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Berlin | Hamas-Test: Linken-Politiker Ferat Koçak verbreitet Falschmeldung


Linken-Politiker Ferat Koçak verbreitet Falschmeldung

Von t-online, ksi

18.10.2023Lesedauer: 2 Min.
Linken-Politiker Ferat Kocak (Archivbild): Er erzählt, wie sehr ihn und seine Familie die Nacht des Anschlags noch vier Jahre später belastet.Vergrößern des BildesLinken-Politiker Ferat Kocak (Archivbild): Er veröffentlichte einen Beitrag auf X, der sich als Falschmeldung entpuppte. (Quelle: snapshot-photography/F.Boillot/imago images)
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Im Internet kursiert eine Aufforderung an Grundschüler, sich zum Nahostkonflikt zu positionieren. Ein Politiker verbreitet die Nachricht, die jedoch eine Falschmeldung war.

"Israel vs. Hamas – Die eigene Haltung erklären" – so lautet die Überschrift eines Fragebogens, der an Schüler einer Grundschule in Berlin-Kreuzberg verteilt worden sein soll. Ferat Koçak, Abgeordneter der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus, verbreitete das Schreiben über X (vormals Twitter).

"Ist es für mich okay, auf eine Demonstration zu gehen, auf welcher der Terroranschlag gefeiert und als gerecht dargestellt wird?", lautet eine Frage auf dem Fragebogen. "Was für ein pädagogisches Ziel verfolgen Lehrer mit diesen Fragen an kleine Grundschulkinder?", empörte sich Koçak über das Schreiben.

Koçak hinterfragte Falschmeldung nicht

Wenig später heißt es: Rückzug. Den Fragebogen habe es nie gegeben. Koçak klärt den Sachverhalt auf – für viele hat der Politiker dennoch unverantwortlich gehandelt.

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"Vielleicht erst die Quellen auf Korrektheit überprüfen und dann etwas teilen! Wenn die Vorwürfe nicht stimmen, ist Rufmord nicht weit, oder?", kritisierte zum Beispiel jemand auf X. "Unterlassen Sie solche Zündeleien in Zukunft?", schrieb ein anderer.

Senatsverwaltung reagiert

Martin Klesmann, Pressesprecher für Bildung, bestätigte t-online, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. "Lehrkräfte der Schule haben ein solches Arbeitsblatt nicht im Unterricht verwendet, es würde auch nicht den Standards der Schule entsprechen", so Klesmann.

An Berliner Schulen werden der Nahostkonflikt und der daraus resultierende Krieg durchaus thematisiert. Ein "Gesinnungstest" gehört aber nicht dazu. Unmittelbar nach dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel schickte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie eine E-Mail an die Schulen.

Lehrer für aktuelle Lage sensibilisiert

t-online liegt die E-Mail vor, in der Lehrern empfohlen wird, mit den Schülern über die Ereignisse zu sprechen und bei deren Einordnung zu helfen. Dazu gibt es Unterrichtsvorschläge und Literaturempfehlungen für jüngere und ältere Schüler.

"Bitte geben Sie diese Informationen an Ihr Kollegium weiter, nicht nur an die Fachverantwortlichen der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer", hieß es in der E-Mail von der Senatsverwaltung.

Verwendete Quellen
  • twitter.com: Post von @der_neukoellner
  • Schriftliche Antwort von Martin Klesmann
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