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Corona-Krise: Mehr als 40 Infektionen nach Gottesdienst in Frankfurt

Gesundheitsamt bestätigt  

Mehr als 40 Corona-Infektionen nach Gottesdienst in Frankfurt

23.05.2020, 13:55 Uhr | t-online.de, dsl

 (Quelle: KameraOne)
So wirkt sich eine Maske auf die Verbreitung von Viren aus

Forscher der Universität von Edinburgh in Schottland haben mithilfe spezieller Kameras den Effekt von Schutzmasken getestet. Die Videos zeigen, wie Masken vor einer Verbreitung des Coronavirus schützen können. (Quelle: KameraOne)

Machen Unsichtbares sichtbar: Mit Spezialkameras haben die Forscher den Effekt verschiedener Masken getestet. (Quelle: KameraOne)


Zahlreiche Mitglieder einer Baptistengemeinde haben sich bei einem Gottesdienst in Frankfurt am Main mit dem Coronavirus infiziert. Die Betroffenen könnten das Virus in ganz Hessen verbreitet haben.

Bei einem Gottesdienst einer Baptistengemeinde in Frankfurt am Main haben sich zahlreiche Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtet die "Frankfurter Rundschau" mit Verweis auf das Gesundheitsamt der Stadt. Mehr als 40 Fälle seien bislang nachgewiesen. Das teilte der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt, René Gottschalk, am Samstag mit. "Die weitaus meisten sind nicht sonderlich krank. Nach unserem Kenntnisstand ist auch nur eine Person in einem Krankenhaus." Der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten, Wladimir Pritzkau, war davon ausgegangen, dass sechs Betroffene in Krankenhäusern sind.

Erst am Freitag wurde bekannt, dass sich im niedersächsischen Landkreis Leer offenbar mehrere Menschen beim Besuch eines Restaurants mit dem Coronavirus ansteckten. Dutzende Kontaktpersonen der Infizierten wurden dort vorsorglich unter Quarantäne gestellt.

Gottesdienst könnte "Superspreader" sein

Der Gottesdienst der Freikirche in Frankfurt am Main droht zu einem sogenannten "Superspreader" zu werden, also einer Veranstaltung, auf der sich überproportional viele Personen mit dem Virus angesteckt haben. Grund hierfür ist, dass die Gemeindemitglieder nicht nur aus Frankfurt, sondern aus mehreren Landkreisen Hessens stammen und somit den Erreger weiter geographisch verbreiten können. Nach Angaben des Main-Kinzig-Kreises seien allein in Hanau 16 Corona-Infektionen auf den Besuch des Gottesdienstes zurückzuführen gewesen, schreibt die "Frankfurter Rundschau". Deshalb hätten der Landkreis und die Stadt ein für Sonntag geplantes Fastengebet von Muslimen im Hanauer Herbert-Dröse-Stadion abgesagt. Die Veranstaltung wäre mit Blick auf die Geschehnisse in Frankfurt unverantwortlich.

Glaubensgemeinschaften dürfen sich seit dem 1. Mai wieder in Hessen versammeln, dabei jedoch Hygiene- und Abstandmaßnahmen einhalten. Ob und inwiefern diese in der Frankfurter Freikirche verletzt wurden, ist bislang nicht bekannt.

Verwendete Quellen:

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