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Dengue-Fieber: Was Reisende jetzt wissen sollten


Dengue-Fieber: Was Reisende jetzt wissen sollten

Von dpa
Aktualisiert am 08.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Denguemücke oder auch Ägyptische Tigermücke genannt: Sie überträgt das Dengue-Fieber.Vergrößern des BildesÄgyptische Tigermücke oder auch Dengue-Mücke genannt: Sie überträgt das Dengue-Fieber. (Quelle: IMAGO / blickwinkel)
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Das Dengue-Fieber breitet sich aktuell in Brasilien aus. Wie eine Erkrankung mit dem Virus verläuft und wie Reisende sich davor schützen können.

Brasilien erlebt derzeit einen schweren Ausbruch des Dengue-Fiebers. In den ersten vier Wochen des Jahres seien in dem südamerikanischen Land über 200.000 wahrscheinliche Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Das waren mehr als dreimal so viele Fälle wie im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Zudem zählten die Gesundheitsbehörden 15 bestätigte Todesfälle, 149 weitere werden noch untersucht.

Auslöser für den starken Anstieg dürften die heftigen Regenfälle und die hohen Temperaturen der vergangenen Monate sein. Unter diesen Bedingungen kann sich die Dengue-Mücke (Aedes aegypti) besonders gut entwickeln, die die Dengue-Viren überträgt. Im Februar soll in Brasilien eine Impfkampagne mit einem neuen Vakzin gegen das Dengue-Fieber beginnen.

Auch in Europa verbreitet

Das Dengue-Fieber – wegen der Schmerzen manchmal auch "Knochenbrecherkrankheit" genannt – ist in den Tropen und Subtropen weit verbreitet. Häufig sind die Verläufe aber mild und nicht jeder Infizierte erkrankt.

Mückenarten, die das Dengue-Fieber übertragen, begegnen Reisende vor allem in tropischen Regionen in Asien, Südamerika und Afrika. Doch auch in Europa können Mücken Menschen damit infizieren. Pro Jahr werden in Deutschland mehrere 100 bis über 1.000 eingeschleppte Dengue-Infektionen erfasst.

Infektion weist oft keine Symptome auf

Bei welchen Symptomen sollten Reisende und Reiserückkehrer an Dengue denken? Vorab: Nur rund jede vierte Infektion geht mit Krankheitssymptomen einher, heißt es vom Centrum für Reisemedizin (CRM). Wenn sie es tut, dann beginnt die Erkrankung oft mit plötzlichem, hohem Fieber.

Weitere Anzeichen: Gliederschmerzen und Kopfschmerzen, die gefühlt hinter den Augen sitzen. Außerdem kann es zu flächigen Hautausschlägen kommen, die wie ein Sonnenbrand aussehen. Laut Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM, hört das Fieber nach vier bis fünf Tagen von alleine wieder auf. Hält es an oder verläuft in Schüben, spreche das gegen Dengue.

Das gilt auch, wenn sich erst mehr als zwei Wochen nach der Reiserückkehr Symptome zeigen. Denn: Die Inkubationszeit liegt meist bei vier bis sieben Tagen. Nur in Einzelfällen kann sie länger sein.

Schwere Verläufe möglich

Laut Angaben des CRM kommt es bei einem Prozent der Betroffenen zu schweren Verläufen. Die Ursache dafür liegt häufig in den feinen Blutgefäßen. Durch eine Infektion werden diese durchlässig, sodass Flüssigkeit aus dem Gewebe ins Blut eintreten kann. Warnsignale dafür sind Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, Luftnot oder Blutungen der Schleimhäute, zum Beispiel des Zahnfleisches.

Gerade um den fünften Krankheitstag herum sollte man darauf achten, ob sich diese Beschwerden zeigen, rät das CRM. Bleiben schwere Verläufe unbehandelt, können sie tödlich enden.

Gut zu wissen

Bei der ersten Dengue-Infektion sind schwere Verläufe selten. Diese treten oft erst bei einer wiederholten Ansteckung auf.

Reisende können sich impfen lassen

Wer in ein Gebiet reist, in dem Dengue übertragen wird, braucht guten Mückenschutz. Vor Stichen können sich Reisende mithilfe von Repellent schützen, die auf die Haut aufgetragen werden und Mücken fernhalten. Auch lange Kleidung hat eine schützende Funktion.

Es gibt zwei Impfstoffe gegen das Dengue-Fieber – darunter einer, der für Reisende infrage kommt. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat das Vakzin Qdenga Ende 2022 zugelassen. Eine Impfung schützt Erwachsene und Kinder ab vier Jahren. Derzeit prüft die Ständige Impfkommission Stiko eine mögliche Impfempfehlung für Reisende in Dengue-Gebiete.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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