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"Letzte Generation" in Berlin: Keine Polizisten angezeigt


Klage gegen Polizisten: Keine koordinierte Aktion der "Letzten Generation"


26.05.2023Lesedauer: 2 Min.
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Carla Hinrichs: Bei ihr sollen Polizisten die Wohnungstür aufgebrochen haben. (Quelle: IMAGO)

Was genau passiert ist, hat jetzt ein Gericht zu klären: Nachdem Polizisten in der Wohnung einer bekannten Klimaaktivistin standen, wurden sie angezeigt. Inzwischen ist klar, von wem die Anzeige nicht aufgegeben wurde.

Im Rahmen der Razzia gegen die "Letzte Generation" am Mittwoch sollen Polizisten die Wohnungstür der bekannten Klimaaktivistin Carla Hinrichs aufgebrochen und sie mit einer Waffe bedroht haben. Hinrichs veröffentlichte ein emotionales Video über ihre Version der Geschehnisse, daraufhin ging eine Anzeige wegen Nötigung gegen die Polizisten ein. Wer die Beamten angezeigt hat, ist unklar.

Nun steht wohl fest: Die Anzeige war keine koordinierte Aktion der "Letzten Generation". Ein Sprecher der Gruppe teilte t-online am Freitagnachmittag mit, weder zu wissen, wer die Anzeige gestellt hatte, noch dass die Polizisten überhaupt angezeigt worden waren. Auch knapp zwei Stunden später war aufseiten der "Letzten Generation" noch immer unklar, woher die Anzeige kam.

Berlin: "Letzte Generation" stellt in der Regel keine Strafanzeigen

Daher ist wahrscheinlich, dass die Anzeige gegen die Beamten der Berliner Polizei nicht gezielt von der Gruppe "Letzte Generation" kommt. Ebenfalls dafür spricht, dass die Klimaaktivisten bei Übergriffen in der Regel keine Strafanzeigen stellen, wie ein Sprecher der Polizei auf t-online Anfrage mitteilte. (Mehr dazu lesen Sie hier)

Polizisten bei einer Hausdurchsuchung in Berlin-Kreuzberg: Die Letzte Generation ist Ziel einer bundesweiten Razzia - mal wieder.
Polizisten bei einer Hausdurchsuchung in Berlin-Kreuzberg: Die "Letzte Generation" war Ziel einer bundesweiten Razzia. (Quelle: Christoph Soeder/dpa)

Denkbar ist natürlich trotzdem, dass ein Mitglied der "Letzten Generation" auf eigene Faust gehandelt hat. Das ist aber unklar. Vonseiten der Polizei hieß es bloß, die Anzeige stamme "von einem Berliner Bürger, der nicht Carla Hinrichs ist". Eine Anzeige über die Internetwache kann jeder stellen, Hinrichs' Vorwürfe im Rahmen der Razzia erreichten durch die Berichterstattung und soziale Netzwerke Hunderttausende.

Denkbar ist allerdings auch, dass die Anzeige von einem Gegner der Klimaaktivisten aufgegeben wurde. Längst nicht alle glauben der Darstellung der Ereignisse von Carla Hinrichs, wie unter anderem viele Kommentare dazu auf Twitter bezeugen. Weder vonseiten der Klimaaktivisten noch vonseiten der Polizei gab es stichhaltige Beweise für oder gegen die Behauptungen.

Ein Gegner der Gruppierung könnte sich nun das zu nutze machen und versuchen, über die Anzeige eine Ermittlung in dem Fall zu erzwingen – und so womöglich die "Letzte Generation" zu diskreditieren. Experten halten Hinrichs Vorwürfe jedoch für durchaus realistisch. (Mehr dazu lesen Sie hier)

Verwendete Quellen
  • Anfrage bei der Pressestelle der "Letzten Generation"
  • Anfrage bei der Pressestelle der Berliner Polizei
  • Eigene Recherchen
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