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Eisschilde

  • Tim Blumenstein
Von Tim Blumenstein

Aktualisiert am 12.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Luftaufnahme des Inlandeises in Gr├Ânland: Schon ab einer globalen Erw├Ąrmung von 2 Grad k├Ânnte die gesamte Eismasse Gr├Ânlands schmelzen.
Luftaufnahme des Inlandeises in Gr├Ânland: Schon ab einer globalen Erw├Ąrmung von 2 Grad k├Ânnte die gesamte Eismasse Gr├Ânlands schmelzen. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Die Eisschilde in Gr├Ânland und in der Antarktis schmelzen. Die Erderw├Ąrmung beschleunigt diesen Prozess. Das hat Auswirkungen auf den Meeresspiegel und das weltweite Klima.

Auf der Erde gibt es zwei kontinentale Eisschilde: in Gr├Ânland und in der Antarktis. Zusammen speichern sie weit mehr als 90 Prozent des globalen S├╝├čwassers. Im Gegensatz zu Berggletschern wie beispielsweise in den Alpen sind Eisschilde viel gr├Â├čer. Sie haben eine Fl├Ąche von mindestens 50.000 Quadratkilometern ÔÇô das ist in etwa die Fl├Ąche Niedersachsens ÔÇô und bedecken die unter ihnen liegende Landmasse vollst├Ąndig. Derzeit sind die Eisschilde zwischen 3 und 4 Kilometern dick. Doch sie werden j├Ąhrlich d├╝nner.

Dass Gletscher schmelzen, ist nicht ungew├Âhnlich. In den Sommermonaten schmilzt das Eis regelm├Ą├čig. Auch an den R├Ąndern der Eisschilde brechen immer wieder gro├če Teile ins Meer ab. Gleichzeitig wachsen die Eisschilde, denn sie bekommen durch Schneef├Ąlle st├Ąndig Nachschub. Diese beiden parallel ablaufenden Prozesse sind normalerweise im Gleichgewicht. Doch durch die Erw├Ąrmung des Klimas dehnt sich die Schmelzzone immer weiter aus ÔÇô das hei├čt, es schmilzt mehr als durch Schneefall nachkommt. Mit Hilfe von Satelliten messen Forscher daher die Ver├Ąnderung des Eises. Sie haben herausgefunden: J├Ąhrlich verlieren die Eisschilde knapp 300 Milliarden Tonnen ÔÇô das ist in etwa die f├╝nffache Masse des Mount Everest.

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Gr├Ânlandeis schmilzt immer schneller

Schmilzt das Eis in dieser Geschwindigkeit weiter, k├Ânnte das dramatische Auswirkungen auf das Weltklima haben. Wissenschaftler haben errechnet, dass schon bei einer Erderw├Ąrmung von 2 Grad ein kritischer Punkt ├╝berschritten sein und das gesamte Eis abschmelzen k├Ânnte. Bislang war das Gr├Ânlandeis so stabil, weil aufgrund seiner Dicke gro├če Teile in tausenden Metern H├Âhe lagen. Durch das Abschmelzen wird der Eispanzer aber d├╝nner. Immer gr├Â├čere Teile liegen in niedrigeren und damit milderen Luftschichten, was das Abschmelzen beschleunigt.

Anders als in Gr├Ânland schmelzen die antarktischen Eisschilde nicht an Land, sondern erst dann, wenn sie mit w├Ąrmeren Meerwasser in Kontakt kommen. Gro├če Eisbrocken brechen an Land ab, schwimmen als sogenannte Eisschelfe im Meer und schmelzen schlie├člich. Wegen gro├čer Schneefallmengen ging man lange davon aus, das antarktische Eis w├╝rde nicht schmelzen, sondern sogar wachsen. Satellitenbilde offenbarten jedoch, dass auch die Eisschilde in der Antarktis schrumpfen. Wie schnell das Eis in Gr├Ânland und der Antarktis genau schmilzt, ist in der Wissenschaft umstritten.

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Schmelzwasser destabilisiert Meeresstr├Âmungen

Diese Frage ist wichtig, denn: Schmilzt das Eis, steigt der Meeresspiegel. W├╝rden beide Eismassen komplett abschmelzen, h├Ątte das einen Meeresspiegelanstieg von fast 70 Metern zur Folge. Aber auch ein deutlich geringerer Anstieg h├Ątte globale Folgen. Zudem ver├Ąndert das Schmelzwasser die Stabilit├Ąt von Meeresstr├Âmungen. Wie eine gro├če Pumpe transportieren diese zum Beispiel warmes Oberfl├Ąchenwasser aus der Karibik nach Europa und beeinflussen damit das ├Ârtliche Klima. Noch k├Ânnen die Forscher nicht genau sagen, wie schnell das Eis schmilzt. Fest steht aber: Je st├Ąrker die Erderw├Ąrmung, desto schneller zerfallen die Eismassen.

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