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Viele neue FĂ€lle durch Omikron: Kein Anstieg in Kliniken

Von dpa
14.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Corona-Test
Ein medizinischer Mitarbeiter fĂŒhrt einen Corona-Schnelltest durch. (Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Die ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus sorgt auch in Nordrhein-Westfalen fĂŒr viele neue Infektionen gerade unter Kinder und Jugendlichen. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) sprang die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW von Donnerstag auf Freitag von 416,7 auf 441,6. Allerdings haben die GesundheitsĂ€mter derzeit große MĂŒhe, neue FĂ€lle zu erfassen und Kontakte nachzuverfolgen. Eine Woche zuvor lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 291,5. Die Omikron-Welle schlĂ€gt sich bisher nicht auf den Intensivstationen nieder.

In der Altersgruppe der 15- bis 19-JĂ€hrigen ist die Inzidenz auf 913,1 gestiegen, wie aus den Daten des Landeszentrums fĂŒr Gesundheit NRW am Freitag hervorgeht. Der zweithöchste Wert wird in der detailreichen Darstellung in der Altersgruppe der 5- bis 9-JĂ€hrigen mit 838,4 ausgewiesen. Nahezu ebenso hoch ist demnach die Inzidenz bei den 10- bis 14-JĂ€hrigen im bevölkerungsreichsten Bundesland mit 833,4. Bei den Erwachsenen liegt die Inzidenz umso tiefer, je Ă€lter die Menschen sind. Der tiefste Wert wird fĂŒr die 80- bis 84-JĂ€hrigen mit 71 ausgewiesen. Bei noch Älteren ist die Quote indes etwas höher.

Bundesweit ĂŒberschritt die Zahl der binnen 24 Stunden ĂŒbermittelten Corona-Neuinfektionen am Freitag erstmals die Schwelle von 90.000 FĂ€llen. In NRW lag die Zahl der Neuinfektionen mit 17.256 FĂ€llen um 20 höher als am Vortag und um knapp 3600 neue FĂ€lle höher als am Freitag der Vorwoche. Weitere 23 Menschen starben nach den jĂŒngsten Daten an oder mit Covid-19. Seit Beginn der Pandemie wurden damit in NRW 20.722 TodesfĂ€lle im Zusammenhang mit Corona verzeichnet.

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Die höchste Inzidenz hat weiterhin Wuppertal, das als einzige Stadt in NRW ĂŒber der 700er-Schwelle bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt (704,8). Eine Inzidenz ĂŒber 600 haben die StĂ€dte Leverkusen (696,7), Solingen (670,3), Krefeld (651,1), Dortmund (634,7) und die Landeshauptstadt DĂŒsseldorf (617,1). Am anderen Ende der Tabelle steht der Kreis Recklinghausen mit einem Wert von 244,5.

Die Zahl der auf Intensivstationen zu behandelnden Corona-Infizierten ist in Deutschland erstmals seit Mitte November wieder knapp unter die 3000er-Marke gesunken, wie aus Daten des Divi-Intensivregisters hervorgeht (Stand: Donnerstag). Seit dem Höhepunkt der vierten Welle im Dezember mit rund 5000 Corona-Intensivpatienten ist die Zahl stetig zurĂŒckgegangen. Auch bei den gemeldeten Erstaufnahmen ist der Trend rĂŒcklĂ€ufig. Experten sehen aber noch keinen Grund zur Entwarnung fĂŒr die nĂ€chsten Wochen, unter anderem wegen offener Fragen zu Omikron und einer erwarteten weiteren Zunahme der FĂ€lle.

"Einen Wiederanstieg der Zahl der Intensivpatienten in Deutschland dĂŒrften wir noch nicht ganz so schnell sehen", sagte Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des Divi-Intensivregisters, der dpa. WĂ€hrend bei der Delta-Variante jeder FĂŒnfte Corona-Patient, der in ein Krankenhaus kam, intensivmedizinische Versorgung benötigt habe, sei es bei Omikron nur noch ungefĂ€hr jeder Zehnte, sagte er.

Einen Ă€hnlichen Stand zeigen die Daten des Landeszentrums fĂŒr Gesundheit. Aktuell werden in NRW insgesamt 1812 Corona-Patienten in KrankenhĂ€usern behandelt. Das sind nur fast halb so viele wie Anfang Dezember 2021 und das ist nur etwa ein Drittel des Höchststandes von Ende Dezember 2020. Auch bei den Intensivpatienten gibt es bereits seit Wochen einen rĂŒcklĂ€ufigen Trend. Die Zahl der binnen sieben Tagen in den KrankenhĂ€usern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner betrug am Freitag 2,95 (Vortag: 3,02, Vorwoche: 2,6).

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