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Johnsons "Partygate" spiegelt sich deutlich in Umfragen wider

Von dpa
Aktualisiert am 13.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Boris Johnson: Der britische Premier hat zugegeben, im Lockdown 2020 an einer Party teilgenommen zu haben.
Boris Johnson: Der britische Premier hat zugegeben, im Lockdown 2020 an einer Party teilgenommen zu haben. (Quelle: Xinhua/imago-images-bilder)
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F├╝r Boris Johnson wird es immer enger: Der Wirbel um Lockdown-Partys kostet den britischen Premier viele Stimmen. Die Opposition profitiert von seinen Fehlern ÔÇô und fordert Konsequenzen.

Die "Partygate"-Aff├Ąre des britischen Premierministers Boris Johnson kostet seine regierende Konservative Partei zunehmend Unterst├╝tzung. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Zeitung "Times" (Donnerstag) zufolge wuchs der Vorsprung der oppositionellen Labour-Partei vor Johnsons Tories auf zehn Prozentpunkte ÔÇô die gr├Â├čte Differenz seit Dezember 2013. Einige Tory-Abgeordnete, darunter mit Douglas Ross der Chef der schottischen Konservativen, haben den Premier bereits ├Âffentlich zum R├╝cktritt aufgefordert.

Johnson hatte sich am Mittwoch im Unterhaus f├╝r eine Gartenparty in der Downing Street w├Ąhrend des ersten Corona-Lockdowns im Mai 2020 entschuldigt. Er habe angenommen, es handle sich um ein Arbeitstreffen. Dies sei r├╝ckblickend falsch gewesen. Johnsons B├╝roleiter hatte per E-Mail etwa 100 Mitarbeiter zu der Zusammenkunft eingeladen und betont: "Bringt euren eigenen Alkohol mit." Die Opposition fordert Johnsons R├╝cktritt. Die Zeitung "Daily Mirror" nannte den Premier auf ihrer Titelseite am Donnerstag "eine Schande".

"Es ist vorbei"

Wie die "Times" berichtete, zeigte sich Johnson im Gespr├Ąch mit Parteikollegen trotzig. Er habe pers├Ânlich nichts falsch gemacht, soll er bei einem Treffen gesagt haben. Mit seiner Entschuldigung habe sich Johnson Zeit gekauft, kommentierte das Blatt. Dennoch sei der parteiinterne Widerstand gro├č. "Es ist vorbei. Es ist nicht zu verteidigen und es ist erstaunlich, wie wenig Unterst├╝tzung er innerhalb der Fraktion hat", zitierte die Zeitung ein Kabinettsmitglied.

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Johnson hat einen R├╝cktritt nicht ausdr├╝cklich ausgeschlossen. Er bat darum, das Ergebnis einer laufenden internen Ermittlung abzuwarten, die sich mit mehreren mutma├člichen Lockdown-Partys in der Downing Street besch├Ąftigt. Viele haben nun den Eindruck, Johnsons Entschuldigung komme nicht von Herzen. "Er entschuldigt sich daf├╝r, dass er erwischt wurde", ├Ątzte die Labour-Politikerin Lisa Nandy.

Zwei m├Âgliche Nachfolger

Vor allem zwei Spitzenpolitiker der Tories werden bereits als m├Âgliche Nachfolger genannt: Au├čenministerin Liz Truss und Finanzminister Rishi Sunak. Beide meldeten sich erst am sp├Ąten Mittwochabend zu Wort. Truss versicherte dabei Johnson ihre 100-prozentige Unterst├╝tzung. Sunak, dem ein schwieriges Verh├Ąltnis zu Johnson nachgesagt wird, ├Ąu├čerte sich deutlich zur├╝ckhaltender.

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Damit das Parlament ├╝ber Johnsons Zukunft abstimmen kann, m├╝ssen 15 Prozent der 360 konservativen Abgeordneten dem Premier ihr Misstrauen aussprechen. Davon ist Johnson aber offiziell noch weit entfernt. F├╝r den Premier spreche zudem, dass die unterschiedlichen Tory-Fl├╝gel nicht an einem Strang ziehen, kommentierte die BBC. Neuen Fragen der Medien musste sich Johnson am Donnerstag nicht stellen. Weil ein Familienmitglied positiv auf Corona getestet wurde, sagte der Premier einen geplanten Besuch in einem Impfzentrum ab.

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