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Cowboys: Rodeo-Cowboys in Nordamerika

Die härtesten Cowboys Nordamerikas

10.07.2013, 16:44 Uhr | Markus Stefan Roman, wanted.de

Cowboys: Rodeo-Cowboys in Nordamerika. Die härtesten Cowboys Nordamerikas.  (Quelle: Markus Stefan Roman)

Die härtesten Cowboys Nordamerikas. (Quelle: Markus Stefan Roman)

"Komme Hölle oder Hochwasser" - In Calgary messen sich die härtesten Cowboys Nordamerikas. Beinahe wäre die selbsternannte "Greatest Show on Earth" im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Doch der Startschuss für die "Calgary Stampede" fiel, und in der kanadischen Stadt messen sich vom 5. bis zum 14. Juli die härtesten Cowboys Nordamerikas auf Pferde- und Bullenrücken.

Foto-Serie mit 14 Bildern

Wie es sich anfühlt, sich auf dem nackten Rücken eines unwilligen Pferdes zu halten, weiß Jim Dunn nur zu gut. Der heute 57-Jährige war 24 Jahre lang professioneller Rodeo-Cowboy, zum ersten Mal hielt er sich mit 15 Jahren auf dem Pferd.

Alter Rodeo-Hase urteilt über junge Cowboys

Er gewann unter anderem zwei Mal die Calgary Stampede in der Kategorie "Bareback" (Reiten ohne Sattel) und war "Cowboy of the Year". Heute bewertet er als Preisrichter die jungen Athleten, wenn er sich nicht gerade um seine Farm samt 350 Kühen kümmert. Auf die Frage, was einen Mann dazu bewegt Cowboy zu werden, hat Dunn eine klare Antwort: "Die Herausforderung". Die Belastungen, denen ein professioneller Cowboy ausgesetzt ist, seien mit denen anderer Athleten – etwa Turnern - zu vergleichen, sagt Dunn.

Der Weg zum Rodeo-Cowboy

Auch Verletzungen kämen vor. "Ich habe allerdings in meiner Karriere Glück gehabt", sagt Dunn. "Ein paar gebrochene Rippen, ein Bulle brach mir mal den Kiefer – also nichts Ernstes." Dunn selbst hatte nach eigener Einschätzung seine beste Zeit zwischen 1977 und 1989. Am liebsten erinnert er sich jedoch an einen persönlichen Höhepunkt: Als er an einem Tag erst ein prestigeträchtiges Rodeo gewann und am gleichen Abend die Geburt seiner Tochter miterleben konnte.

Preisgelder im sechsstelligen Bereich

Um in die Top-Riege der Rodeo-Cowboys vorzustoßen, müsse man sich der Sache zu 100 Prozent verschreiben, perfekt vorbereitet sein und üben, üben, üben. Gehört man allerdings einmal zur Spitze, zahlt sich das aus. Vom Dasein als Rodeo-Cowboy kann man in Nordamerika durchaus leben:

Allein das Preisgeld der Calgary Stampede beträgt pro Kategorie 100.000 kanadische Dollar (etwa 75.000 Euro), dazu kommen Töpfe für die Tagesplatzierungen. Insgesamt gibt es laut Veranstalter während der Calgary Stampede 1,54 Millionen kanadische Dollar zu gewinnen.

Planwagenrennen auf der Höllenmeile Der 31-jährige Logan Gorst ist einer der Protagonisten bei einem weiteren Event der "Calgary Stampede" neben den täglichen Rodeos. Bei den allabendlichen sogenannten Chuckwagon Races treten pro Rennen vier Planwagenteams auf der "Half mile of Hell" (dt. "halbe Meile aus der Hölle") genannten Strecke an. Neben dem Fahrer, der ein Gespann aus vier Pferden lenkt, gehören zu jedem Wagen zwei sogenannte Outrider, die die Wagen verfolgen und in einem bestimmten Abstand hinter ihrem Fahrer ins Ziel kommen müssen. Rennfahrer bis ins Rentenalter Wie viele andere Chuckwagon-Fahrer fährt Gorst die Rennen als teures Hobby, in der rennfreien Zeit arbeitet er als Elektriker für eine Ölfirma. Gorst kommt aus einer Renn-Familie: Sein Vater Gary fährt immer noch Chuckwagon-Rennen, sein Bruder Dustin ist als Outrider erfolgreich – wie Logan selbst, bevor er vom Pferderücken auf den Kutschbock wechselte. Als Fahrer hat er die richtig großen Events noch nicht gewonnen, sagt er. Doch er hat noch Zeit: Im Gegensatz zu den Rodeo-Cowboys mischen bei den Chuckwagon Races einige Fahrer bis 65 auf höchstem Niveau mit. Stampede-Gelände vor Start komplett überflutet

Noch zwei Wochen vor dem Start der Stampede im kanadischen Calgary stand das gesamte Gelände eines der größten Outdoor-Rodeos der Welt unter Wasser, Start ungewiss. Doch mit vereinten Kräften und Improvisationsgeschick konnten die Veranstalter das Event in kürzester Zeit aufziehen.

Und sie fanden gleich den passenden Slogan: Mit den Worten "Come Hell or High Water" (dt.:  "Komme Hölle oder Hochwasser") trotzen Teilnehmer und Organisatoren der Zerstörung. Die Spuren der Katastrophe sind auf dem Gelände mit Rodeo-Arena und Rummelplatz nach umfangreichen Aufräumarbeiten eher indirekt zu sehen: Vielerorts werden freiwillige Fluthelfer geehrt oder Spenden für Flutopfer gesammelt.

Weitere Informationen:
Die Calgary Stampede gilt als eines der größten Outdoor-Rodeos der Welt und findet vom 5. bis 14. Juli in Calgary in der kanadischen Provinz Alberta statt. www.calgarystampede.com
Informationen zu Stadt und Region unter www.travelalberta.com

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