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Silvester in Berlin: Polizei hält Durchsetzung von Böllerverboten für "utopisch"


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Polizei hält Durchsetzung von Böllerverboten für "utopisch"

Von dpa
Aktualisiert am 30.12.2020Lesedauer: 1 Min.
Silvesterfeuerwerk explodiert auf einer Straße (Symbolbild): Die Polizei in Berlin glaubt nicht, dass das Böllerverbot eingehalten wird.
Silvesterfeuerwerk explodiert auf einer Straße (Symbolbild): Die Polizei in Berlin glaubt nicht, dass das Böllerverbot eingehalten wird. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago-images-bilder)
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An zahlreichen Orten in Berlin gilt an Silvester ein Böllerverbot. Dass sich die Bürger daran halten, glaubt die Polizei nicht. Tausende Beamte sollen aus diesem Grund im Einsatz sein.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schaut "mit Sorge" auf die Silvesternacht in Berlin und hält die Durchsetzung der wegen Corona angeordneten Böllerverbote in einigen Stadtteilen für nicht umsetzbar. "Das Konstrukt der 56 Böllerverbotszonen ist Wahnsinn", sagte GdP-Landeschef Norbert Cioma am Mittwoch. Die Polizei könne nicht an all diesen Orten präsent sein.

"Das führt dann aber wiederum dazu, dass wir Verbote nicht durchsetzen können und deshalb das Vertrauen in die Polizei sowie der Respekt vor polizeilichen Maßnahmen schwindet", sagte Cioma. "Da braucht sich niemand wundern, wenn Menschen gegen Regeln verstoßen und es zu Übergriffen auf Einsatzkräfte kommt."

Nach Angaben der Polizei sollen bis zu 2.900 zusätzliche Kräfte das an vielen Orten wegen Corona geltende Feuerwerksverbot durchsetzen. Nach Einschätzung Ciomas können diese zwar verstärkt Präsenz im öffentlichen Raum zeigen, aber viele Verstöße nicht ahnden. "Es ist völlig utopisch zu glauben, dass das auch nur im Ansatz möglich ist. Wir können Hundertschaften an belebten Plätzen positionieren, aber nicht an 56 gleichzeitig."

Er gehe davon aus, dass sich angestauter Frust und Unverständnis über politische Entscheidungen in Angriffen auf Polizei und Feuerwehr entladen, sagte Cioma. "Dementsprechend hoch ist das Risiko, dem die Einsatzkräfte in der Silvesternacht ausgesetzt sind."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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