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Berlin: BVG verzeichnet mehr Sexualdelikte bei weniger Passagieren

Corona-Jahr 2020  

Mehr Sexualdelikte bei weniger Passagieren im BVG

04.03.2021, 14:19 Uhr | t-online

Berlin: BVG verzeichnet mehr Sexualdelikte bei weniger Passagieren. Eine U-Bahn im Bahnhof Zoologischer Garten (Symbolbild): In U-Bahnhöfen kommt es zu besonders vielen Straftaten. (Quelle: imago images/Frank Sorge)

Eine U-Bahn im Bahnhof Zoologischer Garten (Symbolbild): In U-Bahnhöfen kommt es zu besonders vielen Straftaten. (Quelle: Frank Sorge/imago images)

Wegen des Corona-Lockdowns sind in Berlins U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen seit Monaten deutlich weniger Fahrgäste unterwegs. Trotzdem hat sich die Zahl der Sexualdelikte fast verdoppelt.

Obwohl die Passagierzahlen deutlich zurückgingen, sind bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) im Pandemiejahr 2020 150 Sexual-Delikte gemeldet worden. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2016 als der Wert noch bei 65 lag. Das gehe aus dem neuen Sicherheitsbericht der BVG auf Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Marcel Luthe hervor, der der "B.Z." vorliegt, wie die Zeitung berichtet. 

Demnach sei die allgemeine Kriminalität laut dem Bericht der BVG im Vergleich zu 2016 jedoch gesunken. Wurden damals noch 27.532 Straftaten gemeldet, waren es in 2020 mit 18.138 deutlich weniger. Vor allem bei Diebstählen sei ein starker Rückgang verzeichnet worden. "Der Rückgang erklärt sich daraus, dass Bagatelldelikte seltener angezeigt werden. Die schweren Taten, die man nicht ignorieren kann, nehmen aber immer weiter zu", so Luthe gegenüber der "B.Z.".

Von den Berliner Verkehrsbetrieben fordert der Abgeordnete nun weitere Sicherheitsmaßnahmen – vor allem in den U-Bahnhöfen, wo es zu besonders vielen Straftaten kommt. Der Einsatz von mehr Kameras habe nichts gebracht. "Wir brauchen zusätzliches Sicherheitspersonal. Eine Kamera kommt nicht spontan um die Ecke und hilft jemandem", fordert Luthe.

Seit 2018 wird der Sicherheitsbericht von der BVG nicht mehr veröffentlicht. Für mehr Transparenz fordert Marcel Luthe künftig jedoch die Veröffentlichung, wie er der "B.Z." erklärt. 

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