Sie sind hier: Home > Nachhaltigkeit > Konsum >

Greentech Festival: Fünf Innovationen für eine nachhaltigere Zukunft


Klima und Umwelt  

Fünf Innovationen für eine nachhaltigere Zukunft

Von Juliane Wellisch

17.09.2020, 19:03 Uhr
Greentech Festival: Fünf Innovationen für eine nachhaltigere Zukunft. Volocopter (Modell auf dem Greentech Festival): Schon in wenigen Jahren soll das elektrisch betriebene Flugtaxi eingesetzt werden. (Quelle: Juliane Wellisch)

Volocopter (Modell auf dem Greentech Festival): Schon in wenigen Jahren soll das elektrisch betriebene Flugtaxi eingesetzt werden. (Quelle: Juliane Wellisch)

Auf dem Greentech Festival treffen nachhaltige Ideen auf kreative Köpfe – und Besucher können die neuesten Innovationen im Bereich Umwelt- und Klimaschutz begutachten. Fünf spannende Neuerungen für die Zukunft. 

Nur noch wenige Jahre soll es dauern, bis das erste Flugtaxi auch in Deutschland zum Einsatz kommen soll. Das hat das Unternehmen Volocopter auf dem Greentech Festival in Berlin bekannt gegeben. Doch nicht nur im Bereich der Mobilität wird sich in den nächsten Jahren einiges ändern. Nachhaltige Innovationen sollen im Kampf gegen die Klimakrise helfen.

Schon beim Essen auf Treibhausgase achten

Bei der Produktion, Lagerung und dem Transport von Lebensmitteln entstehen klimaschädliche Emissionen. Vor allem durch tierische Nahrungsmittel werden Treibhausgase wie CO2 und Methan in die Atmosphäre abgegeben. Viele Unternehmen suchen daher nach Möglichkeiten, tierische Lebensmittel durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen – ohne Abstriche beim Geschmack. Gleichzeitig fallen dem Anbau von Pflanzen vielerorts Waldflächen zum Opfer. Produzenten können hier ansetzen, indem sie beispielsweise gleichzeitig nachhaltige Aufforstung betreiben, wie der britische Schokoladenhersteller Love Cocoa. Für jede verkaufte Tafel Schokolade wird ein Baum gepflanzt. 

Blick in den Kräutergewächsschrank: Um die Pflanzen kümmern sich moderne Sensoren und eine Bewässerungs- und Temperaturautomatik. (Quelle: Juliane Wellisch)Blick in den Kräutergewächsschrank: Um die Pflanzen kümmern sich moderne Sensoren und eine Bewässerungs- und Temperaturautomatik. (Quelle: Juliane Wellisch)

Einen anderen Weg geht das Unternehmen Agrilution. Es setzt auf den Eigenanbau, beispielsweise von Kräutern. Der Gewächsschrank des Unternehmens ist vollautomatisch temperaturgeregelt und bewässert und eignet sich auch für Menschen ohne Garten oder großen Balkon. Damit entfallen Transportwege und Verbraucher können sichergehen, dass die Pflanzen nicht durch Pestizide belastet sind. Noch ist der sogenannte Plant Cube mit einem Preis von knapp 3.000 Euro allerdings eher für wenige Menschen erschwinglich.

Müllvermeidung heißt Ressourcen sparen

Neben der Klimawirkung von Produkten und Dienstleistungen steht beim Greentech Festival auch der Ressourcenschutz im Fokus. Schließlich verbrauchen wir aktuell deutlich mehr Ressourcen, als die Erde regenerieren kann. Ein Problem dabei ist die Produktion von unnötigem Müll. Eine mögliche Lösung: umweltfreundliche Alternativen für Verpackungsmüll. 

Kompostierbare Kaffeekapseln: Innerhalb von vier Wochen sind die gebrauchten Kapseln biologisch abgebaut. (Quelle: Juliane Wellisch)Kompostierbare Kaffeekapseln: Innerhalb von vier Wochen sind die gebrauchten Kapseln biologisch abgebaut. (Quelle: Juliane Wellisch)

So stehen Kapselmaschinen für Kaffee immer wieder in der Kritik aufgrund des anfallenden Aluminiummülls. Neben wiederbefüllbaren Kapseln gibt es mittlerweile auch kompostierbare Varianten.

