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Von Positano bis Ravello: Italiens aufregendste Steilküste


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Italiens aufregendste Steilküste

srt, H.-W. Rodrian

04.03.2014Lesedauer: 4 Min.
Die Amalfiküste ist Italiens aufregendste Steilküste - hier das Städtchen Positano mit tollem Panorama
Die Amalfiküste ist Italiens aufregendste Steilküste - hier das Städtchen Positano mit tollem Panorama (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Kann diese Schönheit wirklich sein? Nur eine Autostunde von Neapel entfernt prickelt die Luft geradezu vom Duft der Zitronenbäume. Senkrecht fallen die Monti Lattari ab ins blaue Meer und bilden die spektakuläre Kulisse der Amalfiküste, seit hundert Jahren Refugium für Künstler und Lebenskünstler. Kein Wunder, dass die Italiener diese Felslandschaft Costiera Divina nennen - die göttliche Küste. Sehen Sie die schöne Region auch in unserer Foto-Show.

Reisebusse müssen draußen bleiben. Auch für Wohnwagengespanne senkt sich kurz hinter Sorrent der Schlagbaum. Wer die Küstenstraße unter die Räder seines eigenen oder eines Mietwagens nimmt, der merkt bald, warum. 50 Kilometer lang führt das 1857 eröffnete Asphaltband wie ein Ziegenpfad über Positano und Amalfi bis Vetri sul Mare.

Inbegriff des romantischen Italiens

Und jede Biegung bietet neue Sensationen. Klippen steigen wie scharfe Klingen aus dem tintenblauen Meer empor, winzige Strände tun sich plötzlich in der Tiefe auf, prachtvolle Villen kleben an den Felsstürzen. Kein Zweifel: So kühn, wie sie in die senkrechte Wand geschlagen wurde, ist die Amalfitana der Kurvenstar unter den europäischen Traumstraßen.
Hundert Kurven später taucht aus dem Nichts Positano auf: Tief unten leuchtet eine glänzende Kirchenkuppel mit gelben und grünen Kacheln zwischen Würfelhäusern, die sich an die steilen Felshänge krallen. Für den Künstler Paul Klee war dies "der einzige Ort auf der Welt, der in der Senkrechten gebaut ist".

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In Übersee gilt das malerische Küstennest, hineingezwängt in einen Felstrichter, als Inbegriff des romantischen Italiens. Entsprechend viele Amerikanerinnen flanieren durch die engen Gassen vor den Modeateliers, die seit den 1960er-Jahren wehende Kleider, geblümte Schlaghosen und zartlila Blusen in eigenen Künstlerwerkstätten schneidern.

Das Auto bleibt oben an der Küstenstraße, zum schwarzen Kiesstrand und den bunten Booten geht es über tausend Treppenstufen. Glyzinien und Bougainvillea bilden ein blühendes Dach über der Gasse, selbst Strelitzien wuchern am Weg wie bei uns der Löwenzahn. Vor ausrollenden Wellen an einem wackligen Freilufttisch vor dem Hafenlokal "Chez Black" frischen Fisch zu genießen ist kein ganz billiges, aber ein bleibendes Vergnügen. Zum Dessert serviert Lokalgröße Black, dessen rabenschwarzer Bart längst ergraut ist, traditionell "Melanzane al Cioccolato" - süße Auberginen mit Zitronat und Pinienkernen.

Mit dem Boot in die Smaragdgrotte

Weiter geht es auf der Amalfitana, vorbei an Villen, die nur ihre Dachterrasse mit Marmorstatuen und Ferrariparkplatz zeigen. Schließlich die Grotta Smeralda: Am Ende der Zypressen gerahmten Parkbucht führt ein himmelblau gestrichenes Geländer hinunter ans Meer. Natürlich ist die Smaragdgrotte nicht vergleichbar mit ihrem Vorbild, Capris Blauer Grotte, doch dafür ist der Bootsführer ungleich charmanter!

Ein Schild weist links nach "Furore"; wir folgen ihm ahnungslos. Über drei Dutzend Haarnadelkurven windet sich die Straße zum Hochplateau von Agerola, scheint zwischendurch die Schwerkraft zu überwinden. Oben dann die Überraschung: Da bimmeln Kuhglocken auf Almen wie in der Schweiz. Agerola gilt als Heimat des Fior di Latte, des Bergmozzarella, der im Gegensatz zum Büffelmilchkäse um Neapel aus Kuhmilch gemacht wird. Was für ein Genuss mit frischen Tomaten - und kein Vergleich zu abgepackter Supermarktware! Jedes zweite Bauernhaus verkauft direkt.

Amalfi und Ravello

Amalfi! Kann ein Ortsname italienischer klingen? Wir sind wieder auf der Küstenstraße und steuern die Stadt an, die der Küste den Namen gab: Vor tausend Jahren mächtige Seerepublik, stand sie auf einer Stufe mit Venedig. Heute ist der Ort, in dem der Kompass erfunden wurde, ein 5000-Seelen-Nest mit zwei schmalen Stränden, gerahmt von zwei Klöstern, die in Nostalgiehotels umgewidmet wurden. Die breite Treppe von der Piazza hinauf zur Kathedrale wirkt fast schon rührend überdimensioniert. Auf ihren Stufen sitzen Pärchen mit Frühlingsgefühlen, oben lockt ein arabisch anmutender Kreuzgang mit weißen Kreuzrippen und grünen Palmwedeln. Glücklich, wer anschließend einen Platz bei "Da Gemma" reserviert hat, der besten Trattoria des Orts, und seine Fischsuppe auf der Terrasse im ersten Stock über der Piazza genießen darf.

Das war die passende Ouvertüre für den Höhepunkt der Fahrt - Ravello! Kurz hinter Amalfi führt der Weg himmelwärts und endet 350 Meter höher über dem tiefblauen Meer in der Stille mittelalterlicher Gärten. Schier beklemmend schön ist die Aussicht über den Golf von Salerno, unausweichlich die Erinnerung an Richard Wagner. Der komponierte im Jahr 1880 in der Villa Rufolo "Klingsors Garten" für den Parzifal; seit über 60 Jahren wird der Originalgarten jeden Sommer zur Opernbühne.

Natürlich spaziert jeder Besucher auch hinüber zur Villa Cimbrone, einem sympathisch verrückten Stilmix aus Ritterburg und Liebesnest. Greta Garbo und der Dirigent Leopold Stokowsky verlebten dort "Stunden heimlichen Glücks", wie eine Gedenktafel verkündet. Wir stellen uns vor, wie die Göttliche durch den Zaubergarten zur Terrazza dell' Infinito schritt, der Terrasse der Unendlichkeit, und zwischen antiken Statuen das unglaubliche Blau des Horizonts genoss. Kein Wunder, dass Boccaccio dort einst den irdischen Garten der Lüste ansiedelte - hier an der Costiera Divina, der göttlichen Küste.

Weitere Informationen:

AAST Amalfi, Via delle Repubbliche Marinare, Tel. 0039/089/871107, info@amalfitouristoffice.it;

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, Barckhausstr. 10, 60325 Frankfurt, Tel. 069/237434, frankfurt@enit.it, www.enit.it.

Tipp: Für Wanderer die Krönung ist der berühmte Sentiero degli Dei, der Götterpfad. Er beginnt in Bomerano bei Agerola auf der Piazza Capasso. In drei Stunden geht man durch die Orte Nocelle und Montepertuso und landet am Ende - nach 1700 Treppenstufen - wieder in Positano.

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