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Berlin: "Köpi"-Wagenplatz muss laut Urteil unverzüglich geräumt werden

Linksalternatives Wohnprojekt  

"Köpi"-Wagenplatz muss laut Urteil unverzüglich geräumt werden

10.06.2021, 15:32 Uhr | dpa

Berlin: "Köpi"-Wagenplatz muss laut Urteil unverzüglich geräumt werden. Transparente hängen an einem Zaun vor dem von Linksautonomen besetzten Areal an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte: Große Teile müssen nun geräumt werden. (Quelle: dpa/Paul Zinken)

Transparente hängen an einem Zaun vor dem von Linksautonomen besetzten Areal an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte: Große Teile müssen nun geräumt werden. (Quelle: Paul Zinken/dpa)

Lange wurde dagegen angekämpft, nun ist klar: Der "Köpi"-Wagenplatz muss weg. So urteilte ein Berliner Gericht. Die Bewohner wollen sich gegen das Urteil wehren. 

Das linksalternative Wohnprojekt in der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte muss laut einem Gerichtsurteil zu großen Teilen geräumt werden. Drei Grundstücke seien unverzüglich frei zu machen, entschied das Landgericht in der Hauptstadt am Donnerstag. Die Urteilsverkündung war begleitet von lautem Unmut auf den Besucherbänken.

Vor dem Kriminalgericht protestieren Unterstützter eines linken Wohnprojektes gegen dessen Räumung: Die Bewohner wollen sich juristisch gegen das Urteil wehren. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)Vor dem Kriminalgericht protestieren Unterstützter eines linken Wohnprojektes gegen dessen Räumung: Die Bewohner wollen sich juristisch gegen das Urteil wehren.

Justizbeamte drängten Unterstützer aus dem Saal. Vor dem Gericht wurde gegen die Räumung des Wagenplatzes protestiert. Aus Sicherheitsgründen fand der Zivilprozess im Kriminalgericht statt.

Weitere rechtliche Schritte angekündigt

Der Anwalt des Bewohner-Vereins, Moritz Heusinger, kündigte weitere rechtliche Schritte an. Eine Urteilsbegründung gab es zunächst nicht. Mit dem Urteil setzte sich der Eigentümer mit seiner Klage durch. Betroffen ist laut Gericht ein unbebautes Areal von 2.600 Quadratmetern, das Haus Köpenicker Straße 137 ist nicht betroffen.

Vor dem Kriminalgericht in Moabit protestieren Unterstützter eines linken Wohnprojektes in der Köpenicker Straße gegen dessen Räumung: Eine Frau hält dabei ein Schild mit der englischen Aufschrift "A roof over your head a basic human right" ("Ein Dach über dem Kopf ein grundlegendes Menschenrecht"). (Quelle: dpa/Christoph Soeder)Vor dem Kriminalgericht in Moabit protestieren Unterstützter eines linken Wohnprojektes in der Köpenicker Straße gegen dessen Räumung: Eine Frau hält dabei ein Schild mit der englischen Aufschrift "A roof over your head a basic human right" ("Ein Dach über dem Kopf ein grundlegendes Menschenrecht"). (Quelle: Christoph Soeder/dpa)

Bewohner protestieren seit Wochen. Sie bezweifeln, dass die Grundstücke legal erworben wurden und dass es für das Areal konkrete Baupläne gibt. Vielmehr werde befürchtet, dass mit der Immobilie spekuliert werden solle.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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