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Berlin: Einbrecher schneidet Loch in Tür – 681.000 Euro weg


Beutezug in Prenzlauer Berg
Einbrecher schneidet Loch in Tür – 681.000 Euro weg

Von t-online, mtt

10.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Hängeregister (Symbolbild): Nur in seltenen Fällen erfolgt ein Einbruch durch einen sogenannten Türblattdurchbruch.Vergrößern des BildesHängeregister (Symbolbild): Nur in seltenen Fällen erfolgt ein Einbruch durch einen sogenannten Türblattdurchbruch. (Quelle: Steinach/imago-images-bilder)
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Ein Einbrecher hat fette Beute, aber auch einen Fehler gemacht: Am Tatort ließ er DNA zurück.

Im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg hat ein Einbrecher Schmuck und Uhren im Wert von 681.000 Euro geklaut – und das bei einem einzigen Einbruch. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Freitag mitteilte, hatte der Mann ein etwa 80 mal 65 Zentimeter großes Loch in die Tür einer Wohnung geschnitten und war hindurchgeschlüpft.

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Aus der Wohnung nahm er dann unter anderem 33 Armbanduhren, mindestens zehn Halsketten, zwanzig Paar Ohrringe und dreißig Ringe mit. Allerdings war er bei seinem Beutezug offenbar nicht vorsichtig genug: Die Ermittler fanden verräterische DNA am Einstiegsloch in der Tür.

Verdächtiger kam frisch aus dem Maßregelvollzug

Sie gehört zu einem 38-Jährigen, der gerade erst aus dem Maßregelvollzug kam. Zwei Monate zuvor war er dort noch untergebracht gewesen.

Jetzt soll sich der schon mehrfach einschlägig in Erscheinung getretene Mann vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Dort hoffen die Ermittler auch auf eine Antwort auf die Frage, ob er gezielt in die Wohnung eingestiegen war oder einfach nur zufällig auf so wertvolle Gegenstände stieß. Völlig offen ist zudem noch, was mit der Beute passiert ist – die ist nämlich bis heute verschwunden.

Bisher hat sich der Verdächtige nicht geäußert. Die ihm vorgeworfene Tat soll er bereits vor anderthalb Jahren, nämlich im April 2022 begangen haben.

Die häufigsten Einbruch-Methoden

Ein Loch in die Tür zu schneiden, ist für Einbrecher eine eher ungewöhnliche Methode, wie Statistiken der Polizei zeigen. In den allermeisten Fällen, nämlich in knapp drei von vier, hebeln Täter Türen auf. In etwa sieben Prozent der Fälle wenden sie stumpfe Gewalt an. In sechs Prozent wirken sie auf den Profilzylinder ein, ein sogenannter Türblattdurchbruch wird nur bei 0,7 Prozent der Einbrüche erfasst.

Kommen Einbrecher nicht durch die Tür, sondern durchs Fenster, hebeln sie ebenfalls mit Abstand am häufigsten. Neun Prozent der Einbrüche durch Fenster erfolgen durch gekippte Fenster. In sieben Prozent der Fenster-Fälle zerschlagen die Diebe das Glas und öffnen das Fenster dann.

Verwendete Quellen
  • berlin.de: Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin vom 10. November 2023
  • sicheres-zuhause.info: koeln.polizei.nrw: "Täterarbeitsweisen (modus operandi)"
  • kriminalpraevention.de: "Kölner Studie 2017 – Modus Operandi bei Wohnungseinbrüchen"
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