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Stuttgart holt wichtigen Punkt bei Union

Von dpa
12.03.2022Lesedauer: 2 Min.
1. FC Union Berlin - VfB Stuttgart
Stuttgarts Sasa Kalajdzic kämpft mit Berlins Niko Gießelmann (links am Boden) und Grischa Prömel (r) um den Ball. (Quelle: Andreas Gora/dpa/dpa-bilder)
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Sasa Kalajdzic ruderte wild mit den Armen und brüllte die Freude heraus. Sein Trainer Pellegrino Matarazzo blieb dagegen auch nach dem Last-Minute-Remis des VfB Stuttgart beim 1. FC Union ziemlich cool. "Wenn man in Berlin einen Punkt mitnimmt, kann man zufrieden sein", lautete das nüchterne Fazit des VfB-Coachs nach dem Lucky Punch zum 1:1 (0:1). Die Glücksmomente haben die Schwaben im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga derzeit auf ihrer Seite. 90 Minuten sah es am Samstag nämlich nach einer Dienstreise in die Hauptstadt ohne bleibenden Nutzen aus. Dann schlug Kalajdzic doch noch zu.

Die Unioner reagierten verständlicherweise bedröppelt auf den späten Ausgleich. Taiwo Awoniyi (41. Minute) hatte die überlegenen Eisernen per Handelfmeter in Führung gebracht. Zu einem Sieg im 150. Spiel unter Trainer Urs Fischer reichte es vor 16 509 Zuschauern aber dann eben doch nicht. "Von der Art und Weise, wie es entstanden ist, ärgert dich das", gestand der Union-Chefcoach.

Der VfB konnte durch das Remis weiteren Druck auf die Konkurrenten von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC vor deren Abend-Gipfel im Abstiegskampf aufbauen und verließ zumindest vorerst den 17. Platz. Union verpasste zunächst die symbolische Marke von 40 Punkten als von Fischer ausgegebenem Mindestziel. 38 Zähler stehen für die Berliner zu Buche.

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Stuttgart wollte auf keinen Fall in die Union-Falle tappen. Solide Raumsicherung war das erste Gebot. Bloß keine Kapriolen, mit oder ohne Ballbesitz hatte Matarazzo seinem Team offensichtlich verordnet, um das gefürchtete Umschaltspiel der Eisernen gar nicht erst ins Rollen zu bringen. Union brauchte also viel Geduld, um seine offensichtliche Überlegenheit auszuspielen.

Rani Khedira (3. Minute) versuchte es früh mit einem Distanzschuss. Bis zu Niko Gießelmanns Versuch aus spitzem Winkel (27.) dauerte es eine halbe Halbzeit. Florian Müller reckte seinen Arm zur Abwehr. Ansonsten hatte der VfB-Torwart hauptsächlich ein veritables Zeitspiel bei Abstößen auf seiner To-Do-Liste. Schiedsrichter Robert Hartmann, mit vielen beidseitigen Nicklichkeiten ordentlich beschäftigt, ermahnte Müller früh.

Beim Handspiel von Konstatinos Mavropanos zeigte Hartmann richtigerweise auf den Punkt. Awoniyi wurde von den Fans schon beim Anlauf zum Strafstoß freudig besungen. Mit 16 Bundesliga-Toren ist er gleichauf mit Max Kruse als Union-Rekordmann, auch das eine Art Vergangenheitsbewältigung auf der Suche nach dem abhanden gekommenen Selbstverständnis ohne den nach Wolfsburg abgewanderten Glamour-Boy Kruse.

Trotz des Rückstands dosierte Stuttgart seine Angriffsbemühungen sehr sorgsam. Einzig der agile Borna Sosa sorgte über die linke Seite für Gefahr. Frederik Rönnow als Ersatz für den Corona-infizierten Andreas Luthe im Union-Tor musste nur seine Fähigkeiten bei Rückpässen der Mitspieler demonstrieren. Union tat aber auch nicht mehr viel und wurde dann durch Kalajdzics späten Treffer nach einer herrlichen Sosa-Flanke noch bestraft.

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