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"Gefährlich": Reaktionen auf Böhmermann-Fake von Diekmann

Reaktionen auf Diekmann-Fake  

"Gefährlich", "unlustig", "niederträchtig"

13.04.2016, 17:51 Uhr | t-online.de

"Gefährlich": Reaktionen auf Böhmermann-Fake von Diekmann.  (Quelle: Facebook/Kai Diekmann)

(Quelle: Facebook/Kai Diekmann)

Die Nachricht sorgte am Morgen für großen Wirbel: Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann verbreitet ein Interview mit Jan Böhmermann zum Erdogan-Eklat, angeblich exklusiv und hochbrisant. Wenig später kommt er schmunzelnd um die Twitter-Ecke: Alles gefälscht, alles nur Satire.

Doch so richtig lustig fand das kaum jemand. Die Netz-Reaktionen fallen überwiegend negativ aus.

Das Medienmagazin "Meedia" nennt das Fake-Interview "unlustige Möchtegern-Satire" und rät: "Diekmann sollte die Satire denen überlassen, die es können." 

"Die Diekmann’sche Möchtegern-Satire ist nicht komisch angelegt, überzogen oder entlarvend. Sie ist einzig und allein darauf ausgelegt, andere reinzulegen. Eine Art verspäteter April-Scherz. In Anbetracht der Ausmaße, die die Böhmermann-Erdogan-Affäre mittlerweile angenommen hat, ist das allerdings nicht komisch, sondern einfach nur daneben. Diekmann sollte die Satire denen überlassen, die es können."

Das Online-Magazin "Jetzt" von der "Süddeutschen Zeitung" findet die Aktion des Bild-Herausgebers sogar "gefährlich". In einem Kommentar unterstellt es Diekmann "Niedertracht". 

"Nur auf eines kann man sich momentan noch verlassen: Die Niedertracht der BILD-Macher ist unermesslich. [...] Das ist kein Spiel mehr, und Diekmann weiß das. Es geht hier leider nicht mehr um einen gefaketen Mittelfinger wie bei Varoufakis, oder um die Grenzen von Satire. Es geht für Böhmermann und seine Familie inzwischen um Leben und Tod. Wenn auch nur ein türkischer Nationalist, aus deren Richtung die Morddrohungen stammen sollen, dieses wiederum "beleidigende" Interview so ernst nimmt wie in den Minuten nach Veröffentlichung die meisten deutschen Journalisten und User, dann sind die Folgen nicht absehbar. Dann erhöht sich die Gefahr für Böhmermann weiter."

Michael Klein, Nachrichtenchef der "Wetzlarer Neuen Zeitung", nennt das Interview "weder Satire, noch Journalismus".

Und auch sonst finden sich auf Twitter fast ausschließlich negative Reaktionen auf Diekmann:

Halt! Stop! Ein paar wenige gab es dann doch, die gelacht haben. Und die wurden als Belohnung von Kai Diekmann retweetet:

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