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Corona-Hilfen: Bund hat offenbar zehn Milliarden Euro zu viel ausgezahlt

Mehr Entschädigung als Ausgaben  

Corona-Hilfen: Bund soll zehn Milliarden Euro zu viel ausgezahlt haben

29.11.2020, 13:21 Uhr | AFP

Corona-Hilfen: Bund hat offenbar zehn Milliarden Euro zu viel ausgezahlt. Hannover: Tische und Stühle stehen vor einem geschlossenen Restaurant in der Innenstadt. Das Institut der deutschen Wirtschaft glaubt, dass an die Gastronomie zu viel Corona-Hilfsgelder ausgezahlt wurden. (Quelle: dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Hannover: Tische und Stühle stehen vor einem geschlossenen Restaurant in der Innenstadt. Das Institut der deutschen Wirtschaft glaubt, dass an die Gastronomie zu viel Corona-Hilfsgelder ausgezahlt wurden. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft übersteigen die Corona-Hilfen bei manchen Empfängern die üblichen Einnahmen. Besonders betroffen: Betriebe aus der Gastronomie und dem Veranstaltungsgewerbe.

Der Bund zahlt für die November- und Dezemberhilfen laut einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zehn Milliarden Euro mehr als eigentlich notwendig. Der Berechnung zufolge verdienten die betroffenen Betriebe – vor allem aus der Gastronomie und dem Veranstaltungsgewerbe – dank der Entschädigung des Staates in vielen Fällen mehr Geld, als wenn sie geöffnet hätten, berichtete die "Welt am Sonntag".

Mehr Entschädigung als Ausgaben?

Das Institut geht mit Verweis auf Zahlen der Bundesbank davon aus, dass bei den betroffenen Branchen im Durchschnitt die Hälfte der Kosten variabel sind – dass sie also gar nicht erst anfallen, wenn die Betriebe geschlossen sind. Dennoch zahlt der Bund den Betrieben 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vergleichsmonat 2019.


Zwar gebe es Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen, zitierte die Zeitung aus den IW-Berechnungen. Über alle Betroffenen hinweg werde aber rund jeder dritte Euro der für November und Dezember von der Bundesregierung veranschlagten rund 30 Milliarden Euro zu viel gezahlt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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