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Trotz Babyklappe und anonymer Geburt: Mehr Wissen nötig

Von dpa
08.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Babyklappe
Blick in die Babyklappe am Gesundheitszentrum Bitterfeld-Wolfen. (Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/dpa-bilder)
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Nach dem Fund einer toten Neugeborenen und eines nur wenige Stunden alten MĂ€dchens in Halle sehen Experten Verbesserungsbedarf bei der Information ĂŒber Hilfsangebote fĂŒr werdende Eltern. "Damit kann man nicht frĂŒh genug anfangen", sagte Ursula Gasch von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Psychologie der Deutschen Presse-Agentur. Es sei wichtig, bereits in der Schule ĂŒber die Möglichkeiten anonymer und vertraulicher Geburten sowie auch ĂŒber Babyklappen fundiert zu informieren. "Es muss ĂŒber das ganze Prozedere aufgeklĂ€rt werden, wie es funktioniert", sagte die Gerichts- und Kriminalpsychologin. SpĂ€testens mit der PubertĂ€t sei dies ganz wichtig, fĂŒr MĂ€dchen und Jungen gleichermaßen.

Auch sehr junge Menschen können Eltern werden. "Das Thema muss aus der Tabuzone geholt werden", sagte die promovierte Psychologin. Leider gebe es noch immer viel zu viel Halbwissen oder fehlendes Wissen ĂŒber Hilfsangebote, auch fĂŒr Notsituationen. Hinzu komme fĂŒr ungewollt Schwangere die Angst, etwa vor dem Alleinsein, vor der Abkehr oder vor Gewalt des Partners, vor der Familie oder aus religiösen GrĂŒnden. Dies alles könne dazu fĂŒhren, dass MĂ€dchen und Frauen ihre Schwangerschaft negieren, verdrĂ€ngen, heimlich entbinden und spĂ€testens bei der Geburt in Panik geraten. Schlimmstenfalls sei es dann fĂŒr das Baby zu spĂ€t, werde es seinem Schicksal ĂŒberlassen, ĂŒberlebe nicht oder werde getötet.

In Halle war nach den Weihnachtsfeiertagen ein totes Neugeborenes am Zaun eines Wertstoffhofs entdeckt worden. Kriminalisten fanden an einem nahen Papierkorb Blutspuren. Das MĂ€dchen hatte laut Rechtsmedizin nach der Geburt gelebt. Die Ermittler gehen von einem Tötungsverbrechen aus. Zwei Tage spĂ€ter wurde in Halle-Neustadt in einem Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses ein Neugeborenes lebend gefunden. Es war laut Rechtsmedizin nur wenige Stunden alt. Das MĂ€dchen lag in einem Fußsack, der normalerweise in einem Kinderwagen benutzt wird. Bei den SĂ€uglingen handelt es sich laut Polizei nicht um Geschwister. Die Ermittler suchten in beiden FĂ€llen mit Hilfe der Öffentlichkeit nach Hinweisen zu den MĂŒttern beziehungsweise den Eltern der SĂ€uglinge.

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Unterdessen gibt es in Sachsen-Anhalt seit Jahren die Möglichkeit anonymer und vertraulicher Geburten. Hinzu kommen sogenannte Babyklappen an KrankenhĂ€usern in Halle, Magdeburg, Dessau-Roßlau sowie im Gesundheitszentrum Bitterfeld-Wolfen. MĂŒttern werde damit - straffrei - wie mit dem "Babynest" am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle die Möglichkeit gegeben, anonym ihr Neugeborenes in die Obhut der Medizin zu geben, teilte ein Sprecher mit.

Dieser Schritt muss keine endgĂŒltige Entscheidung sein. In Bitterfeld beispielsweise habe eine Mutter ihr Baby kurze Zeit spĂ€ter wieder zu sich geholt, nachdem sie es in die Babyklappe gelegt hatte, sagte eine Sprecherin des Gesundheitszentrums. Landesweit wurden seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2001 bis 2020 den Adoptionsvermittlungsstellen sieben Kinder bekannt, die in Babyklappen abgegeben wurden, wie das Landesverwaltungsamt mitteilte. 2020 wurden in Sachsen-Anhalt sechs anonym geborene Kinder zur Adoption vermittelt, seit 2014 wurden 21 vertrauliche Geburten erfasst.

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Von Antje Hildebrandt
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