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Sommerurlaub in Gefahr: Wie groß ist das Corona-Infektionsrisiko im Flieger?


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Wie groß ist das Corona-Infektionsrisiko im Flieger?

Von t-online, sms

Aktualisiert am 24.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Animation zeigt: Im Flugzeug besteht ein höheres Virus-Risiko als bisher angenommen. (Quelle: t-online)
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Viele Menschen auf engem Raum, eingepfercht über Stunden: Im Flugzeug lauern mehr Keime als in einem normalen Haushalt. Wo ist die Infektionsgefahr am höchsten?

Das Wichtigste im Überblick


  • Wie groß ist das Corona-Infektionsrisiko im Flugzeug?
  • Wo ist das Infektionsrisiko im Flugzeug am höchsten?
  • Wie können Sie sich auf Flügen vor Krankheiten schützen?

Wer dachte, die Flugzeugtoilette sei der größte Keimträger, irrt: Studien zeigen, dass ganz andere Orte im Flugzeug einen deutlich besseren Nährboden für Keime bieten. Und das ist nicht nur in der Corona-Pandemie wichtig für Fluggäste. Auch andere Krankheiten können so leicht übertragen werden.

Wie groß ist das Corona-Infektionsrisiko im Flugzeug?

Forscher haben bereits 2021 in einer Studie untersucht, wie viele Ansteckungen mit dem Coronavirus auf Flugreisen stattfinden. Dazu haben sie 4.492 Personen auf Flügen in Richtung Peking/China analysiert. Insgesamt gab es 161 bestätigte Infizierte an Bord, allerdings sollen sich nur zwei Personen im Flugzeug angesteckt haben. Dank Mund-Nasen-Schutz und Luftfilter sei die Ansteckungsgefahr unter einer Promille, erklären die Wissenschaftler.

In einem mathematischen Modell haben die Forscher dazu berechnet, dass insgesamt etwa 375 "infektiöse Einheiten pro Stunde" in den Fliegern vorlagen. Durch Luftfilter und Masken gab es allerdings effektiv nur vier infektiöse Einheiten pro Stunde. Damit soll das Risiko pro Person, sich im Laufe eines 13-stündigen Fluges mit dem Coronavirus anzustecken, bei nur 0,56 Promille liegen, sofern sich eine infizierte Person an Bord befindet.

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Bei dieser Studie ist allerdings zu beachten, dass mittlerweile deutlich ansteckendere Corona-Varianten kursieren, bei denen eine Ansteckung viel wahrscheinlicher ist, als in dem Modell.

Wo ist das Infektionsrisiko im Flugzeug am höchsten?

Unabhängig vom Coronavirus gibt es überall Orte, an denen sich Keime, Bakterien und Viren besonders gut halten und sammeln. Auch im Flugzeug finden sich diese Orte natürlich. So rät ein Flugbegleiter auf der Internetplattform "Tiktok" davon ab, den Knopf zum Spülen der Flugzeugtoilette direkt zu berühren. "Es ist ziemlich unhygienisch", zitiert ihn der "Stern". Zusätzlich warnt der Steward davor, beim Schlafen den Kopf an die Fensterscheibe des Fliegers zu legen. "Du bist nicht der Einzige, der das tut, und du weißt nicht, wie viele Leute oder Kinder ihre Hände oder andere Dinge an der Scheibe abgewischt haben."

Von Shorts, kurzen Röcken oder Kleidern rät er ebenfalls ab, da sich am Stoff des Sitzes Bakterien und Keime des Vorgängers befinden könnten. Grundsätzlich sollten ihm zufolge alle Flächen im Flugzeug gemieden werden.

Und bereits einige Zeit vor der Corona-Krise – 2017 und 2018 – wurde untersucht, wo die meisten Keime lauern. In einer Untersuchung der Flugsuchmaschine "Swoodoo" sowie einer Studie des Unternehmens "Marketplace" wurde festgestellt, dass neben der Toilettenspülung vor allem folgende Orte besonders verkeimt sind:

  • Klapptische
  • Türklinken
  • Gurte
  • Kopfstütze
  • Sitztasche
  • Griff der Toilettentür

Wie können Sie sich auf Flügen vor Krankheiten schützen?

Grundsätzlich helfen natürlich auch im Flieger FFP2-Masken, um keine infizierten Aerosole einzuatmen. Zusätzlich gelten die übrigen Hygieneregeln: In die Armbeuge husten und niesen, nichts unnötig mit den Händen berühren und regelmäßig oder mindestens nach dem Flug gründlich die Hände waschen.

Nachdem nun die besonders infektiösen Orte im Flieger bekannt sind, sollten Sie diese vor dem Start gründlich mit Desinfektionstüchern reinigen, um zumindest einen Großteil der Keime, Bakterien und Viren abzutöten.

Zudem sollten Sie bereits vor dem Flug versuchen, alles möglichst kontaktfrei zu organisieren. Sie können den Flug online buchen, online einchecken, den Boardingpass aufs Smartphone laden und das Gepäck an speziellen Schaltern sogar selbst aufgeben.

Zusätzlich können Sie darauf achten, nicht zu stark frequentierte Strecken und Zeiten zu buchen, sodass der Flieger von vornherein nicht zu voll ist. Und: Einige Airlines bieten die Möglichkeit, den Nachbarsitz mitzubuchen. Wer bereit ist, die höheren Kosten zu tragen, hat dann nicht nur mehr Platz, sondern auch ein geringeres Risiko, sich direkt beim Sitznachbarn anzustecken.

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Verwendete Quellen
  • Deutsches Gesundheitsportal: "Wie groß ist das Corona-Risiko im Flugzeug?", 27. September 2021.
  • Stern: "Tipps eines Flugbegleiters: Keine Shorts tragen – und bloß nicht am Fenster einschlafen", 20. September 2021.
  • Tiktok-Account "tommycimato"
  • Welt: "So fliegen Sie trotz Corona möglichst sicher", 16. Juli 2021.
  • Reisereporter: "Ekel-Alarm! Das ist der dreckigste Ort im Flugzeug", 16. November 2018.
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