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Kriminalität in Berlin: Mauerpark entwickelt sich zu Problem-Hotspot

Partys und Kriminalität  

Mauerpark entwickelt sich zu Berliner Problem-Hotspot

05.10.2021, 11:59 Uhr | dpa

Kriminalität in Berlin: Mauerpark entwickelt sich zu Problem-Hotspot. Zahlreiche Menschen genießen im Mauerpark das schöne Wetter (Archivbild): In dem berühmten Berliner Park kommt es vermehrt zu Straftaten.  (Quelle: dpa/Christoph Soeder)

Zahlreiche Menschen genießen im Mauerpark das schöne Wetter (Archivbild): In dem berühmten Berliner Park kommt es vermehrt zu Straftaten. (Quelle: Christoph Soeder/dpa)

Über 170 Polizeieinsätze in nur zwei Monaten: Im Berliner Mauerpark kommt es zu immer mehr Straftaten. Die Polizei sieht mehrere Gründe für den Kriminalitätsanstieg. 

Der Mauerpark in Berlin-Prenzlauer Berg hat sich im vergangenen Sommer laut aktuellen Zahlen der Polizei zu einem Problem-Hotspot entwickelt. Nächtliche Partys und viel Kriminalität lösten 173 Polizeieinsätze nur in den beiden Monaten Juli und August aus.

Allein am 21. August musste die Polizei 14 Mal anrücken, wie aus einer Antwort des Senats auf eine CDU-Anfrage hervorgeht. Dazu kamen 35 Einsätze der Feuerwehr. 138 Anzeigen nahm die Polizei auf, die meisten wegen Diebstahl, Raubüberfällen und Körperverletzung. Zwölf Polizisten wurden in dem Zeitraum verletzt.

Berliner Innenverwaltung: "Aggressive Grundstimmung"

Die Senatsinnenverwaltung stellte fest: "In Folge der nächtlichen Schließung des James-Simon-Parks Mitte August und mit dem Ende der Sommerferien ist im Mauerpark ein Anstieg von Rohheitsdelikten, insbesondere Raub, schwerer Raub, räuberische Erpressung, Körperverletzung und gefährliche Körperverletzung, zu verzeichnen."

Abends und nachts bis in die Morgenstunden hinein würden sich Jugendgruppen versammeln. "Diese zeigen teilweise eine aggressive Grundstimmung, die sich mit steigendem Alkoholkonsum weiter verstärkt." Bei Einsätzen der Polizei gegen Störer und Kriminelle würden sich regelmäßig andere Menschen einmischen, eingreifen und die Polizei stören und behindern.

Polizeipräsidentin warnte: Jugendliche Intensivtäter mischen sich unter Feiernde

Die Polizei erhebt daher bereits seit 2020 Fallzahlen, seit Juni 2021 gibt es zudem ein monatliches Lagebild. Wirksame Gegenmaßnahmen seien die "frühzeitige Präsenz" von Polizisten, "verbunden mit konsequenter Ansprache relevanter Personen und dem Erteilen von Platzverweisen gegen störende Personen".

Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte bereits kürzlich festgestellt, "polizeibekannte jugendliche Intensivtäter" würden sich unter die Feiernden mischen, um gezielt in den Parks Straftaten zu begehen.

Im Sommer hatte die Polizei immer wieder verschiedene Parks räumen müssen. Aus dem Mauerpark wurden mehrfach bis zu 3.000 überwiegend junge Menschen vertrieben. Teilweise mussten die Polizisten die Menschen schieben und drücken, um sie aus dem Park zu drängen. Dabei gab es Beleidigungen, auch wurden Flaschen auf Polizisten geworfen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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