatine für die Haare - so gelingt die Haarpflege. Dass Gelatine das Haar schneller wachsen lässt, ist ein Mythos. Jedoch sorgt sie für mehr Glanz und Griffigkeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dass Gelatine das Haar schneller wachsen lässt, ist ein Mythos. Jedoch sorgt sie für mehr Glanz und Griffigkeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gelatine gilt seit langem als Geheimtipp für schönes Haar. Das Pulver eignet sich zum Einnehmen und als Kur, um dichteres und glänzendes Haar zu bekommen. Wir geben Ihnen Tipps zur Anwendung und verraten Ihnen Rezepte für schöne Haare.

Wirkung von Gelatine auf den Körper

Gelatine ist konzentriertes, sterilisiertes und gemahlenes Kollagen-Hydrolysat. Die Substanz wird aus Kollagen gewonnen, einem speziellen Protein, das im Bindegewebe von Tieren und Menschen vorkommt. Einige Menschen schwören auf die positive Wirkung von Gelatine auf Haut, Haare und Knorpel.

Dass der Verzehr von Gelatine für eine gesunde Kopfhaut, starke Fingernägel und schönes Haar sorgt, ist jedoch wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Die Wirkung von Kollagen-Hydrolysat auf die Knorpelbildung wurde zwar klinisch belegt, da bei der Studie aber nur die Wirkung auf erkrankte Gelenke untersucht wurde, gibt es keine Belege über eine Wirkung auf gesunden Knorpel.

Gelatine für die Haare

Gelatine gibt es im Handel als Pulver oder Kapseln. Diese Produkte werden als Nahrungsergänzung gegen Gelenkbeschwerden angeboten, zeigen scheinbar aber auch Wirkung auf die Haare.

Gelatineprodukte für das Haar enthalten meist zusätzlich Biotin, das auch als Vitamin H bezeichnet wird. Biotinmangel führt unter anderem zu Haarausfall. Allerdings ist ein solcher Mangel beim Menschen extrem selten, da der Körper den Stoff sparsam verwertet und Biotin von den Darmbakterien hergestellt wird. Ein gesunder Mensch deckt seinen Bedarf an Biotin in der Regel problemlos über seine Nahrung.

Gelatine kann auch äußerlich zum Einsatz kommen. Sie umhüllt das Haar, bindet Feuchtigkeit und verhindert das Austrocknen der Haare. In der Kosmetikindustrie wird das wasserlösliche Kollagen-Hydrolysat daher oftmals in Shampoos und Spülungen eingesetzt, da es die Kämmbarkeit nasser Haare verbessert. Laut "Women's Health" legt sich Gelatine wie ein Film um jedes einzelne Haar, das Haar wird dadurch nicht nur glatter, sondern auch dicker. Ihre Frisur bekommt mehr Volumen.

Haare mit Gelatine oder Agar-Agar pflegen

Sie können normale Shampoos, Spülungen oder Haarkuren mit Gelatine auch selbst anreichern. Diese bekommen Sie in Supermärkten meist bei den Backzutaten, in Reformhäusern oder Bio-Läden. Trink-Gelatine aus der Apotheke und Gelatine aus dem Backwarenregal sind identische Produkte. Bio-Produkte stammen von Tieren, die unter ökologischen Bedingungen gehalten wurden. Sie können zwischen Gelatine von Schweinen oder Rindern wählen. Chemisch gesehen gibt es keine Unterschiede zwischen den Produkten.

Dahingegen wird Agar-Agar, die sogenannte Japanische Gelatine, aus Algen gewonnen. Auch dieses rein pflanzliche Produkt hilft dabei Feuchtigkeit in Haut und Haaren zu binden.

So mischen Sie die Gelatine richtig an

Vor der Anwendung gilt es, das Pulver richtig vorzubereiten, denn es sollte nicht direkt in Produkte zur Haarpflege gegeben werden. Gelatine muss zunächst in kaltem Wasser quellen, Agar-Agar dagegen nicht. Lösen Sie dann die gequollene Gelatine oder Agar-Agar in etwas heißem Wasser auf. Mischen Sie die Flüssigkeit noch heiß mit dem Shampoo oder der Spülung. Ein Gramm Agar-Agar oder zwei Gramm Gelatine machen 100 Milliliter Wasser schnittfest. Damit die Haarkosmetik nicht zu fest wird, sollten Sie höchstens zwei Gramm Gelatine oder ein Gramm Agar-Agar auf 300 Milliliter Shampoo oder Spülung geben.

Wie Sie eine eigene Haarkur auf Gelatinebasis herstellen

Sie können sich auch eine spezielle Kur zur Laminierung der Haare anrühren. Lassen Sie dazu einen Esslöffel Gelatine mit fünf Esslöffeln Wasser oder Kräutertee quellen und schmelzen Sie nach einer Stunde die Mischung im Wasserbad. Geben Sie einen Esslöffel Haarspülung ohne Silikon zu und einen Esslöffel Pflanzenöl. Tragen Sie die Mischung noch warm im frisch gewaschenen feuchten Haar auf. Decken Sie Frischhaltefolie darüber und setzen Sie sich eine Mütze auf. Spülen Sie die Mischung nach einiger Zeit mit warmem Wasser aus.

Vorsicht: Die Mischung darf nicht auf dem Kopf abkühlen oder mit kaltem Wasser in Berührung kommen. Sie würde gelieren und ließe sich kaum noch ausspülen.

Entgegen des Mythos wächst Ihr Haar durch Gelatine nicht schneller. Es wird lediglich geglättet und geschmeidiger und bricht daher nicht so schnell ab. Auf Veränderungen sollten Sie bei regelmäßiger Anwendung aber erst nach einigen Wochen hoffen.

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