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Union Berlin: Stehplatz-Verbot muss auf Prüfstand

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Union Berlin: Stehplatz-Verbot muss auf Prüfstand

28.01.2021, 05:34 Uhr | dpa

Union Berlin: Stehplatz-Verbot muss auf Prüfstand. Oskar Kosche

Geschäftsführer Oskar Kosche. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der 1. FC Union Berlin weicht trotz des Höhenflugs in der Fußball-Bundesliga von seinem Ziel Klassenerhalt nicht ab. Das von der UEFA verordnete Stehplatzverbot bei Europapokal-Spielen ist den Eisernen angesichts der Situation im Stadion An der Alten Försterei aber ein Dorn im Auge. Geschäftsführer Oskar Kosche räumte bei der virtuellen Mitgliederversammlung am Mittwochabend auf eine online von einem Fan gestellte Frage ein, dass man die Thematik für eine mögliche Qualifikation für den internationalen Wettbewerb nicht ausblende und die geltenden Regeln infrage stelle.

"Auf der einen Seite planen wir natürlich, wie das technisch machbar ist", sprach Kosche über einen möglichen temporären Umbau von Steh- in Sitzplätze. "Auf der anderen Seite muss man auch ganz klar sagen, dass es jetzt vielleicht auch die Situation ist, mal über die bestehenden Regeln zu sprechen, mal eine Diskussion anzufangen, warum eigentlich bei internationalen Spielen andere Regelungen gelten als in der Fußball-Bundesliga. Regeln, die die Mehrheit der Vereine in diesem Ausmaß gar nicht wollen", sagte Kosche.

Die Europäische Fußball-Union UEFA verbietet Stehplätze bei Spielen in der Champions League, der Europa League und auch in der von der kommenden Saison an ausgetragenen drittklassigen Conference League. Die Spielstätte von Union im Berliner Stadtteil Köpenick bietet 22 012 Zuschauern Platz. Nur gut 3600 Fans haben dabei Sitzplätze auf der Haupttribüne. Beide Tribünen hinter den Toren und die Gegengerade bieten nur Stehplätze.

Bislang hatten Trainer Urs Fischer und Manager Oliver Ruhnert jede Diskussion über eine Europacup-Qualifikation abgelehnt, obwohl der derzeitige Tabellen-Achte teilweise auf dem vierten Rang und damit auf einem Champions-League-Platz stand. Auch Kosche bekräftigte, dass es im zweiten Bundesliga-Jahr nur um den Klassenerhalt gehe. Sollte sich Union aber in diesem oder auch in zehn Jahren für das internationale Geschäft qualifizieren, werden man eine Lösung finden, im eigenen Stadion spielen zu können.

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