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Bremen: Stadt nach Angriff auf trans Frau unter Schock


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Stadt nach Angriff auf trans Frau unter Schock

Von t-online, stk

Aktualisiert am 06.09.2022Lesedauer: 3 Min.
"Gegen Transfeindlichkeit, Solidarität mit allen Betroffenen queerfeindlicher Gewalt" steht an einer Straßenbahnhaltestelle am Bremer Buntentorsteinweg.
"Gegen Transfeindlichkeit, Solidarität mit allen Betroffenen queerfeindlicher Gewalt" steht an einer Straßenbahnhaltestelle am Bremer Buntentorsteinweg. (Quelle: dpa/Sina Schuldt)
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Eine Jugendgruppe schlägt eine trans Frau in Bremen brutal zusammen. Die Stadt steht unter Schock, Menschen solidarisieren sich mit dem Opfer.

Nach dem brutalen Angriff auf eine trans Frau in einer Bremer Straßenbahn am Sonntag haben viele Menschen ihre Solidarität mit dem 57-jährigen Opfer zum Ausdruck gebracht. Politiker, Vereine, Bürger – sie alle sind zutiefst bestürzt über die Gewalttat, bei der die Frau schwere Gesichtsverletzungen erlitten hatte.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte auf Twitter, er verurteile "diese Tat auf das Schärfste." "Bremen muss eine Stadt sein, in der alle Menschen sicher leben können. Ich hoffe, dass die Täter schnell ermittelt und bestraft werden", teilte er mit. Auch Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) zeigte sich bestürzt über die "feige Gewalttat". Sie kündigte an, in Kooperation mit dem Innenressort und der Bremer Straßenbahn AG darüber zu beraten, wie Busse und Bahne sicherer werden können.

Stahmann: "Dieses Hassverbrechen ist aufs Schärfste zu verurteilen"

Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) reagierte ebenfalls erschüttert. Sie schrieb: "Es ist nicht hinnehmbar, dass Menschen wegen ihrer geschlechtlichen Identität um ihr Leben fürchten müssen. Dieses Hassverbrechen ist aufs Schärfste zu verurteilen."

Auch der SV Werder Bremen meldete sich zu Wort und forderte "ein Bremen, in dem sich alle wohl und sicher fühlen können!" Der Verein verurteile "jegliche Gewalt und ist bestürzt über den Angriff auf eine trans Frau am Wochenende!" Zugleich teilte der Verein die Information zu einer spontanen Mahnwache, die am Montagabend stattfand.

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Nach einem Bericht von "buten un binnen" nahmen etwa 250 Menschen an der Veranstaltung teil – genau an der Stelle, wo das mutmaßliche Martyrium für die 57-Jährige ein Ende hatte. An der Schwankhalle in der Bremer Neustadt sollen die 15 Jugendlichen die Straßenbahn verlassen und geflüchtet sein.

Aufgerufen zur Mahnwache hatte der Verein "Trans Recht". Maike-Sophie Mittelstädt vom Verein sagte "buten un binnen", man habe sich für eine Mahnwache entschieden, um zum einen "unsere Wut und Trauer zum Ausdruck zu bringen", aber auch um zu zeigen, dass "trans Personen in Deutschland und Bremen nicht sicher sind". Es sei für Menschen aus der Szene "immer noch gefährlich, auf die Straße zu gehen".

Schäck: "Woher kommt der Hass?"

Antje Grotheer, Sprecherin für queere Angelegenheiten in der SPD-Bürgerschaftsfraktion, nannte den Übergriff "ein scheußliches Verbrechen von Feiglingen!" Es sei furchtbar, dass auch in Bremen so etwas geschieht, "in unserer bunten und solidarischen Stadt."

FDP-Spitzenkandidat Thore Schäck teilte bei Twitter mit: "Der feige Angriff auf eine Transfrau in einer Straßenbahn in Bremen macht fassungslos. Die Straftäter dieser widerlichen Tat müssen verfolgt werden, dem Opfer wünsche ich schnelle Genesung." Er fragt sich: "Woher kommt der Hass auf Menschen, die anders leben wollen?" Für ihn alles "unfassbar".

Zur Mahnwache kamen am Montagabend etwa 250 Menschen.
Zur Mahnwache kamen am Montagabend etwa 250 Menschen. (Quelle: dpa/Sina Schuldt)

Eine 57 Jahre alte trans Frau war am Sonntagabend von einer Gruppe Jugendlicher in der Straßenbahnlinie 4 beleidigt und angegriffen worden. Wie ein Sprecher der Polizei sagte, soll ein Jugendlicher der Frau mehrfach ins Gesicht geschlagen haben, die 57-Jährige musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Laut "buten un binnen" soll das Opfer die Klinik jedoch bereist verlassen haben.

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Die mutmaßlichen Täter flüchteten. Der Staatsschutz der Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon 0421/362-3888 entgegen.

Erst am vergangenen Freitag erlag ein 25-jähriger trans Mann seinen schweren Kopfverletzungen, nachdem ihm bei Christopher-Street-Day in Münster ein Mann ins Gesicht geschlagen haben soll. Der Mann, so die bisherigen Erkenntnisse, soll zwei Frauen zu Hilfe gekommen sein, die zuvor vom Verdächtigen beschimpft worden sein sollen. Der 20 Jahre Nuradi A. wurde mittlerweile festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. (Mehr dazu lesen Sie hier)

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Verwendete Quellen
  • gruene-bremen.de: Mitteilung vom 5. September 2022
  • Twitter.com: Account von Thore Schäck
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