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Tarifverhandlungen f├╝r Privatbanken abgebrochen: Streiks

Von dpa
17.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Verdi
Ein Angestellter tr├Ągt eine M├╝tze mit dem Verdi-Logo. (Quelle: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Die Tarifverhandlungen f├╝r die privaten Banken in Deutschland sind am Montag schon nach wenigen Stunden abgebrochen worden. Die Gewerkschaft Verdi habe "zus├Ątzliche un├╝berwindbare H├╝rden f├╝r eine Tarifeinigung aufgebaut", begr├╝ndete der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) den Schritt. Die Gewerkschaft betonte: "Wir sch├╝tzen die Interessen der Besch├Ąftigten gegen die ├ťbergriffe der Arbeitgeber und achten darauf, dass kein Kaufkraftverlust bei den Besch├Ąftigten entsteht."

Eine Einmalzahlung von 500 Euro, wie sie sich die privaten Bankenarbeitgeber vorstellten, f├╝hre zu einem deutlichen Gehaltsverlust. "Unsere Antwort: Die Streiks werden in den kommenden Wochen fortgesetzt und versch├Ąrft", k├╝ndigte Verdi-Verhandlungsf├╝hrer Jan Duscheck an.

Verdi war mit einer Forderung von 4,5 Prozent mehr Geld f├╝r zw├Âlf Monate in die Verhandlungen f├╝r 140.000 Besch├Ąftigte gegangen, die am 1. Juli begonnen hatten. Nun verlangt Verdi nach Angaben der Arbeitgeber bei einer Laufzeit von 24 Monaten eine Einmalzahlung von 1500 Euro, die Erh├Âhung der Tarifentgelte um 3,5 Prozent zum Januar 2022 sowie um weitere 2,5 Prozent zum Januar 2023, plus zwei zus├Ątzliche Urlaubstage. Auch der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) hat nach Arbeitgeberangaben seine Forderungen etwas erh├Âht.

"Wer mehr als ein halbes Jahr lang auf v├Âllig unrealistischen Maximalforderungen beharrt und diese jetzt sogar noch erheblich versch├Ąrft, entzieht weiteren Verhandlungen die Basis", sagte die Verhandlungsf├╝hrerin des AGV Banken, Commerzbank-Personalchefin Sabine Schmittroth.

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Verdi warf den Arbeitgebern dagegen ein "Schwarze-Peter-Spiel" vor. "Wir haben deutlich Kompromissbereitschaft gezeigt ÔÇô die Arbeitgeber nicht", sagte Duscheck. Die Arbeitgeber h├Ątten keine eigenen Vorschl├Ąge gemacht und auch keine Verhandlungsbereitschaft gezeigt.

Die Gespr├Ąche waren schon einmal ins Stocken geraten und nach einer Serie von Warnstreiks erst am Montag wieder in gro├čer Runde aufgenommen worden - pandemiebedingt in einer Videoschalte.

Im Vorgriff auf einen m├Âglichen Abschluss empfiehlt der AGV Banken seinen Mitgliedsunternehmen bis April 2022 eine Brutto-Einmalzahlung f├╝r Tarifbesch├Ąftigte in H├Âhe von 500 Euro und f├╝r Auszubildende in H├Âhe von 100 Euro.

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