Sie sind hier: Home > Politik > Corona-Krise >

Schleswig-Holstein: Mann soll Millionen an Corona-Hilfen kassiert haben

Betrug im großen Stil  

Mann soll unrechtmäßig Millionen an Corona-Hilfen kassiert haben

03.08.2020, 19:01 Uhr | AFP

Schleswig-Holstein: Mann soll Millionen an Corona-Hilfen kassiert haben. Polizisten im Einsatz: Ein 36-Jähriger soll mehrere Millionen an Corona-Hilfen angefordert und das Geld auch überwiesen bekommen haben, obwohl es ihm nicht zustand. (Quelle: imago images/Die Videomanufaktur)

Polizisten im Einsatz: Ein 36-Jähriger soll mehrere Millionen an Corona-Hilfen angefordert und das Geld auch überwiesen bekommen haben, obwohl es ihm nicht zustand. (Quelle: Die Videomanufaktur/imago images)

Ein Unternehmensberater aus Schleswig-Holstein hat die Corona-Pandemie offenbar genutzt, um sich ordentlich zu bereichern. Der 36-Jährige soll durch Betrug mehrere Millionen erhalten haben.

In Schleswig-Holstein haben Ermittler einen massiven mutmaßlichen Betrug mit staatlichen Corona-Hilfen über rund 15 Millionen Euro aufgedeckt. Der Tatverdacht richte sich gegen einen 36-jährigen Unternehmensberater aus dem Kreis Pinneberg, teilten das Hauptzollamt Itzehoe und die Staatsanwaltschaft Lübeck am Montag mit.

In 90 Fällen Geld betrogen

Der Mann soll im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit unrechtmäßig Sozialversicherungsdaten erworben und damit in mindestens 90 Fällen widerrechtlich Kurzarbeitergeld und staatliche Corona-Soforthilfen beantragt haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Demnach wurden bereits 7,4 Millionen Euro ausgezahlt, die Bewilligung weiterer 7,6 Millionen Euro wurden während der noch laufenden Ermittlungen noch gestoppt. Der Verdächtige betrieb eine Beraterfirma in Hamburg und befindet sich bereits seit Anfang Juli wegen des Verdachts eines Betrugs in einem besonders schweren Fall in Haft. Damals durchsuchten die Fahnder seine Wohn- und Geschäftsadressen.

An den Ermittlungen waren auch eine spezielle Rechercheeinheit der Bundesagentur für Arbeit und die Steuerfahndung beteiligt. Es geht um Taten in mehreren Bundesländern. Die Staatsanwaltschaft erwirkte auch einen sogenannten Vermögensarrest, um das unrechtmäßig erworbene Geld zu sichern. Bei den Durchsuchungen im Haus des Verdächtigen und in dessen Umfeld wurden demnach bereits rund 200.000 Euro beschlagnahmt, die mutmaßlich ein Teil der Beute sind.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal