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Bobic und Boateng in Frankfurt: "Wird keine Freunde geben"

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Bobic und Boateng in Frankfurt: "Wird keine Freunde geben"

14.10.2021, 13:49 Uhr | dpa

Bobic und Boateng in Frankfurt: "Wird keine Freunde geben". Fredi Bobic

Geschäftsführer Fredi Bobic. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Gemeinsam gewannen Fredi Bobic und Kevin-Prince Boateng 2018 mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal. Nun kehren der frühere Sportvorstand und der weit gereiste Profi mit Hertha BSC an den Main zurück - und stehen mit dem Hauptstadtclub unter Druck. Für Bobic ist der Platz der Berliner im Tabellenkeller nur "eine Momentaufnahme", wie er vor der Bundesliga-Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sagt.

Herthas heutiger Sport-Geschäftsführer verließ Frankfurt im Sommer mit einigen Störgeräuschen und wechselte an die Spree. Dafür wurde sein eigentlich noch bis 2023 laufender Vertrag bei der Eintracht aufgelöst. "Nach fünf tollen Jahren ist das emotional etwas Schönes. Ich bin sicher nicht voller Nervosität", sagte Bobic vor der erstmaligen Rückkehr. Er hofft auf das "richtige Ergebnis" für sein Team und ergänzte: "Ich freue mich einfach drauf, auch persönlich nach Frankfurt zurückzukommen."

"Er ist hier immer herzlich willkommen und gerne gesehen", sagte Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann dem hr-sport über Bobic, der am 30. Oktober 50 wird. "Wir hatten fünf gute und sehr erfolgreiche Jahre mit Fredi, auch wenn es zum Ende ein paar Verstimmungen gab."

Eintracht-Ex-Star Jan Age Fjörtoft appelliert in seiner "Bild"-Kolumne an die Eintracht-Anhänger: "Meine Bitte an die Fans: Empfangt ihn gut. Nein, sehr gut! Okay, wir alle wissen nicht, was hinter den Türen zwischen den Verantwortlichen bei der Trennung alles passiert ist", so der Norweger. "Aber die Fans sollten nicht vergessen, was Fredi hier in den vergangenen fünf Jahren geleistet hat. Dass er hier aber trotzdem 0:3 verlieren soll, versteht sich von selbst."

Im Blickpunkt steht auch Boateng, der immer noch seine besondere Rolle bei Hertha BSC erklären muss. "Ich bin nicht hergekommen, um Messi oder Ronaldo zu sein. Ich probiere alles, ich gebe Vollgas und gehe an meine Grenzen", sagte der 34-Jährige. In der Bundesliga könne er längst nicht mehr "jedes Spiel alleine gewinnen", immer Tore und Vorlagen geben, sagte er und ergänzte: "Das wusste ich vorher, das wusste der Verein vorher." Vielleicht spiele er "diese Saison kein Spiel 90 Minuten, vielleicht die nächsten zehn", sagte der gebürtige Berliner vor einem auch für ihn besonderen Duell.

Nur zu gerne würde der Routinier gegen Frankfurt auf dem Rasen stehen. "Ich freue mich drauf, ich hoffe, ich werde gut empfangen", sagte Boateng: "Das ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen, das wir gewinnen wollen. Da wird es keine Freunde geben."

Der Druck auf den Hauptstadtclub ist schon enorm. Sechs Punkte aus sieben Spielen, nur zwei Siege - das ist zu wenig für die hohen Ansprüche des "Big City Club". Als Anführer geht Boateng zwar in der Kabine voran, kann das im Spiel aber nicht mehr wie zu besten Zeiten. Nur 237 von 630 möglichen Bundesliga-Minuten wurde er von Trainer Pal Dardai bislang eingesetzt.

Kommunikator Boateng ist wichtig für das Teamgefüge, Ansprechpartner für die jungen Profis und nach eigener Aussage von allen akzeptiert. "Ich weiß, die Jungs lieben mich, sie stehen hinter mir und folgen mir", sagte der ehemalige ghanaische Nationalspieler selbstbewusst: "Ich hab das extra angesprochen: Falls jemand es nicht so sieht, kann er immer gerne mit mir sprechen."

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