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Laschet: Unabhängiger Journalismus so wichtig wie noch nie

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Laschet: Unabhängiger Journalismus so wichtig wie noch nie

14.06.2021, 12:41 Uhr | dpa

Laschet: Unabhängiger Journalismus so wichtig wie noch nie. Armin Laschet

Armin Laschet schaut in die Runde. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Unabhängiger Journalismus ist nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet derzeit so wichtig wie noch nie. Das habe die Corona-Pandemie deutlich gemacht, sagte der CDU-Vorsitzende am Montag zum Auftakt des Global Media Forum der Deutschen Welle (DW) in Bonn. "In einer solchen Phase ist es wichtig: Wie berichten Medien über ein solches Phänomen? Und deshalb war unabhängiger, sachlich fundierter Journalismus noch nie so wichtig wie in diesen Tagen", sagte Laschet.

Wenn die Emotionen hochkochten, verbreiteten sich Falschinformationen und Mythen in Windeseile. "Umso wichtiger ist es, dass unabhängige und solide recherchierende Journalisten dagegenhalten, dass sie einordnen, dass sie Fake News widerlegen und gegen Desinformationen vorgehen und dass sie Orientierung bieten." Journalisten müssten keineswegs jede Pandemie-Maßnahme für richtig erachten, aber die Diskussion müsse auf einer Faktenbasis erfolgen. Die grundsätzlichen wissenschaftlichen Tatsachen dürften nicht infrage gestellt werden. "Etwas Ähnliches wird uns in den nächsten Jahren immer wieder begegnen: Rund um den Klimawandel erleben wir ähnliche Phänomene", sagte Laschet. "Und auch hier ist die gemeinsame Wahrnehmung der Fakten - bevor man dann politisch unterschiedliche Richtungen geht - immer die Grundlage des Zusammenhalts einer demokratischen Gesellschaft."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte in einem Grußwort, vielen Menschen eröffne das Internet die Möglichkeit, sich in die öffentliche Diskussion einzubringen und sich mit ihren Überzeugungen Gehör zu verschaffen. Diese Meinungsfreiheit stoße dort an ihre Grenzen, "wo die Freiheiten und Grundrechte anderer verletzt werden". Es gelte dabei, stets die richtige Balance zu finden. "In demokratischen Gesellschaften (...) müssen wir auch immer wieder gewissenhaft abwägen, was Freiheit für uns konkret bedeutet und wie wir Freiheit und grundlegende Rechte schützen."

Der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg, forderte, dass Journalismus grundsätzlich diverser werden müsse. "Das gilt für das Programmangebot und für seine Macherinnen und Macher. Es bedeutet auch, dass wir mehr Stimmen aus dem globalen Süden in den Diskurs bringen."

Das Global Media Forum beschäftigt sich noch bis Dienstag unter dem Motto "Disruption and Innovation" unter anderem mit den Themen Digitalisierung, Fake News und Diversität in den Medien. Nach DW-Angaben ist es "Deutschlands einzige internationale Konferenz für Medienschaffende aus der ganzen Welt".

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