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Viel mehr Unfälle durch E-Autos als durch Verbrenner


Viel mehr Unfälle durch E-Autos als durch Verbrenner


Aktualisiert am 30.08.2022Lesedauer: 2 Min.
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Unfall mit Elektroauto: Das hohe Drehmoment macht starke Stromer für manche Fahrer kaum beherrschbar.Vergrößern des Bildes
Unfall mit Elektroauto: Das hohe Drehmoment macht starke Stromer für manche Fahrer kaum beherrschbar. (Quelle: MICHAEL BUHOLZER)

Elektroautos verursachen mehr Unfälle als Benziner und Diesel. Aber nicht das Auto ist schuld, sondern sein Fahrer. Warum, das ergibt eine Analyse des Versicherers AXA.

Ruckartige Beschleunigung und Leistung im Überfluss: So mancher Autofahrer ist damit überfordert. Deshalb kommt es zu besonders vielen Unfällen mit Elektroautos. Die Daten des Versicherers AXA besagen: Stromer-Fahrer verursachen 50 Prozent mehr Kollisionen mit Schäden am eigenen Auto als Besitzer eines Autos mit Verbrennermotor.

Gewaltiges Drehmoment wird zum Problem

"Die meisten Elektroautos, insbesondere die leistungsstarken, haben ein sehr hohes Drehmoment, das sich beim Antippen des Strompedals unmittelbar bemerkbar macht. Es kann daher zu einer ungewollten, ruckartigen Beschleunigung kommen, die der Fahrer oder die Fahrerin nicht mehr kontrollieren kann", sagt Michael Pfäffli, Leiter der AXA-Unfallforschung.

Das Ergebnis sind nicht nur mehr Unfälle – sondern auch andere: "Die größten Unfallrisiken bei E-Autos entstehen nämlich nicht beim Verringern der Geschwindigkeit, sondern beim Beschleunigen." Beteiligt sind vor allem große Autos mit starken Motoren, die natürlich viel mehr Geld kosten als kleinere und schwächere Modelle. Entsprechend teuer sind die Unfallschäden.

Tests decken Schwachstelle auf

Crashtests des Versicherers decken einen weiteren Schwachpunkt am E-Auto auf: den Unterboden. Er könne leicht Schaden nehmen, wenn das Auto beispielsweise versehentlich über ein Hindernis fährt. Und über dem Unterboden ist die Batterie verbaut. Sie werde zwar von speziellen Versteifungen der Karosserie sehr gut geschützt – allerdings nur vorne, hinten und an den Seiten. Nicht aber unten.

"Der Unterboden scheint die Achillesferse von Elektroautos zu sein, weil die Batterie dort nicht zusätzlich geschützt ist. Dessen sollten sich Autofahrer und Autofahrerinnen bewusst sein", sagt AXA-Experte Pfäffli.

Die Hersteller sollten handeln und ihre Autos beispielsweise mit Platten am Unterboden besser schützen, fordert der Versicherer. Denn: "Wenn Schäden an der Batterie entstehen, kann es schnell zu immensen Bränden kommen", sagt AXA-Vorstand Nils Reich.

Allerdings: Die Angst vor einem Stromer-Brand ist viel größer als das Risiko selbst. Nur fünf von 10.000 Autos gehen in Flammen auf. Also 0,05 Prozent. Die Gefahr eines Marderbisses beispielsweise ist 38 Mal höher.

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