Auch wenn es um Bekleidung geht, ist Müll ein großes Problem. In Deutschland fallen jährlich rund 1 Million Tonnen Altkleider an. Nur etwa die Hälfte davon wird als Second Hand wieder in den Umlauf gebracht. Der Rest landet beispielsweise in Verbrennungsanlagen. Zudem fallen schon bei der Produktion von Kleidungsstücken Stoffabfälle an. 

Kleidungsstücke aus recycelter Baumwolle: Sie ist von konventioneller Kleidung nicht zu unterscheiden. (Quelle: Juliane Wellisch)Kleidungsstücke aus recycelter Baumwolle: Sie ist von konventioneller Kleidung nicht zu unterscheiden. (Quelle: Juliane Wellisch)

Das Unternehmen nu-in bietet Kleidung aus hundertprozentig recycelter Baumwolle, die sowohl aus Produktionsabfällen als auch Altkleidern stammt. Dadurch wird nicht nur Müll reduziert, sondern auch CO2 eingespart – bei der Produktion von neuer Baumwolle fallen 1,8 Kilogramm CO2 pro Kilogramm Baumwolle an. Zusätzlich wird beim Anbau Wasser verbraucht. Durch das Recycling lässt sich einiges davon einsparen.

CO2-Speicherung und Plastikalternative

Um der Erderhitzung entgegenzuwirken, muss nicht nur der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden. Daneben gilt es, Wege zu finden, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. Das Start-up Carbonauten stellt auf dem Greentech Festival eine Möglichkeit der CO2-Speicherung vor. Dazu werden pflanzliche Stoffe, wie beispielsweise Holzabfälle aus der Land- und Forstwirtschaft, der Holz-, Recycling- und Lebensmittelindustrie in Bio-Kohlenstoff umgewandelt.

Plastikersatz aus Kohlenstoff: Das schwarze Material ist unscheinbar, speichert jedoch CO2. (Quelle: Juliane Wellisch)Plastikersatz aus Kohlenstoff: Das schwarze Material ist unscheinbar, speichert jedoch CO2. (Quelle: Juliane Wellisch)

Dabei wird nicht nur Energie gewonnen, die entstandene Kohle kann vielfach weiterverwendet werden, etwa für die Verwendung in Tierfutter oder als Aktivkohle. Bei dem Prozess werden pro Tonne Kohlenstoff mehr als drei Tonnen CO2 gespeichert. Das Unternehmen verwendet den Kohlenstoff zudem als Grundlage für einen innovativen Plastikersatz, der beispielsweise als Verpackungsmaterial, in der Dämmung oder als Baumaterial eingesetzt werden kann. Der Clou: Nach Verwendung kann das Material zur Bodendüngung verwendet oder wieder in Kohlenstoff umgewandelt werden.

Elektrisch und autonom – die Zukunft des Personenverkehrs

Ob Flugzeug, Schiff oder Auto, ein Großteil des weltweiten Personen- und Warenverkehrs basiert noch immer auf der Verbrennung von fossilen Treibstoffen. Allerdings wird hier nicht nur an Alternativen geforscht, es befinden sich bereits E-Fahrzeuge auf den Straßen. Das Unternehmen Easy Mile kombiniert E-Mobilität mit autonomer Steuerung.

Shuttlebus: Das Fahrzeug hat sechs Sitzplätze und verzichtet auf einen Fahrer. (Quelle: Juliane Wellisch)Shuttlebus: Das Fahrzeug hat sechs Sitzplätze und verzichtet auf einen Fahrer. (Quelle: Juliane Wellisch)

Dadurch ist eine besonders effektive Fahrweise möglich, die angepasst an die jeweilige Verkehrssituation zusätzlich Ressourcen spart. Die kompakten Shuttlebusse des Unternehmens werden unter anderem auch in Deutschland, so etwa in Berlin, getestet.

Ströer ist einer der Premium-Partner des Greentech Festivals.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal