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Bund und NRW wollen Tempo bei Neubau von Autobahnbrücke

Von dpa
10.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Sauerlandlinie: Talbrücke Rahmede
Die Autobahn 45 zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Frankfurt ist derzeit wegen eines Brückenschadens gesperrt. (Quelle: Kay-Helge Hercher/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Bundesverkehrsminister Volker Wissing drängt auf einen schnellen Neubau der maroden Talbrücke Rahmede auf der Autobahn 45 bei Lüdenscheid. Der FDP-Politiker wies die Autobahn GmbH des Bundes an, dazu alle erforderlichen Ressourcen und Mittel zur Verfügung zu stellen, wie eine Sprecherin des Verkehrsministeriums der "Westfalenpost" mitteilte.

Am Freitag hatte die Autobahn GmbH mitgeteilt, dass die Brücke abgerissen werden muss. Damit kann der Autoverkehr auf der Sauerlandlinie zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Frankfurt nicht wie geplant wieder in näherer Zukunft freigegeben werden. Die Brücke auf der wichtigen Hauptverkehrsachse zwischen Nord- und Süddeutschland ist nun auch vollständig abgeriegelt worden.

Bei der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH hieß es am Montag auf dpa-Anfrage, dass jetzt selbst eigene Fahrzeuge das Bauwerk nicht mehr befahren. Zuvor hatte das Online-Portal "come-on.de" aus Lüdenscheid berichtet, an den Zufahrten zur Talbrücke in 80 Metern Höhe seien Absperrgitter errichtet und mit Vorhängeschlössern festgekettet worden. Man habe einen Bauzaun aufgestellt, weil sich zuvor tatsächlich noch ein Auto auf die Brücke "verirrt" habe, sagte dazu Autobahn-Sprecher Bernd Löchter. "Es ist aber keineswegs so, dass die Brücke einsturzgefährdet wäre", betonte er.

Am Freitag hatten sich alle Hoffnungen auf eine Sanierung definitiv zerschlagen. Neben bereits entdeckten Schäden waren noch Risse an Längsträgern und erhebliche Korrosionsschäden gefunden worden. Das Bauwerk soll schnellstmöglich abgerissen werden. Offen sei weiterhin, ob die Brücke gesprengt werden könne, sagte Löchter. Die Untersuchungen dauerten noch an. Eine Sprengung würde einen Neubau beschleunigen.

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Die Leiterin der Westfalen-Niederlassung, Elfriede Sauerwein-Braksiek, nannte bisher als Zeitziel für einen Neubau fünf Jahre. NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) hatte den Bund wiederholt aufgefordert, beim Neubau Gas zu geben und dafür unter anderem auf erneute Planfeststellung sowie Umweltverträglichkeitsprüfung zu verzichten.

Der Leiter Verkehrspolitik des Umweltverbandes BUND, Jens Hilgenberg, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe bundesweit enorme Herausforderungen bei der Sanierung bestehender Straßen und Schienenstrecken. Die A45 sei nur eine der anstehenden Großbaustellen. Wissing müsse die Autobahn GmbH anweisen, alle Neubauprojekte für Fernstraßen umgehend zu stoppen und die vorhandenen, begrenzten Planungskapazitäten für den Erhalt zu reservieren. "Dies wäre ein ernstzunehmendes Bekenntnis zum im Koalitionsvertrag enthaltenen Fokus auf Erhalt und Sanierung der Bundesfernstraßen."

Der Hauptverband der Bauindustrie forderte eine Taskforce aus Politik, Auftraggebern und Praxis, um gemeinsam einem drohenden Brückenkollaps vorzugreifen. Einem Bericht des Bundesverkehrsministeriums zufolge erhielten gut zehn Prozent der gesamten Brückenfläche die Note "nicht ausreichend" oder "ungenügend", unterstrich Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller. "Deutschland steht vor einem Brückenkollaps. Der Abriss der maroden Brücke bei Lüdenscheid ist neben Wiesbaden und Berlin-Treptow ein weiteres Beispiel für ein bundesweites Verkehrsdesaster", betonte er laut Mitteilung. Es müssten nun schnell "alle Kapazitäten, Kräfte und Know-how" gebündelt werden, um "zügig Herr der Lage" zu werden.

Der Schaden an der Rahmede-Brücke war bei einer Kontrolle Anfang Dezember 2021 entdeckt worden. Ursprünglich hatte die Autobahn GmbH geplant, nach einer notdürftigen Verstärkung der Brücke den Verkehr nach rund drei Monaten zumindest für Autos wieder freigeben zu können. Seit der Vollsperrung bei Lüdenscheid kommt es auf den Umleitungsstrecken immer wieder zu teilweise chaotischen Zuständen. Bundesweit muss der Verkehr weiträumig umgesteuert werden.

Eine regionale Taskforce berät bereits seit Montag über mögliche Lösungen für das Verkehrschaos, wie der WDR berichtete. Die bestehende Umleitung könne immer wieder optimiert werden, eine neue Umleitungsstrecke werde es aber wahrscheinlich nicht geben, zitierte der Sender einen Sprecher von Straßen.NRW. In der Taskforce seien unter anderem die Städte Lüdenscheid, Altena und Hagen vertreten, außerdem der Märkische Kreis, die Märkische Verkehrsgesellschaft sowie Polizei und Feuerwehr.

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