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Amtsarzt rechtfertigt QuarantĂ€ne-Stopp fĂŒr Kontaktpersonen

Von dpa
24.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Amtsarzt Larscheid
Patrick Larscheid steht an eine Wand gelehnt. (Quelle: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid hat die Entscheidung, die QuarantĂ€ne fĂŒr Kontaktpersonen in Schulen und Kitas aufzugeben, gerechtfertigt. "Wir können uns den Luxus dieser QuarantĂ€ne nicht leisten, weil sie sinnlos ist", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Vergangenen Mittwoch hatten die Berliner AmtsĂ€rzte beschlossen, dass Kinder, die in Kitas und Schulen Kontakt zu Infizierten hatten, nicht mehr in QuarantĂ€ne mĂŒssen. Infizierte Kinder mĂŒssen dagegen weiterhin in QuarantĂ€ne.

Die Entscheidung hat inzwischen Fragen aufgeworfen. Der Landeselternausschuss KindertagesstĂ€tten etwa fĂŒrchtet, dass Eltern, die ihre Kinder als Kontaktpersonen trotzdem zu Hause behalten wollen, keine QuarantĂ€nebescheinigung fĂŒr den Arbeitgeber mehr bekommen. Das bedeute, dass diese Eltern Probleme mit ihrem Arbeitgeber bekommen, wenn sie das Kind zu Hause lassen, sagte die stellvertretende Sprecherin Anja Kettgen-Hahn. Larscheid betonte, man mĂŒsse die Sorgen der Eltern ernst nehmen. Die GesundheitsĂ€mter wĂŒrden sich nicht querstellen, was die Bescheinigungen betreffe.

Durch das Ende der Kontaktpersonen-QuarantĂ€ne in Schulen und Kitas entstehe keine höhere GefĂ€hrdung fĂŒr Kinder und Jugendliche, betonte Larscheid. "Das wĂ€re nicht akzeptabel." Die Einrichtungen seien nicht die Hauptinfektionsorte. "Es haben so viele Leute diese Infektion und jeder ist irgendwo Kontaktperson. Das Umfeld, in dem die Infektion stattfindet fĂŒr Kinder, ist nach wie vor der eigene Haushalt."

Das Robert Koch-Institut habe schon am 15. Januar deutlich gemacht, dass in der aktuellen Phase der Pandemie die Kontaktpersonen-QuarantÀne aufzuheben sei. "Es ist nun ein Stadium der Epidemie erreicht, bei dem man sich auf die Alten und Kranken und nicht auf die Jungen und Gesunden konzentrieren muss. Auch wenn es manche Eltern nicht akzeptieren wollen: Gesunde Kinder gehören nicht zur vulnerablen Gruppe", so Larscheid.

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Der Landesverband sozialpĂ€dagogischer FachkrĂ€fte Berlin kritisierte die Entwicklung in einem Schreiben an Bildungs- und Familiensenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD). "Die Lage ist sehr kritisch und wird zudem noch durch eigenmĂ€chtige und unabgestimmte Entscheidungen der Berliner AmtsĂ€rzte verschlimmert", heißt es darin.

Die Situation an den Berliner Kitas zeichne sich durch hohen Krankenstand, schlechte Personalausstattung und fehlende UnterstĂŒtzung aus. Erzieherinnen belegten in der Statistik zu Infektionszahlen einen Spitzenplatz. "Zudem werden nun die PCR-Tests rationiert." Der Landesverband forderte, dem Kita-Personal konkrete, realistische UnterstĂŒtzung anzubieten und ihm positive Signale zu senden.

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Von Antje Hildebrandt
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