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"Oben ohne"-Protest im Horner Bad in Bremen: Polizei ermittelt gegen Aktivistin


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"Oben ohne"-Protest: Bäder kontern Sexismus-Kritik

Von t-online, ads

Aktualisiert am 21.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Demonstrierende im Gespräch mit Polizisten: Gegen sie wird nun ermittelt.
Demonstrierende im Gespräch mit Polizisten: Gegen sie wird nun ermittelt. (Quelle: Instagram/f_streik_bremen)
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Mitarbeitende sollen sich sexistisch über die nackten Oberkörper von Aktivistinnen im Horner Bad in Bremen geäußert haben – die Bäder dementieren das jetzt.

"Wir sind empört!", schreibt die Gruppierung Feministischer Streik Bremen auf Instagram und prangert Sexismus vonseiten der Bremer Bäder an – doch die weisen das von sich. Gegen eine Aktivistin ermittelt jetzt die Polizei. Was war passiert?

Bei einer Protestaktion unter dem Namen "Free the Nippel – gleichberechtigt oberkörperfrei im Schwimmbad" waren nach Polizeiangaben 28 Frauen am vergangenen Wochenende ins Horner Bad gelaufen – "oben ohne". Die Gruppierung spricht von rund 40 Personen.

"Wir (wollen) normalisieren, dass Menschen aller Geschlechter entspannt ins Schwimmbad gehen können – auch oberkörperfrei. Leider wollten die Bremer Bäder das nicht zulassen", schildern die Aktivistinnen. Sie seien zunächst im Außenbereich ausgesperrt und dann von der Polizei aus dem Schwimmbad geschickt worden. Auch eine Anzeige habe es gegeben.

Dabei berichtet die Gruppe von Sprüchen wie "Immerhin eine schöne Aussicht" oder "Zieht euch was an, die Kollegen kriegen schon Stielaugen" von Bäder-Mitarbeitenden. "Sensibel wäre anders", betonen die Aktivistinnen und fordern, bei der Sexismus-Awareness nachzurüsten. Die Bremer Bäder wollen dies offenbar nicht so stehen lassen.

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Bremer Bäder: "Schwimmbäder kein Ort des Protests"

Unter dem Beitrag dementieren sie die Vorwürfe der Gruppierung. "Schwimmbäder (sind) kein Ort der politischen Auseinandersetzung und des Protests", schreiben sie dort auch.

Gäste fühlten sich demnach bei Demonstrationen in ihrer sommerlichen Freizeit nicht wohl. Die Aktivistinnen seien somit nicht wegen der nackten Oberkörper, sondern lediglich wegen des Protests an sich aus dem Schwimmbad gewiesen worden. Und: "Wir weisen zurück, dass es zu sexistischen Aussagen gekommen ist." Die Bäder seien jederzeit zu einem Dialog bereit – "jedoch nicht unangemeldet im Bad, sondern mit den Verantwortlichen."

Unter dem Beitrag finden die Aktivistinnen viel Zuspruch, doch auch Diskussionen entstehen: "Vollkommen zu recht rausgeworfen worden. Allein für Jugendliche und Kinder verstörend oder störend. Exhibitionismus und nichts anderes" und "Die Verhaltensregeln der Gesellschaft wollen es eben so, dass man nicht hüllenlos rumläuft", schreiben einige. "Werden da dieselben Kinder verstört, die vor und nach dem Schwimmen mit ihrer Mutter in der Dusche sind und dort (...) andere Frauen auch nackt sehen?" und "Warum dürfen Männer ihre Brüste zeigen und müssen keine Oberbekleidung tragen? Gleiches Recht für alle", erwidern andere.

Nach Angaben der Polizei Bremen hatten die Frauen nach einem Gespräch mit den Einsatzkräften selbst das Gelände verlassen. Sie ermittelt nun wegen des Durchführens einer nicht angemeldeten Versammlung.

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Verwendete Quellen
  • presseportal.de: Mitteilung der Polizei Bremen vom 20. Juli 2022
  • Instagram/f_streik_bremen
  • Instagram/bremer_baeder
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