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Deutschlands schönste Winterwanderwege

srt, Sybille Boolakee

19.01.2017Lesedauer: 3 Min.
Pfronten: Hüttenwanderung zur Hündeleskopfhütte.
Pfronten: Hüttenwanderung zur Hündeleskopfhütte. (Quelle: G. Eisenschink/SRT-bilder)
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Jetzt ist die beste Zeit, das bequeme Sofa zu verlassen, feste Schuhe anzuziehen und zu einer zünftigen Winterwanderung aufzubrechen. Egal ob mit oder ohne Schnee, bei diesen sechs Touren gibt es viel Bewegung und am Ende lockt oft eine schöne Einkehr. Ein paar Eindrücke sehen Sie auch in unserer Foto-Show.

Oberbayern: Im Schatten der Zugspitze

Ein Wintermärchen mit Gipfelblick erwartet die Wanderer am Eibsee bei Garmisch. Der kristallklare See liegt direkt unterhalb der Zugspitze und gilt zu Recht als einer der schönsten Seen der bayerischen Alpen. In gut zwei Stunden ist auch im Winter der präparierte Rundweg leicht zu bewältigen. Nach jeder Biegung hat man eine neue schöne Sicht auf den grün schimmernden See mit seinen acht kleinen Inseln. Der Weg eignet sich für die ganze Familie - bei Schnee mit Schlitten, ansonsten mit dem Kinderwagen. Danach lockt eine gemütliche Rast in der Kaminbar im Hotel Eibsee.

Oberstdorf/Allgäu: Bergauf, bergab in aller Stille

Rund um Oberstdorf sind rund 140 Kilometer Winterwanderwege bestens präpariert. Der Weg in das entlegene Stillachtal verläuft in Nord-Süd-Richtung, daher ist dort auch im Winter mit viel Sonnenschein zu rechnen. Über verschneite Wiesen führt der Weg zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Der schiefe Turm von Oberstdorf kann ganzjährig mit Hilfe eines Sesselliftes und Schrägaufzuges bis zur Aussichtsplattform besichtigt werden, und bietet einen weiten Blick auf den Freibergsee und das Stillachtal. Weiter geht der Fußmarsch zum Hotel Birgsau. Für viele ist dort bereits ein lohnendes Ziel erreicht. Wer noch weiter möchte, für den ist der Anstieg durch die Bergwälder nach Einödsbach genau das richtige. Der einsame Weiler ist die südlichste bewohnte Siedlung Deutschlands. Bis nach Einödsbach benötigt man etwa drei Stunden, zurück kommt man bequem mit dem Stillachtalbus.

Schwarzwald: Seerunde mit Feldbergblick

Knirschender Schnee, klare, kalte Luft und ein in der Sonne glitzernder See sind der schönste Grund, den angefutterten Weihnachtsspeck wieder abzutrainieren. Im Hochschwarzwald lädt dazu eine etwa dreistündige Rundwanderung um den Schluchsee ein. Der Weg ist gut präpariert und ausgeschildert, und bietet gerade im Winter schöne Plätze zum Verweilen. Start und Ziel sind der Bahnhof Schluchsee. Unterwegs hat man beispielsweise vom "Bellevue-Pavillon", errichtet auf einem markanten Felsvorsprung, eine tolle Fernsicht auf den verschneiten Feldberg. Bei einer heißen "Schoki" im Café "Ambiente" stärkt man sich zwischendurch für die weitere Wanderung.

Harz: Mit dem Ranger auf Spurensuche

Eine Winterwanderung auf dem Harzer-Hexen-Stieg gilt als sportliche Herausforderung. Doch wer sich mit einem Nationalpark-Ranger auf Spurensuche begibt, ist nicht nur auf sicheren Wegen unterwegs, sondern erfährt auch alles über Reh, Hase und Eichhörnchen. Die geführten Touren dauern meist zwischen zwei bis drei Stunden und sind auch für Familien geeignet (nächster Termin "Tierspurensuche": 8. Februar). Wildromantisch ist auch eine geführte Tour durch das winterliche Ilsetal. Die zwei- bis dreistündige Wanderung entlang des Gebirgsflusses bieten die Ranger wieder am 7. Februar an. Im gemütlichen Café des Natur-Erlebniszentrums "Hohnehof" kann man sich dann wieder aufwärmen, während die Kinder sich auf dem Abenteuerspielplatz austoben.

Sauerland: Wandern im Winterparadies

Die Region rund um den Wintersportort Willingen ist ein Naturparadies für Groß und Klein. Mehr als 40 Kilometer präparierte Winterwanderwege führen durch verschneite Wälder und über die Hochheide. Entlang der vereisten Bäche kann man Waschbären entdecken - oder zumindest ihre Spuren. Ein umfangreiches Wanderprogramm wird beim Upländer Winterwandertag vom 19. bis zum 22. Januar angeboten. Neben leichten bis mittelschweren Touren gibt es auch eine Fackelwanderung, eine Pferdeschlittenfahrt sowie Schneeschuhwanderungen und Skilanglaufkurse. Spannung und Nervenkitzel erwartet die Besucher vom 27. bis zum 29. Januar beim FIS Skisprung-Weltcup auf der Mühlenkopfschanze.

Pfronten im Allgäu: Hüttentour mit Fernblick

Acht gut ausgeschilderte Winterwanderwege laden rund um Pfronten ein, das Allgäu zu erleben. Etwas Kondition sollte mitbringen, wer von Kappel zum Hündeleskopf aufsteigt. Fast 500 Höhenmeter sind zu überwinden. Als Belohnung warten das spektakuläre Panorama über das Alpenvorland bis zum Schloss Neuschwanstein. Ein kulinarisches Schmankerl bietet die Hündeleskopfhütte - die erste vegetarische Almhütte in den Alpen. Wer noch etwas weiter bergauf durch den stillen Wald und über verschneite Weiden marschiert, kommt zur urigen Kappeler Almhütte. Beide Hütten sind übrigens im Winter geöffnet, die Hündeleskopfhütte hat allerdings am Montag und Dienstag Ruhetag, die Kappeler Almhütte am Mittwoch und Donnerstag.

Weitere Informationen:

  • Eibsee bei Grainau: Tourist-Information Zugspitzdorf Grainau, 82491 Grainau, Tel. 08821/981850, www.grainau.de, www.eibsee.de.
  • Stillachtal bei Oberstdorf: Tourismus Oberstdorf, Prinzregenten-Platz 1, 87561 Oberstdorf, Tel. 08322/7000, www.oberstdorf.de.
  • Schluchseerunde im Schwarzwald: Schwarzwald Tourismus, Heinrich-von-Stephan-Straße 8b, 79100 Freiburg, Tel. 0761/896460, www.schwarzwald-tourismus.info
  • Mit dem Ranger auf dem Harzer-Hexen-Stieg: Nationalparkverwaltung Harz, Lindenallee 35, 38855 Wernigerode, Tel. 03943 5502-0, www.nationalpark-harz.de/de/veranstaltungen/
  • Winterwandern in Willingen: Tourist Information Willingen, Am Hagen 10, 34508 Willingen (Upland), Tel. 05632/9694353, www.willingen.de.
  • Hüttentour Pfronten: Pfronten Tourismus, Vilstalstraße 2, 87459 Pfronten, Tel. 08363/698-88, www.pfronten.de; Hündeleskopfhütte: Tel. 0160/90113431, www.huendeleskopfhuette.de; Kappeler Alp, Tel. 0170/2895626, www.kappeleralp.de.
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