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Experte fordert bessere Konzepte: "Keiner als Antisemit geboren"

Von dpa
25.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Ahmad Mansour, Psychologe (Archivbild): Seiner Ansicht nach sollte israelbezogener Antisemitismus stÀrker in der Schule behandelt werden.
Ahmad Mansour, Psychologe (Archivbild): Seiner Ansicht nach sollte israelbezogener Antisemitismus stÀrker in der Schule behandelt werden. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa-bilder)
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Berichte von antisemitischen Parolen auf pro-palĂ€stinensischen Demonstrationen in Berlin sorgen derzeit fĂŒr EntrĂŒstung. Der Psychologe Ahmad Mansour fordert bessere AufklĂ€rung in der Schule.

Der Autor Ahmad Mansour hat nach den antiisraelischen Demonstrationen in Berlin am Wochenende bessere Bildungskonzepte gegen Judenfeindlichkeit unter arabischstÀmmigen Jugendlichen gefordert. "Keiner wird als Antisemit geboren", sagte Mansour am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Diese Jugendlichen sind erreichbar."

Das habe er demnach bei seiner Sozialarbeit immer wieder gelernt: Man erreiche nicht alle, aber viele. Mansour, der als PalÀstinenser in Israel aufwuchs, ist Islamismus-Experte und widmet sich in Projekten dem Kampf gegen Antisemitismus.

Er macht in der Mitte der hiesigen Gesellschaft eine Art von Ohnmacht beim Umgang mit dem Thema aus: Man wolle nicht rassistisch sein, man wolle keine Rechtsradikalen bestĂ€tigen. Er hĂ€lt es demnach fĂŒr wichtig, sachlich darĂŒber zu reden, und noch wichtiger, Konzepte zu liefern.

Nach VorfÀllen in Berlin: Experte fordert mehr AufklÀrung in der Schule

Nach Mansours Beobachtung wird an den Schulen der Holocaust und der Nationalsozialismus thematisiert, aber zu wenig der israelbezogene Antisemitismus. Lehrer mĂŒssten befĂ€higt werden, darĂŒber zu reden. Auch beim Thema Verschwörungstheorien und Querdenker sieht Mansour bei den PĂ€dagogen noch Nachholbedarf, ebenso bei Social Media.

Es wird laut Mansour immer wieder gesagt, dass Antisemitismus in Deutschland nichts zu suchen habe, aber das Thema sei da – in der Neuköllner Hermannstraße wie auch in den Schulen. An vielen Orten in Deutschland gehöre es zum Alltag, dass "Jude" als Schimpfwort auf den Schulhöfen genutzt werde.

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Das begleite ihn, seitdem er in Deutschland sei, berichtete der Autor, der seit 2004 hier lebt. Das dĂŒrfe nicht sein. "Da mĂŒssen wir als Demokraten alles tun, um wirklich diese Menschen zu erreichen." Das sei Teil der Integration, Bildung und demokratischer Erziehung, "die wir betreiben mĂŒssen in diesem Land". Auch von der Justiz forderte Mansour ein schĂ€rferes Vorgehen gegen Antisemitismus.

Antisemitische Äußerungen und Ausschreitungen in Berlin

In den vergangenen fĂŒnf, sechs Tagen war nach seinen Worten zu beobachten, dass ganz viel Propaganda aus dem Nahen Osten nach Deutschland kam – hoch emotionalisiert ĂŒber Instagram. "Die Jugendlichen konsumieren das, und dann gehen sie auf die Straße mit einem ganz klaren Anspruch auf die Wahrheit, was da unten passiert."

Am Samstag waren wie schon am Freitag mehrere hundert pro-palÀstinensische Demonstranten durch Kreuzberg und Neukölln gezogen. Dabei seien volksverhetzende Parolen gerufen sowie Journalistinnen und Journalisten bedrÀngt, beleidigt und angegriffen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Polizisten seien mit Plakaten und Holzstangen beworfen worden.

Nach Angaben von Beobachtern wurden judenfeindliche Äußerungen wie "Drecksjude" laut. Journalisten seien getreten, geschubst und geschlagen worden, teilte die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) mit. Die Polizei ermittelt wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, gefĂ€hrlicher Körperverletzung und Volksverhetzung.

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