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Unwetter und Starkregen: Im Auto abwarten? So verhalten Sie sich richtig


Richtiges Verhalten
Starkregen: Sollte ich im Auto bleiben und abwarten?

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 29.02.2024Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

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Fahrzeug unter Wasser: Ab einem gewissen Wasserstand besteht Lebensgefahr.Vergrößern des Bildes
Fahrzeug unter Wasser: Ab einem gewissen Wasserstand besteht Lebensgefahr. (Quelle: imago stock&people)

Starkregen kommt meist überraschend. Das ist vor allem für Autofahrer eine Gefahr. Wie verhalten Sie sich richtig?

Autos schützen bei Gewitter vor Blitzen – das ist den meisten bekannt. Aber wie sieht die Situation bei Starkregen aus? Sind Sie auch in dieser Situation hier sicherer als außerhalb des Wagens? Und wie verhalten sich Autofahrer richtig, wenn sie vom Starkregen überrascht werden: Sollten sie im Auto sitzen bleiben und das Ende des Starkregens abwarten?

Starkregen: So verhalten Sie sich im Straßenverkehr jetzt am besten

Wenn Sie während der Autofahrt von Starkregen überrascht werden, sollten Sie sich laut Experten wie folgt verhalten:

  • Reduzieren Sie Ihre Fahrgeschwindigkeit. Je nach vorherigem Tempo auf 50 oder 20 km/h. Wichtig: Verringern Sie die Geschwindigkeit nicht abrupt, andernfalls können die nachfolgenden Fahrer nicht rechtzeitig reagieren und ebenfalls abbremsen.
  • Schalten Sie die Fahrzeugbeleuchtung ein, damit Sie andere Verkehrsteilnehmer besser sehen.
  • Nimmt der Starkregen Ihnen die Sicht, verlassen Sie die Autobahn. Fahren Sie auf eine Raststätte oder an einen Ort, der höher gelegen ist als die Autobahn. Dasselbe gilt für andere Verkehrsstraßen.
  • Halten Sie nicht in Unterführungen. Dort kann sich das Regenwasser sammeln.
  • Blockieren Sie nicht den Seitenstreifen. Sie könnten Rettungsfahrzeuge behindern.

Hoher Wasserstand durch Starkregen: Auto verlassen oder abwarten?

"Konventionelle Pkw (auch die meisten SUV) sind nur für eine maximale [Wasser-]Tiefe von rund 20 bis 25 Zentimetern bei langsamer Geschwindigkeit ausgelegt", erklärt der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC). Steht das Wasser höher auf der Straße, kann es also gefährlich werden. Und zwar nicht nur, wenn Sie fahren. Das Ausharren im Wagen birgt ebenfalls Risiken:

  • Das Wasser reicht bis zu den Radmuttern
    Sie brauchen das Fahrzeug nicht zu verlassen. Bei Bedarf können Sie vorsichtig weiterfahren. Beachten Sie dabei, dass nun vermehrt das Risiko von Aquaplaning besteht. Zudem können viele Autofahrer nicht einschätzen, wie tief eine Pfütze ist und unterschätzen die Gefahren, wenn sie durch diese hindurchfahren. Es ist somit höchste Aufmerksamkeit geboten. (Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel hier.)
  • Das Wasser reicht höchstens bis zur Tür beziehungsweise zur Unterkante der Stoßfänger
    Laut ADAC ist es nicht auszuschließen, dass ab dieser Wasserhöhe das Auto liegen bleibt. Da zudem die Gefahr besteht, dass es von den Wassermassen mitgerissen wird, sollte das Fahrzeug verlassen werden.
  • Das Wasser reicht bis zum Türschweller
    Verlassen Sie umgehend das Auto. Es besteht eine erhöhte Gefahr, dass das Fahrzeug von den Wassermassen mitgerissen wird. Es kann aber auch volllaufen.
    Da das Öffnen der Tür meist nicht mehr möglich ist, müssen Sie Ihr Auto über das Fenster verlassen.
  • Das Wasser reicht über das Fenster
    Es besteht Lebensgefahr.

Hoher Wasserstand nach Starkregen: Ab wann drohen Schäden am Fahrzeug?

Wenn Wasser in das Fahrzeug dringt, kann es zu schweren Schäden an allen Fahrzeugbauteilen kommen. Autofahrer sollten daher nach dem Unwetter ihren Wagen vom Abschleppdienst in eine Werkstatt bringen und es dort von einem Techniker überprüfen lassen.

  • Das Wasser reicht bis zu den Radmuttern
    Es sind keine Schäden am Fahrzeug zu befürchten.
  • Das Wasser reicht höchstens bis zur Tür beziehungsweise zur Unterkante der Stoßfänger
    Schäden am Fahrzeug seien nicht auszuschließen, erklärt der ADAC. Denn in ungünstigen Fällen kann der Motor Wasser ziehen. Sie sollten daher das Fahrzeug an die Seite fahren (parken) und es ausschalten. Nach dem Unwetter sollten Sie alle Funktionsbauteile im Bodenbereich von einem Techniker überprüfen lassen, rät der Automobilclub.
  • Das Wasser reicht über den Türschweller oder in den Innenraum
    Schäden am und im Fahrzeug sind sehr wahrscheinlich. Der ADAC empfiehlt in diesem Fall, nach dem Unwetter alle Funktionsbauteile des Fahrzeugs, die mit Wasser in Kontakt gekommen sind, überprüfen zu lassen. Zudem sollte aus Sicherheitsgründen der Gurtstraffer beziehungsweise die Gurtaufrollautomatik ausgetauscht werden.
    Lassen Sie Ihr Fahrzeug gründlich reinigen, um Schimmel zu vermeiden. (Mehr dazu in diesem Artikel.)
  • Das Wasser reicht über die Scheibenunterkante oder ist bereits ins Auto gedrungen
    Wahrscheinlich sind durch einen derart hohen Wasserstand um und im Fahrzeug alle elektrischen und elektronischen Bauteile beschädigt, so der ADAC. Ein wirtschaftlicher Totalschaden liegt vor.

E-Fahrzeug: Welche Besonderheiten sind zu beachten?

Die oben genannten Schäden am Fahrzeug treffen auch auf Elektrofahrzeuge zu. Es gibt laut ADAC jedoch eine Besonderheit: Kam es zu einem längeren Untertauchen oder einem Aufschwimmen des Fahrzeugs, ist der Zustand der Elektronik – insbesondere der Hochvoltbatterie – undefinierbar. Es sei daher ein Sicherheitsabstand von etwa einem Meter einzuhalten, rät der Automobilclub.

Verwendete Quellen
  • sueddeutsche.de "Wann man nicht mehr fahren sollte"
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