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Berlin: Vater soll Kind eigens zum Missbrauch gezeugt haben – Prozess

Angeklagter will sich geständig "äußern"  

Kind offenbar zum Zweck des Missbrauchs gezeugt

05.05.2020, 17:30 Uhr | dpa

Berlin: Vater soll Kind eigens zum Missbrauch gezeugt haben – Prozess. Der Eingang des Landgerichts Berlin: Hier muss sich ein Vater wegen des Missbrauchs an seinem Sohn verantworten. (Quelle: dpa/picture alliance/Taylan Gökalp/Archivbild)

Der Eingang des Landgerichts Berlin: Hier muss sich ein Vater wegen des Missbrauchs an seinem Sohn verantworten. (Quelle: picture alliance/Taylan Gökalp/Archivbild/dpa)

Am Berliner Landgericht hat der Prozess gegen einen Vater begonnen, der seinen Sohn jahrelang sexuell missbraucht haben soll. Er habe das Kind eigens zu dem Zweck von einer Leihmutter in Zypern austragen lassen.

Weil er seinen kleinen Sohn vor laufender Kamera missbraucht haben soll, steht ein 38-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, er habe das Kind eigens von einer Leihmutter außerhalb Deutschlands austragen lassen, um später an dem Jungen seine pädophilen Neigungen auszuleben.

Im Prozess geht es um 16 sexuelle Übergriffe. Bei den ersten Taten sei das Kind zwei Jahre alt gewesen. Die Verteidigerin erklärte zu Prozessbeginn am Dienstag, ihr Mandant werde sich am zweiten Prozesstag am 12. Mai voraussichtlich geständig äußern.

Ermittlungen in einem anderen Verfahren wegen Verbreitung von Kinderpornografie hatten den Angaben zufolge auf die Spur des 38-Jährigen geführt. Bei seiner Festnahme im Oktober 2019 hätten Polizeibeamte in seiner Wohnung in Berlin-Hellersdorf massenhaft kinderpornografisches Material sichergestellt. Auf diversen Speichermedien seien fast 170.000 illegale Bilder und mehr als 7.000 Videos gefunden worden, so die Anklage.

Chatverläufe sollen Missbrauchs-Plan belegen

Der Junge befindet sich seit der Inhaftierung des Angeklagten in Obhut des Jugendamtes. Laut Anklage soll sich aus entdeckten Chatverläufen ergeben, dass die "Anschaffung" eines eigenen Kindes für den 38-Jährigen "dem Ausleben der pädophilen Neigungen dienen soll". Von einer Leihmutter in Zypern habe er seinen Sohn austragen lassen. Der Angeklagte sei "trickreich" vorgegangen, um das Sorgerecht zu bekommen, hieß es am Rande der Verhandlung. Es sei ihm inzwischen entzogen worden.

Für den Prozess wegen sexuellen Missbrauchs, Körperverletzung und Herstellung kinderpornografischer Schriften sind sechs weitere Tage bis zum 30. Juni vorgesehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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