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Der Mehrzahl der Berliner Straßenbäume geht es schlecht

Berlin  

Der Mehrzahl der Berliner Straßenbäume geht es schlecht

24.09.2021, 17:34 Uhr | dpa

Der Mehrzahl der Berliner Straßenbäume geht es schlecht. Straßenbäume in Berlin

An dem Ast eines Baumes sind keine Blätter mehr. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Berlins Straßenbäumen geht es schlecht. Erstmals sind mehr als die Hälfte aller Bäume in Innenstadtlage geschädigt, wie die Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt am Freitag unter Berufung auf den entsprechenden Straßenbaum-Zustandsbericht 2020 mitteilte. Bei rund 57 Prozent der in der Innenstadt weit verbreiteten Linden, Ahornbäume, Rosskastanien und Platanen wurden 2020 demnach leichte bis extreme Schädigungen festgestellt.

Komplett gesunde Straßenbäume gebe es in Berlins Innenstadt, wozu der Bereich innerhalb des S-Bahn-Rings und die dicht bebauten Quartiere in den Stadtteilen Steglitz, Weißensee, Pankow und Wedding zählen, nur noch zu gut 43 Prozent. Die Baumgesundheit habe sich in den vergangenen Jahren massiv verschlechtert.

Nach den Untersuchungen, bei denen alle fünf Jahre per Luftbild und Stichproben der Zustand der Straßenbäume in den Innenstadtlagen analysiert wird, sind die Schäden bei den Straßenbäumen auf dem höchsten Stand seit Beginn der Erhebungen 1979.

Als einen Grund nennt der Bericht die trocken-heiße Witterung in den Jahren 2018 bis 2020. Bei den Auswirkungen auf die einzelnen Baumarten gab es dabei deutliche Unterschiede: Bei Linden seien 44 Prozent der Bäume geschädigt. Ahorne und Platanen wiesen jeweils zu rund 70 Prozent Schädigungen auf, so die Umweltverwaltung. Am härtesten seien Rosskastanien betroffen, bei denen fast 90 Prozent der Bäume geschädigt seien. "Wir sehen auch am Zustand der Straßenbäume, dass die Erderhitzung in Berlin angekommen ist", so Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne).

Straßenbäume sind in der Stadt nach Angaben der Umweltverwaltung aber nicht nur den Folgen der Erderhitzung ausgesetzt, sondern auch typischem Stadtstress durch Bauarbeiten, Hunde-Urin, Verkehrsunfälle, Bodenversiegelung sowie Tausalz im Winter. Laut dem Bericht haben vor allem Bauarbeiten und Verkehr seit 1990 in Berlin stark zugenommen. Auch Schädlinge wie die Kastanienminiermotte und der Befall mit Pilzen, Milben oder Mehltau seien verstärkt zu beobachten.

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